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Freitag, 18.10.2019

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"Die Moggerla" vergessen ihren Pfarrer nie

Der langjährige katholische Seelsorger Hans Stiefler wurde mit warmherzigen Worten verabschiedet - 02.09.2019 22:09 Uhr

Pfarrer Hans Siefler hinter dem Altar mit seinen Ministrantinnen und Ministranten, die ihm zum feierlichen Ruhestandsabschied ein Bild schenkten. © Foto: Thomas Weichert


Gekommen waren auch alle Fahnenabordnungen der Vereine der Pfarrei, vom Männergesangverein Breitenlesau, der Soldatenkameradschaft Hochstahl und Umgebung, den Feuerwehren Breitenlesau-Siegritzberg und Hochstahl, dem BMX Club Breitenlesau bis hin zum Gesangverein Liederkranz Hochstahl. Die Vokalisten umrahmten den Abschiedsgottesdienst gesanglich.

Bei der anschließenden Abschiedsfeier im Pfarrgarten spielte die Blaskapelle Hochstahl zünftig auf. Pfarrer Stiefler freute sich besonders über seine Ministranten, die ihm ein großes Bild schenkten, und über das Abschiedsgeschenk der Pfarrei in Form eines Gemäldes, das alle Kirchen und Kapellen der Pfarrei zeigt.

"Ihren liebevollen Kosenamen ,Die Moggerla‘ werden wir nie vergessen", sagte die Sprecherin der Ministranten, Marianne Düngfelder. Sie erinnerte an Spaß, Freude und Abenteuer, die sie mit ihrem Pfarrer erlebt hatten.

Bürgermeister Ludwig Bäuerlein, der Stiefler seit 40 Jahren kennt, dankte ihm im Namen der politischen Gemeinde Aufseß mit einer Dankurkunde. Er betonte, dass er sich mit Stiefler immer gut verstanden habe. "Danke für das, was Du alles für die Kirchengemeinde aber auch im politischen Bereich geleistet hast", sagte Bäuerlein zu seinem Freund.

Dann erinnerte er an die gemeinsame Romfahrt und die Erforschung der Geschichte der Wallfahrtskapelle St. Friedel bei Heckenhof durch Stiefler. Auch die Hollfelder Bürgermeisterin Karin Barwisch dankte Stiefler für die Seelsorge ihrer Tiefenlesauer.

Stiefler und Barwisch sind Katzenfreunde, was sie gemeinsam verband. Marianne Düngfelder erklärte, dass Pfarrer Stiefler seinen Gläubigen den Glauben und die Gebote Gottes oft auf heitere Art und Weise vermittelt habe. In der Pfarrei habe es nie die Probleme der Weltkirche gegeben, da hier durch Stiefler die Ökumene gelebt wurde.

Der Priester machte keinen Unterschied zwischen evangelisch und katholisch, zwischen regelmäßigen Kirchgängern und gelegentlichem Gottesdienstbesucher.

In den fast 30 Jahren hat Stiefler in Hochstahl und Breitenlesau 332 Kinder getauft, 120 Brautpaare getraut und 310 Trauergottesdienste gehalten. Als Mitglied der Kirchenverwaltung erinnerte Stefan Teufel auch an zahlreiche Baumaßnahmen.

So wurden in Stieflers Amtszeit die Altäre der Pfarrkirche saniert, die Glockenanlage repariert, die Beleuchtung erneuert, die Orgel komplett überholt, der Kirchplatz umgestaltet und das Pfarrhaus und das Pfarrheim renoviert und neu möbliert. Stieflers Hartnäckigkeit sei es immer zu verdanken gewesen, dass die Kirchenstiftung die höchstmöglichen Zuschüsse für alle diese und noch mehr Baumaßnahmen erhalten hat. Stiefler selbst dankte den Gläubigen, dass er 29 Jahre lang ihr Pfarrer sein durfte. Er zieht nun vorübergehend in sein Elternhaus in Weidmannsgesees bei Pottenstein.

THOMAS WEICHERT

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