Die „Rasselbande“ tanzt im Lego-Look

20.1.2015, 17:50 Uhr
Die „Rasselbande“ in ihren Legokostümen wollen am kommenden Samstag bei der ersten Prunksitzung die Besucher begeistern. Versteht sich, dass die Mädels ihrem Auftritt entgegenfiebern. Foto: Weichert

Die „Rasselbande“ in ihren Legokostümen wollen am kommenden Samstag bei der ersten Prunksitzung die Besucher begeistern. Versteht sich, dass die Mädels ihrem Auftritt entgegenfiebern. Foto: Weichert

Die 25-jährige Pottensteinerin kann heuer selbst ihr 20-jähriges Tanzjubiläum feiern, da sie als kleines Mädchen im Alter von fünf Jahren bei der Stadtgarde Glückauf Pegnitz ihre Tanzkarriere begann und heute noch beim Damenballett der Kühlenfelser Narren mitwirkt.

Neben der Rasselbande trainiert Louisa Mühlmichel auch noch das Tanzmariechen Laura Schuster. Bereits seit April letzten Jahres trainiert sie mit den Kindern der Rasselbande und dem Tanzmariechen zweimal die Woche für ein bis zwei Stunden die neuen Tänze der Faschingssession, und seit Herbst kommt noch eine zusätzliche Trainingseinheit für das Damenballett hinzu.

Als Betreuerinnen für die Kleinsten stehen ihr ihre Schwester Laura Mühlmichel, Steffi Distler, Simone Schmitt, Anja Maier und Verena Adelhardt zur Seite. „Denn es ist ganz wichtig das möglichst viele Betreuerinnen dabei sind, die sie trösten, wenn sie einmal weinen, ein Wehwehchen haben oder aufs Klo müssen.

Außerdem müssen die Kinder geschminkt und es muss ihnen beim Anziehen der Kostüme geholfen werden“, so Louisa Mühlmichel. Die Kostüme sind heuer besonders aufwendig. Die Idee für den Tanz, der „Lego“ heißt, hatte ebenfalls Lousia Mühlmichel, als sie im Internet einen ähnlichen Tanz der Faschingsgesellschaft Coburg gesehen hatte.

Matthias Maier, einer der Väter, ist dann auf die Idee mit den Styroporköpfen gekommen die einen Legobaustein darstellen. Und zwar waren sie ursprünglich Verpackungsmaterial, das sonst auf der Arbeit von Maier weggeschmissen wird. Zehn Stunden lang haben fünf Leute mit Cuttermessern die Styroporkästen ausgeschnitten und ausgehöhlt, innen und außen mit Stoff beklebt und mit Klettbändern versehen, so dass sie auf- und zugeklappt werden können.

Die 18 Kostüme der Kinder hat Gertrud Bothe aus Kühlenfels genäht. „Jedes Kind stellt nun ein Legomännchen dar“, sagt Louisa Mühlmichel und kaum jemand kann erahnen, welcher Aufwand und wie viel Zeit hinter einem Tanz stecken, der nur sechs Minuten dauert. Zusätzlich wurden noch aus Schuhkartons große Legosteine gebastelt, die beim Tanz jedes Kind in der Hand hält.

Da wird dann selbst noch die Oma mit eingespannt, denn die Legosteine mit Stoff überzogen hat Louisa Mühlmichels 68-jährige Großmutter Ilse Schwindl. „Da ist jeder gefordert worden“, sagt Lousia Mühlmichel.

Außerdem muss die Musik für den Tanz herausgesucht und zusammengestellt werden. Mit dabei sind u. a. die Lieder von Bob dem Baumeister, „Schaffe schaffe Häusle baue“ und zum Abschluss „It’s the final countdown“.

Die Kinder der Rasselbande kommen heuer aus Pottenstein, Kühlenfels, Kleingesee, Rackersberg, Wohlmutshüll, Waidach und Hühnerloh, also aus der halben Fränkischen Schweiz, wenn man so will. „Meistens kommen die Kinder durch Mundpropaganda in der Schule zu uns“, so Louisa. Sie trainieren in der Turnhalle in Kirchenbirkig. Bevor das Training im April anfängt, werden aber auch Plakate aufgehängt, wann und wo es stattfindet. „Denn Nachwuchs kann man nie genug haben und jeder kann bei uns mitmachen“, so Louisa. Eben alle Kinder, die gerne tanzen.

Wer mitmachen möchte, das Einverständnis der Eltern vorausgesetzt, kann sich direkt an Louisa Mühlmichel oder über den Internetauftritt der Soldatenkameradschaft Kühlenfels-Waidach an das Faschingskomitee wenden. Im Netz zu finden unter http://www.kuehlenfels.com/kuehlenfels/Vereine/Reservisten/main.htm

„Wenn die Mädchen älter werden, wechseln sie meist in die größeren Garden des Vereins. Diese sind dann die Fun Kids von neun bis elf Jahren, die Schlossgarde von zwölf bis 15 und die Maxi Dancer ab 16 Jahren.

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