Digitaler Corona-Impfpass: So verlief der Start in den Pegnitzer Apotheken

14.6.2021, 18:10 Uhr
Sabrina Schmitalla möchte in diesem Sommer vielleicht verreisen. Deshalb kam sie bereits zum Start des digitalen Impfausweises in die Franken-Apotheke. Inhaber Markus Mauerer ist mit dem Start des digitalen Impfpasses derweil zufrieden.

Sabrina Schmitalla möchte in diesem Sommer vielleicht verreisen. Deshalb kam sie bereits zum Start des digitalen Impfausweises in die Franken-Apotheke. Inhaber Markus Mauerer ist mit dem Start des digitalen Impfpasses derweil zufrieden. © Foto: Christian Weidinger

Es dauert keine fünf Minuten, dann hat sie den Nachweis auf ihrem Smartphone. Sabrina Schmitalla benötigte dazu lediglich ihren gelben Impfpass und den Personalausweis. Nachdem sie beides in der Franken-Apotheke in Pegnitz vorgelegt hatte, trug Inhaber Markus Mauerer die Daten im Online-Portal ein und druckte die Bestätigung aus. Schmitalla scannte den QR-Code, der sich darauf befindet, und hatte kurz darauf die Bestätigung in ihrer App: Sie wurde bereits zweimal geimpft. "Ich bin überrascht, dass es so schnell ging", meint Schmitalla. Sie benötige den digitalen Impfpass für eine mögliche Reise, vielleicht auch für ihre Arbeit. Nicht nur die Franken-Apotheke stellt seit Anfang der Woche den digitalen Impfpass aus – auch in anderen Apotheken ist das ab sofort möglich. Eine Umfrage unter den Betreibern in der Region zeigt: Es klappt bereits ganz gut mit dem digitalen Impfausweis.

Schnelle Lösung

"Anfangs hat man gemerkt, dass das Portal noch etwas langsam läuft", erzählt Mauerer. Es habe allerdings nicht lange gedauert und alles funktionierte ohne Probleme. Er und sein Team fühlen sich auf die steigende Nachfrage gut vorbereitet. "Nicht wie damals bei der Ausgabe der FFP 2-Masken", erinnert sich der Apotheker. Bereits vergangene Woche kamen die ersten Anfragen von Kunden, ab wann die Nachweise ausgestellt werden und was dafür benötigt wird. "Die Nachfrage ist definitiv vorhanden, allerdings kann ich nicht behaupten, dass wir momentan überrannt werden", sagt der Inhaber der Franken-Apotheke. 

Auch in der Hirsch Apotheke in Pegnitz ist das nicht der Fall. Wobei: "20 Personen waren bereits Montagmorgen bei uns und haben sich ihre Zweitimpfung bestätigen lassen", sagt Elisabeth Dumbach. Bereits vergangene Woche hätten sich Menschen, auch aus umliegenden Ortschaften, nach dem Verfahren erkundigt. "Sie benötigen entweder ihren Impfpass oder eine Bestätigung vom Impfzentrum oder Hausarzt über die Zweitimpfung. Und den Ausweis bitte nicht vergessen", habe sie den Anrufern in einer solchen Situation erklärt. Sich bereits die erste Impfung bestätigen zu lassen, das wäre nicht sinnvoll. Darauf verweist die Apothekerin und bittet Interessierte, nur dann vorbei zu kommen, wenn sie bereits vollständig immunisiert sind. Eine allzu lange Wartezeit brauche niemand zu fürchten. "Sollte ein Kunde in Eile sein, kann er auch gerne seien Impfpass und den Personalausweis bei uns abgeben und die Bestätigung nach seinem Einkauf abholen", meint Dumbach.

Ausgedruckte Bestätigung reicht

Ältere Menschen, die kein Smartphone besitzen oder denen die Bedienung schwer fällt, müssten sich keine Sorgen machen. Die ausgedruckte Betätigung in Verbindung mit dem Personalausweis werde bei Ämtern oder einer Reise ebenfalls als Nachweis eines Impfschutzes akzeptiert. Dumbach ist zufrieden mit dem Start des digitalen Impfausweises. "Die ersten Stunden waren etwas holprig, aber inzwischen funktioniert alles ohne Probleme."

Das wird inzwischen auch in Pottenstein der Fall sein. Montagmorgen berichtete die Stadt Apotheke in Pottenstein noch von kleineren technischen Problemen. "Ich bin mir jedoch sicher, dass wir diese schon bald in den Griff bekommen und spätestens Dienstag den Nachweis ausstellen können", sagt Filialleiterin Olga Leonova. Problem sei das Portal gewesen, welches nicht sofort wie gewünscht funktionierte. Auch darüber, wie die zusätzliche Leistung von der Apotheke abgerechnet werden kann, habe man bislang noch nichts erfahren. "Wir machen es eben. Was nötig ist, ist eben nötig", sagt sie. Leonova rechnet nicht mit einem großen Ansturm auf den digitalen Nachweis. Viele hätten ja bereits ihren Impfpass, welcher den Impfschutz nachweist. Was nicht heißt, dass es keine Nachfrage nach dem digitalen Pass gibt: "Schon vergangene Woche haben Kunden bei uns angerufen und sich erkundigt, wie alles funktioniert". 

Die Brunnen Apotheke in Creußen hat am Montag ebenfalls bereits die ersten Nachweise ausgestellt. Das teilt eine Mitarbeiterin der Apotheke auf Anfrage der Redaktion mit. Zu Beginn habe man auch dort mit Verbindungsproblemen gekämpft, die jedoch schnell behoben werden konnten. "Es ist nicht so, dass sie uns die Bude einrennen. Da hatten wir noch ganz andere Zeiten", sagt die Mitarbeiterin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will.

Hohe Nachfrage

Dennoch: Seitdem bekannt wurde, dass die Apotheken schon bald Nachweise ausstellen, habe das Telefon geklingelt. Das sei jedoch kein größeres Problem, schließlich nehme das Ausstellen des Impfnachweises nicht viel Zeit in Anspruch. "Niemand muss mit langen Wartezeiten rechnen", betont die Apothekerin. Alternativ hätten auch dort Kunden die Möglichkeit, Impf- und Personalausweis abzugeben und sich die Bestätigung kurze Zeit später abzuholen. Das sei kein Problem, "schließlich gehen die Menschen ja ohnehin meist zu ihrer Stamm-Apotheke".

INFO: Geimpfte, die sich ihre Zweitimpfung von einer Apotheke bestätigen lassen wollen, können sich auf der Seite des Deutschen Apothekerverbandes – www.mein-apothekenmanager.de – informieren, bei welcher Apotheke das möglich ist. 

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