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Diözesan-Caritas übernimmt St. Hedwig

Auerbacher Verein zieht sich zurück — Schon bisher wurden viele Arbeiten von Bamberg aus gesteuert - 15.10.2014 18:15 Uhr

Das Alten- und Pflegeheim St. Hedwig in Auerbach geht vom örtlichen Caritasverein in die Trägerschaft des Caritasverbands für die Diözese Bamberg über. Für Mitarbeiter und Bewohner hat das keine Folgen. © Foto: Brigitte Grüner


Am Montag fand in Auerbach eine Mitarbeiterversammlung statt, bei der Personalleiter Richard Karl und Friederike Müller, die Bereichsleiterin für trägereigene Einrichtungen, die Beschäftigten über die Neuerungen informierten. Sie sicherten zu: Alle Mitarbeiter werden vom neuen Träger übernommen. Von den Anwesenden gab es keinen Protest oder Ähnliches. Sie erhielten ein Info-Blatt mit Details zur Trägerschafts-Übernahme.

Zu der Versammlung war auch der bisherige Träger, der örtliche Caritasverein, eingeladen. „Aber weder Herr Eckert noch ein anderes Vorstandsmitglied ist gekommen“, so Müller. Der Dekan, zugleich Vorsitzender des Caritasvereins, ist bis zum nächsten Wochenende nicht abkömmlich, konnte also an dem Treffen nicht teilnehmen. Müller weist darauf hin, dass der Beschluss zur Übernahme von beiden Caritas-Verbänden (Auerbach und Bamberg) unterzeichnet worden sei.

Nur eine Formalie

„Eigentlich ist die Übernahme nur eine formale Sache“, so Müller weiter. Denn der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg hat bereits am 1. September 2012 die Geschäftsführung des Alten- und Pflegeheims übernommen. Der Grund waren damals wirtschaftliche Probleme.

Im Auftrag des bisherigen Trägers, des Caritasvereins Auerbach, überprüften Berater aus dem Diözesan-Caritasverband alle Abläufe in Pflege, Hauswirtschaft, Haustechnik und Verwaltung. Dabei konnten Verbesserungen erfolgreich umgesetzt werden. So wurden Heimverwaltung und Dienstplanung sowie Buchhaltung auf die im Diözesan-Caritasverband erprobten EDV-Systeme umgestellt. Das Auerbacher Haus wurde in den zentralen Einkauf des Diözesan-Caritasverbandes ebenso eingebunden wie in die zentrale Personalverwaltung. Einrichtungs-, Pflegedienst- und Hauswirtschaftsleitung nehmen an den entsprechenden Konferenzen für das Führungspersonal der Einrichtungen des Diözesan-Caritasverbandes teil.

All diese Maßnahmen führten bereits dazu, dass sich die wirtschaftliche Situation und die Belegung des Hauses verbessert haben. „Die Auslastung ist nun wesentlich stabiler“, betont Müller. Der jetzige Schritt erfolge, um diesen Weg der Konsolidierung fortzusetzen. Friederike Müller betont ausdrücklich: Für die Bewohner und auch die Mitarbeiter ändert sich so gut wie nichts. Der Betrieb läuft weiter wie bisher. Denn die Buchhaltung läuft beispielsweise bereits seit zwei Jahren über Bamberg.

Für das Auerbacher Bürgerspital, das seit 2004 vom benachbarten Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Hedwig mitbetreut wird, aber die Anforderungen des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes nicht mehr erfüllt, liegen bereits konkrete Sanierungsplanungen vor, so Müller. Sie wurden in Zusammenarbeit mit dem kirchlichen Wohnbau-Unternehmen Joseph-Stiftung und in enger Abstimmung mit der Stadt Auerbach erstellt. Die Vertreterin der Caritas weiß, dass noch weitere Gespräche mit der Regierung der Oberpfalz geführt werden müssen. Das bestätigte auch Bürgermeister Joachim Neuß auf Anfrage.

Von Friederike Müller war noch zu erfahren, dass ein Beschluss des Auerbacher Stadtrats über die Sanierung des Bürgerspitals wohl noch in diesem Jahr erfolgen soll, denn das gemeinsame Ziel sei es, im kommenden Jahr mit der Sanierung zu beginnen. 

K. ALTMANN–DANGELAT

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