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Drohneneinsatz der Nitzlbucher Feuerwehr: Diskussion geht weiter

Über Drohneneinsatz der Feuerwehr soll erneut diskutiert werden. - 17.05.2020 11:55 Uhr

13 Kameraden haben bereits eine Flugerlaubnis für die Drohne der FW Nitzlbuch erworben. Im Einsatz darf die Drohne bislang allerdings nicht geflogen werden, bedauert nicht nur Kommandant Xaver Leipold.


Stadtrat Herbert Appl zitierte in der jüngsten Sitzung des Gremiums aus einem Brief aus dem Innenministerium vom 16. März. Dieses sei in Kopie auch an die Stadt und an den Kreisbrandrat gegangen. Die Argumente der Ortswehr seien bekannt, so der CSU-Sprecher. Die Floriansjünger wollen den Schutz für die Bevölkerung erhöhen. Man dürfe auch nicht vergessen, dass private Sponsoren am Kauf der Drohne beteiligt waren, so Appl. Auch haben bereits einige Mitglieder eine Schulung für den Drohnenflug gemacht. Der Innenminister schlage jedenfalls vor, dass sich die Beteiligten nochmals zusammensetzen und eine gute Lösung suchen. "Nun ist die Stadt am Ball", fand Herbert Appl.

Bürgermeister Joachim Neuß sah dies anders. Die Stadt beschaffe lediglich die Einsatzmittel der Feuerwehren. Die Einsatztaktik bestimme die Feuerwehrführung. Die Stadt könne Kreisbrandrat Fredi Weiß keine Befehle erteilen. Ihm sei bekannt, dass auf Landkreisebene ein eigener Drohnenzug eingerichtet wird, so Neuß. Fakt sei, dass es rund um den Truppenübungsplatz ein Flugverbot gibt. Nachteilig sei wohl auch, dass die Feuerwehr ihre Drohne ohne vorherige Absprache beschafft hat, sagte der Rathauschef. Er hoffe auch, dass ein Kompromiss möglich sein wird. Herbert Appl dürfe gerne mit dem Kreisbrandrat in dieser Sache "verhandeln", sagte Neuß.

Bei der Hauptversammlung der Feuerwehr sei das Thema "Drohne" bereits ausführlich diskutiert worden, berichtete Josef Lehner (CUU). "Von Seiten der Stadt hat niemand etwas gegen einen Einsatz der Drohne", so der Feuerwehrbeauftragte des Stadtrats. Der Einsatz im Gewerbegebiet am Pferracher Berg in Michelfeld habe wieder gezeigt, wie wichtig eine Wärmebildkamera aus der Luft ist. Es sei extra ein Polizeihubschrauber für diese Aufgabe angefordert worden. Mit einer Wärmebildkamera an der Drohne hätte man den Brandeinsatz wohl auch beobachten können.

Edmund Goß (SPD) meinte, dass die Angelegenheit von Anfang an ungünstig gelaufen sei. Auch in seiner Fraktion sei oft darüber diskutiert worden. Dass die Entscheidung nun bei der Feuerwehrführung im Landkreis liegt, sei bekannt. Ein weiteres klärendes Gespräch – so wie es der Innenminister in seinem Brief vorschlägt – sollte nicht außer Acht gelassen werden.

Neuß wies auf eine bereits anberaumte Sitzung aller Kommandanten der Ortswehren und den Feuerwehrführungskräften hin. Er vermute, dass die "Drohne" auch bei diesem Termin ein Thema sein wird.

bg

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