Donnerstag, 27.02.2020

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Eigene Räume für die Schulkind-Betreuung?

Räte wollen Übergangslösung in früherer Wohnung – aber nur, wenn das die Förderung des Anbaus nicht gefährdet. - 12.02.2020 13:55 Uhr

Raumnot prägt die Kindertagesstätte Gottvaterberg. Vor allem für die Schulkindbetreuung ist dringend zusätzlicher Platz nötig. Dieser soll nun übergangsweise in der ehemaligen Wohnung im ersten Stock des Altbaus geschaffen werden. © Foto: Klaus Trenz


Umgesetzt werden soll das allerdings nur dann, wenn dadurch die staatliche Förderung für den geplanten Anbau nicht gefährdet wird. Dessen Fertigstellung, so schätzen die Räte, wird aber wohl erst im Spätsommer 2021 erfolgen.

Der Marktgemeinderat will die momentane Raumknappheit, die vor allem durch die Schulkindbetreuung entsteht, vom Tisch haben und zwar noch in diesem Jahr zu Beginn des Schuljahrs 2020/21. Dazu soll die alte Wohnung entsprechend umgebaut werden und für die Schulkindbetreuung rund 53 Quadratmeter Fläche bieten. Nach einer ersten Schätzung wird dieses Vorhaben 180 000 Euro kosten. "Wenn dann der Anbau fertig ist", so Bürgermeister Karlheinz Escher, "können wir umziehen und hätten dann geeignete Räume für beispielsweise eine Notgruppe."

"Wir haben sehr viele Anmeldungen", berichtete zweite Bürgermeisterin Renate Pickelmann (ÜWG). Entsprechende Räume für die Schulkindbetreuung würden den Eltern Planungssicherheit bringen. Die Räume seien zwar nur eine vorübergehende Lösung, "die wir aber immer brauchen werden". Wie Heinz Stark (ÜWG) machte sie ihre Zustimmung für das Vorhaben ausdrücklich davon abhängig, dass der Ausbau der Wohnung nicht mit den Fördervoraussetzungen für den Anbau kollidiert. "Mir widerstrebt die Geschichte, aber sie ist dringend nötig", sagte Hans Herzog (CSU). Die Gemeinde plane einen Anbau für 600 000 Euro und gebe jetzt noch mal rund 200 000 Euro für den Ausbau der Wohnung aus, resümierte Herzog und befand: "Ich weiß nicht, ob die Bürger dafür Verständnis haben." Aber: "Es besteht dringender Handlungsbedarf".

Die Räume seien nach Fertigstellung des Anbaus "nicht verloren", betonte Escher. Man habe dann immerhin kindgerechte und nach den Brandschutzvorschriften geeignete Räume. Er wies darauf hin, dass ab 2025 Schulkinder ein Recht auf einen Betreuungsplatz haben werden.

Franz Xaver Schmidtmaier (WG Bernheck) sowie Stefan Keck (CSU) sahen das Vorhaben kritisch. "Wir schaffen auch durch den großen Anbau keine zusätzlichen Kapazitäten", sagte Keck. Schmidtmaier machte den Vorschlag, "die ganzen Erweiterungspläne noch einmal zu überdenken", möglicherweise sogar noch großzügiger zu erweitern. Dieser Vorstoß erntete aber breite Ablehnung. Man will jetzt schnellstmöglich abklären, ob ein Ausbau der Wohnung die Förderbestimmungen für den Anbau des Mehrzweckraums tangiert.

KLAUS TRENZ

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