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Sonntag, 26.05.2019

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Ein Dorf packt an: Kühlenfelser schmückten Osterbrunnen

Armin Zapf freut sich, dass der Heimatverein gerade einen zukunftsträchtigen Aufschwung erlebt. - 19.04.2019 08:28 Uhr

Mit etwa 500 bemalten Eiern haben die Kühlenfelser ihren Osterbrunnen geschmückt. Organisiert wurde die Aktion wieder vom örtlichen Heimatverein.


Um 7.30 Uhr ging es los. Die Männer holten frisches, nach Frühling duftendes Streu aus dem Wald. Im nahegelegenen Feuerwehrhaus banden die Damen die bauchige, ausladende Krone. Viele Kinder halfen mit. "Im Winter malen wir unsere Eier an und vervollständigen unseren Vorrat. Alle Eier, meist ausgeblasene Hühnereier, aber auch Enten- und Straußeneier, werden liebevoll mit der Hand angemalt", erzählte Zapf.

Etwa 500 Eier

Er schätzte die Anzahl auf um die 500 Eier, die farblich strukturiert den liebevoll gestalteten Brunnen schmückten. "In der kalten Jahreszeit treffen wir uns zwei bis dreimal privat in den Kellern. Dabei werden von den Älteren Geschichten von früher erzählt und alle malen entspannt und lauschen den Geschehnissen von damals. Jetzt am Palmsamstag helfen alle mit, die Zeit haben."

"Tradition weiterführen"

Um 14 Uhr waren alle Handgriffe erledigt. Der Brunnen am Dorfplatz unterhalb der Kirche glänzte fertig geschmückt. Die fleißigen Helfer hatten sich redlich Kaffee, Kuchen und Würstchen verdient. "Unser Ortsmittelpunkt am neu gerichteten Spielplatz, daneben das historische Schloss, ist ein guter Anziehungspunkt für das ganze Dorf. Jetzt zur Osterzeit kommen auch viele Besucher, die unseren besonderen Osterbrunnen anschauen möchten", sagte Armin Zapf.

Lukas Distler und Annika Bager sind zwei der helfenden Kinder, die bis zuletzt blieben. Sie schauten, ob alle Eier richtig gesteckt wurden und ob ihre angemalten Eier dabei waren. "Wir versuchen die Tradition weiterzuführen", sagte Häfner. Die emsigen Helfer berieten bis zum Schluss, ob das liebliche Hasenpaar lieber links oder rechts vom Wasserhydranten sitzen sollte und wie die Blumen am besten angeordnet werden.

Zum Schluss waren alle zufrieden und haben wieder einmal bewiesen, wie eine Dorfgemeinschaft funktionieren kann. Armin Zapf freute sich, dass der Heimatverein gerade einen zukunftsträchtigen Aufschwung erlebt. Im Moment treten viele 17- bis 20-Jährige dem Verein bei. 

VON ROSI THIEM

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