Samstag, 18.01.2020

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Ein Hauch von Abschiedswehmut auf Waischenfelder Stadtratssitzung

Edmund Pirkelmann und sein Stellvertreter Paul Lindner scheiden im Frühjahr aus - 11.12.2019 17:48 Uhr

Die alte Wiesentbrücke in Waischenfeld: Bürgermeister Pirkelmann hofft, dass der Landkreis das Bauwerk im kommenden Jahr sanieren wird. © Foto: Thomas Weichert


Bemerkenswert war der Abend, weil es sowohl für Bürgermeister Edmund Pirkelmann als auch für seinen langjährigen Stellvertreter Paul Lindner das letzte Treffen mit den anderen Räten in der Vorweihnachtszeit war. Lindner gehörte dem Stadtrat Waischenfeld seit 1990 an, Pirkelmann mit einer kurzen Unterbrechung sogar seit 1984.

Nicht nur diese beiden treten nicht mehr an, sondern auch acht weitere Stadträte. Kein Wunder, dass hin und wieder etwas Wehmut aufkam – vor allem in Lindners kurzer Ansprache. Pirkelmann war in seiner offiziellen Ansprache nüchterner. Aber im privaten Gespräch griff er tief in die Erinnerungskiste und brachte manch Erstaunliches ans Tageslicht.

Er präsentierte den Räten in seiner Rede zahlreiche positive Fakten. So wies er beispielsweise darauf hin, dass die Kommune nun schon im zweiten Jahr in Folge keinen Kredit aufnehmen musste. Das vor allem auch wegen der finanziellen Stabilisierungshilfe des Freistaates.

Der Bürgermeister lobte die Männer des Bauhofs für ihren nicht immer leichten Einsatz. Er dankte dem Arbeitstrupp des Naturparks für den Ausbau des Buchbergs und des Harletzsteiner Wegs, "das ist ein wunderbarer Panoramaweg geworden".

Und obwohl er nur bis zum 15. März die Geschicke der Stadt leiten wird, gab Pirkelmann einen ausführlichen Ausblick auf das, was 2020 ansteht – beispielsweise der Anschluss der Orte Gösseldorf, Heroldsberg, Saugendorf sowie Rabeneck an die Juragruppe.

Die Schulsanierung wird mit dem Anbau eines Treppenhauses mit Aufzug fortgesetzt. Im Baugebiet Waischenfeld-Nord will die Kommune weitere Bauplätze erschließen.

Ausführlich erörterte er das Thema Klärschlammverwertung. In Nankendorf soll die Straße Lochberg saniert werden. Pirkelmann hofft, dass die alte Wiesentbrücke im Stadtzentrum vom Landkreis 2020 endlich saniert wird – es handelt sich um ein Thema, über das schon öfter gesprochen worden ist.

Keine Verzögerung (auch unter einem neuen Bürgermeister) wird es wohl bei der Erneuerung der WC-Anlage auf der Burg Waischenfeld geben. Ob es hingegen zu einer Flurneuordnung im Bereich Hannberg kommt, ist zurzeit fraglich. Gösseldorf und Saugendorf sind eingeplant. Bis zum Jahresende soll auch der Abbruch des alten Brauereigeländes abgeschlossen sein. Denn am Silvestertag wird das Areal als Parkplatz für die Besucher des Lichterfestes gebraucht. 2020 sollen dann die Planungen für die künftige Platzgestaltung folgen.

In der Stadtratssitzung wurde die finanzielle Unterstützung des mobilen Mittagstisches in der Kommune verlängert. Eine örtliche Metzgerei bereitet das Essen zu, das zum Preis von fünf Euro bestellt werden kann.

KLAUS ALTMANN-DANGELAT

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