Freitag, 05.03.2021

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Ein Stück Normalität: So trotzte der Pottensteiner Tennisclub der Corona-Krise

Durch ein ausgeklügeltes Hygienekonzept war ein geregelter Betrieb beim TC Pottenstein möglich - 22.02.2021 11:55 Uhr

Mit ausreichend Abstand konnten die Trainer des Tennisclubs Pottenstein trotz Corona im vergangenen Sommer spielen und üben. Neben dem Sport stehen dieses Jahr auch Bauarbeiten an.

21.02.2021 © Foto: privat


Eigentlich würde sich der Verein allmählich darum kümmern, die Plätze vorzubereiten, doch mit der anhaltenden Corona-Pandemie habe sich einiges verändert. "Als der erste Lockdown verhängt wurde, wussten wir zunächst nicht, wie es weitergehen soll", erinnert sich Fabian Mayer. Anfang April habe man sich Gedanken gemacht, was für den Verein das Beste wäre. So bereiteten die Mitglieder zunächst die Plätze vor und das alles nach Vorschrift. "Wir haben kleine Gruppen zusammengestellt, Personen aus einem Hausstand oder einzelne Mitglieder zur Anlage geschickt, die dann alles vorbereitet haben." So umging der Club, dass sich zu viele Menschen vor Ort trafen und konnte damit trotzdem sicherstellen, dass alles aufgebaut war, falls doch Lockerungen verkündet worden wären. Es habe alles etwas länger gedauert als sonst, aber ohne den eigentlichen Betrieb sei das Ganze nicht so schlimm gewesen.

Viele Vorbereitungen

Wann das erste Team letztendlich wieder auf dem Spielfeld stand, das kann Fabian Mayer gar nicht mehr genau sagen, doch was er alles dafür tun musste, daran erinnert er sich noch gut: Die Mitglieder mussten ein Hygienekonzept erstellen und dieses auch umsetzen, das Vereinsheim musste schließen und sogar die Toiletten mussten geschlossen bleiben. "Umziehen ging nur außerhalb. Die meisten kamen letztendlich bereits umgezogen und spielten so, wie sie auch aus dem Auto ausgestiegen sind." Der Tennisclub habe Glück, da die Anlage groß genug sei. So gab es kaum Berührungspunkte zwischen den Spielern und keiner kam dem anderen zu nahe. "Sogar im Doppel konnten unsere Mitglieder vergangenes Jahr spielen. Aus einem Hausstand ist das kein Problem", sagt Fabian Mayer.


Sport trotz Lockdown: So kann man in der Freizeit aktiv werden


Dadurch, dass der Spielbetrieb im Sommer 2020 weiterging, kehrte etwas Normalität ins Leben der Mitglieder zurück, ist sich Fabian Mayer sicher. Das Training habe irgendwann genau so stattgefunden wie in den Jahren zuvor. Die Spieler hätten sich verabredet und auf den Tennisplätzen gegeneinander gespielt. Durch diese "Freiheit" habe der Tennisclub sogar weitere Mitglieder dazu gewinnen können. "Es hat sich anscheinend rumgesprochen, dass man Tennis noch spielen darf und so kamen Interessierte auf uns zu und sind auch geblieben. Herren wie Damen", berichtet Mayer und klingt dabei sehr stolz auf das Erreichte. Als der Winter kam, wurde es wieder etwas ruhiger um den Verein. Der Club verfüge über keine Halle, in der die Tennisspieler trainieren oder gegeneinander spielen könnten. Dennoch sollten alle fit bleiben und genau aus dem Grund wurde ein digitales Training angeboten. "Ein lizenzierter Trainer hat ein Körpergewichtstraining per Videochat angeboten. Das, was teilweise im Sommer außen stattgefunden hat, konnte so zuhause geübt werden." Zwei Kurse gebe es pro Woche und ungefähr 16 bis 20 Personen trainieren dabei gleichzeitig.

Auch in diesem Jahr soll beim TC Pottenstein wieder der Ball fliegen. Doch nicht nur sportlich wollen sich die Mitglieder betätigen. So seien kleinere Bauvorhaben geplant, die gemeinsam umgesetzt werden sollen. "Wir wollen die Zeit nutzen und bei einigen Projekten vorankommen. Je nachdem, wie es die Umstände zulassen, wollen wir zum Beispiel einen neuen Geräteschuppen bauen. Außerdem wollen wir die gesamte Anlage verschönern und eine Natursteinmauer hochziehen."

TC steht gut da

Alles in allem gehe es dem Verein nicht schlecht. Es könnte zwar besser sein, aber der Tennissport scheine besonders gut durch die Pandemie zu kommen, meint Fabian Mayer. "Klar müssen sich unsere Mitglieder darauf einstellen, dass sie nicht duschen können, dass es kein Händeschütteln mehr gibt und vieles andere. Die Hauptsache ist doch, dass man gesund bleibt und sich sportlich betätigen kann." Die Spieler hätten dies verinnerlicht und hielten sich stets an die Hygienekonzepte. So habe es keinen einzigen Corona-Fall innerhalb des Vereins gegeben. "Die Leute sind sich der Situation bewusst, dass es unserem Verein, so wie es läuft, gut geht und haben das perfekt umgesetzt."

MARTIN BURGER

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