"Eishockey News" handeln Ice Dogs als Überraschungsteam

4.10.2017, 23:05 Uhr
Trainer Stan Mikulenka (r.) zollt Jens Braun (l.) hohes Lob:

Trainer Stan Mikulenka (r.) zollt Jens Braun (l.) hohes Lob: "Der neue sportliche Leiter hat hat gute Arbeit geleistet." © Reinl

Hier eine Übersicht über die wichtigsten personellen Veränderungen bei den einzelnen Vereinen:

ESV Buchloe: Die Pirates setzen vor allem auf den eigenen Nachwuchs. Dazu kommen der 19-jährige Stürmer Maximilian Gerbold aus dem DNL-Team des ESV Kaufbeuren sowie mit Simon Beslic (Landsberg) und Maximilian Raß (Schongau) zwei junge Verteidiger mit Bayernliga-Erfahrung. Als Kontingentspieler löst Martin Zahora vom Landesligisten Kempten seinen tschechischen Landsmann Lukas Hruzik ab. Ziel ist die Verzahnungsrunde.

ESC Dorfen: Der Kanadier John Samanski löste Trainer Heinz Feilmeier ab, der im Unfrieden nach Germering gewechselt ist und gleich einige Spieler mitgenommen hat. Kevin Yeingst ersetzt den langjährigen Stammkeeper Andreas Tanzer, Tobias Fengler (Erding) und Alexander Elsberger aus dem Landshuter Oberliga-Nachwuchs sollen die Abwehr stabilisieren. Der beste Ausländer der vergangenen Saison, Lucas Miculka, bekommt mit dem Amerikaner Trevor Hills (Suny Geneseo) einen zweiten Kontingentspieler an die Seite. Ziel ist ein Platz unter den Top 5.

Erding Gladiators: Trotz der holprigen vergangenen Saison verzichtet der TSV auch aus finanziellen Gründen auf Kontingentspieler. Risikoreich setzen die Verantwortlichen nach dem beruflich bedingten Abschieds von Torwart Louis-Vincent Albrecht auf drei junge Goalies. Die bärenstarke Verteidigung um den aus Dorfen zurückgekehrten Alex Rauscher soll Gefahr vom Tor abhalten. Den relativ dünn besetzten, aber sehr routinierten Angriff werten Dominik Retzer (Germering) und Stephan Hiendlmeyer (Höchstadt) auf. Ziel ist die Play-off-Runde.

EV Füssen: Sportlich 2015 eigentlich in die Bayernliga abgestiegen, musste sich der Traditionsverein wegen einer Insolvenz von ganz unten wieder hoch arbeiten. Mit einem Schnitt von 1100 Zuschauern und einem Etat von einer halben Million Euro setzt der neue EVF auf ein gewachsenes Team, das mit den Rückkehrern Andreas Jorde im Tor und dem Top-Scorer Thomas Böck (beide Pfronten) sowie dem Sohn der Legende Schorsch Holzmann (Essen) angereichert wird. Lubos Velebny, der in der Landesliga schon ausgeholfen hat, soll seine Erfahrung aus der ersten slowakischen Liga einbringen. Ziel ist die Zwischenrunde.

ESC Geretsried: Anders als in der vorigen Saison wollen die River Rats mit dem neuen Trainer Ludwig Andrä, der den nach Bad Tölz abgewanderten Florian Funk ersetzt, diesmal mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Als Garanten hierfür werden der DEL-erfahrene Keeper Martin Morczinietz sowie Stephan Englbrecht und Christian Heller gesehen, die zuletzt mit Miesbach in die Oberliga aufgestiegen sind. Zudem kommen vom DEL2-Club Bad Tölz die Stürmer Daniel Merl und Michael Hölzl. Seine Karriere beendet hat Kapitän Andreas Dornbach. Ziel ist die Verzahnungsrunde.

Wanderers Germering: Der krisengeplagten Vorsaison folgte ein personeller Umbruch mit neun Neuzugängen und acht Abgängen. Der neue Trainer Heinz Feilmeier hat zwei Spieler aus Dorfen mitgebracht, darunter mit seinem Sohn Tobias einen Top-Scorer. Weil in der Region kein geeigneter Torwart zu finden war, fiel die Wahl auf den erst 18-jährigen Martin Hauser (Pisek) aus der dritten tschechischen Liga. Dazu kommt mit Jaroslav Sarsok ein Abwehr-Hüne, der zuletzt mit Presov Meister der zweiten slowakischen Liga geworden ist. Geballte Erfahrung bringen ferner Christian Köllner (Schönheide), der ehemalige DEL-Profi Rainer Suchan sowie Tobias Kirchhofer (Bad Tölz) und Maximilian Hermann (Memmingen mit. Nach Boston zurückgekehrt ist dagegen Publikumsliebling J. C. Cangelosi. Ziel: Klassenerhalt.

Absteiger Höchstadter EC gilt als Aufstiegs- und Titelaspirant. Helfen bei der Rückkehr in die Oberliga soll Vitalij Aab, der mit der Erfahrung aus 635 DEL-Partien zu den Alligators gewechselt ist.

Absteiger Höchstadter EC gilt als Aufstiegs- und Titelaspirant. Helfen bei der Rückkehr in die Oberliga soll Vitalij Aab, der mit der Erfahrung aus 635 DEL-Partien zu den Alligators gewechselt ist. © Foto: Thomas Hahn

Höchstadter EC: Der Überraschungs-Absteiger aus der Oberliga konnte nahezu alle Leistungsträger halten. Für Schlagzeilen sorgte allerdings der Wechsel des Publikumslieblings Daniel Sikorski zum Konkurrenten Pegnitz. Verstärkt werden die Alligators durch Jiri Mikesz vom Oberligisten Lindau und den prominentesten Crack der Vereinsgeschichte, den ehemaligen Nationalspieler Vitalij Aab, der viel Erfahrung aus 635 DEL-Partien mitbringt. Mit Marc Roth (Linz) und Felix Ribarik (Regensburg) wurde die notwendige Verjüngung des Kaders eingeleitet. Ziel ist eindeutig der sofortige Wiederaufstieg in die Oberliga Süd.

HC Landsberg: Der neue Trainer Randy Neal sollte aus Peißenberg neben seinem Sohn Denis auch noch den Stürmer des Jahres 2015/16 mitbringen, doch Tyler Wiseman fällt krankheitsbedingt die ganze Saison aus. Da man sich vorher schon von Cody Freeman getrennt hatte, war guter Rat teuer. Kurzfristig wurde Bohumil Slavicek aus der zweiten tschechischen Liga verpflichtet. Ferner kam der Verteidiger Thomas Zeck vom Oberligisten Peiting. Ansonsten setzt der HCL auf sein bewährtes Team und den Nachwuchs, muss aber aktuell wegen einiger Verletzter mit einem Rumpfteam auskommen. Ziel ist das Play-off-Viertelfinale.

EV Moosburg: Die "Schießbude" der vergangenen Saison präsentiert sich mit dem Oberliga-Keeper Thomas Hingel (Waldkraiburg), dem Kanada-Rückkehrer Julian Fink und Marc Lenczyk (Dorfen) in der Verteidigung sowie dem tschechischen Topstürmer David Michel (Erding) und Oliver Wawrotzky (Passau) im Angriff runderneuert und mit Nachwuchscracks aus dem Raum Dingolfing deutlich verjüngt. Seine Karriere beendet hat mit Alexander Feistl einer der besten Scorer. Ziel ist die Verzahnungsrunde.

EHF Passau: Mit jungen, hungrigen Spielern aus der Region schielen die Black Hawks mittelfristig in Richtung Oberliga. Entsprechende Erfahrung bringen Keeper Andreas Resch, Verteidiger Arthur Platonow sowie die Stürmer Philipp Müller aus Deggendorf und Svatopluk Kerka aus Regensburg mit. Aus Moosburg kommt Dominik Schindlbeck. Die Top-Transfers aber sind der Verteidiger Niklas Mayrhauser vom österreichischen Erstligisten Linz und der aus Tschechien zurückgekehrte Petr Sulcik, der in 210 Spielen beim Oberligisten Rostock einst 293 Tore erzielt hat. Ziel ist mindestens ein Play-off-Platz.

EV Pegnitz: Einen personellen Umbruch vom Vorsitzenden über den sportlichen Leiter bis zur Mannschaft haben die Ice Dogs hinter sich. Nicht mehr dabei sind "Eishockeygott" Markus Schwindl, Oleg Seibel (Höchstadt) und Spielertrainer Florian Müller. Dafür bekam der neue Trainer Stan Mikulenka zehn neue Cracks unter seine Fittiche, darunter Hochkaräter wie Torwart Julian Bädermann (Bayreuth), den Ex-DEL-Verteidiger Daniel Sevo, Daniel Sikorski (Höchstadt), Pierre Kracht (Hamburg), Daniel Krieger (Limburg) oder den Rückkehrer Michael Kuhn (Bayreuth). Ziel ist die Verzahnungsrunde.

TSV Peissenberg: Der neue Trainer Sepp Staltmayr kann auf ein erfolgreiches und eingespieltes Team setzen, dem nur Denis Neal und Tyler Wiseman nicht mehr angehören. Neu sind Florian Höfler (Schongau) und Brandon Morley aus der höchsten amerikanischen Universitätsliga. Außerdem kann wegen der neuen Ausländerregel auch der Slowake Dejan Vogl nunmehr kontinuierlich eingesetzt werden. Ziel: Den Fans so lange wie möglich Freude bereiten.

EC Pfaffenhofen: Auf der Kontingentstelle wurde der Österreicher Michael Lackner durch die beiden Kanadier Jake Fardoe (Lauterbach) und Michael Chemello (Florida Gulf) ersetzt. Der Wechsel von David Felsoci nach Regensburg soll durch die Neuzugänge Christian Birk (Rückkehrer aus Moosburg), Stefan Huber (Regensburg) und Stefan Maier (Dingolfing) kompensiert werden. Ziel: Besser abschneiden als zuletzt.

EA Schongau: Der sportliche Absteiger blieb nur in der Liga, weil Aufsteiger Bad Kissingen kein Stadion zur Verfügung hat. Neuer Trainer ist Roman Mucha. Verstärkungen gab es vor allem im Sturm mit dem Letten Vitalijs Hvorostinins (Schönheide), Mike Sabautzki (Lindau) und Martin Schweiger (Landsberg). In der Abwehr behelfen sich die Mammuts mit Nachwuchskräften aus den eigenen Reihen. Ziel: Abstieg vermeiden.

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