Elf Einsätze binnen weniger Minuten: Auerbacher Feuerwehr nach Gewitter gefordert

7.6.2021, 18:21 Uhr
Viele Kanaldeckel wurden infolge des Starkregens hochgehoben. Die Feuerwehr prüfte diese Stellen und reinigte bei Bedarf.

Viele Kanaldeckel wurden infolge des Starkregens hochgehoben. Die Feuerwehr prüfte diese Stellen und reinigte bei Bedarf. © Foto: Brigitte Grüner

Kurz vor 16 Uhr kündigten schwarze Wolken und Donnergrollen das Gewitter an. Als der Regen losbrach, ging es schnell. Schon um 16.07 Uhr wurde die Feuerwehr zur ersten technischen Hilfeleistung gerufen. Ein Keller in der Bergknappenstraße stand unter Wasser. Etwa zehn Minuten später wurde zusätzlich per Sirene alarmiert, denn es war bereits abzusehen, dass mehr Aktive benötigt wurden, und dass dieser Einsatzort nicht der einzige bleiben würde am Montagnachmittag. 

An der tiefsten Stelle im Industriegebiet Lohe fasste der Kanal das Regenwasser nicht. Bei Familie Bühl und im unteren Bereich der Werkstatt von Thorsten Eckert (Bild) liefen die Keller voll.

An der tiefsten Stelle im Industriegebiet Lohe fasste der Kanal das Regenwasser nicht. Bei Familie Bühl und im unteren Bereich der Werkstatt von Thorsten Eckert (Bild) liefen die Keller voll. © Foto: Brigitte Grüner

An mehreren Stellen im Stadtgebiet wurden die Gullideckel hochgehoben, weil der Kanal das Niederschlagswasser nicht fassen konnte. Betroffen waren unter anderem die Adolf-Kolping-Straße, aber auch die Bergknappenstraße und die Industriestraße. Im Gewerbegebiet Lohe sind die Familien Bühl und Eckert nach mehreren ähnlichen Erlebnissen schon vorbereitet auf Starkregen. Vor der tief gelegenen Bühl-Garage wurde eine etwa 15 Zentimeter hohe Metallbarriere angebracht. Dennoch fand das Regenwasser seinen Weg in die Garage unter dem Wohn- und Geschäftshaus. Thorsten Eckert hat bereits vorsorglich Sandsäcke eingelagert und legt diese vor dem Untergeschoß seiner Werkstatt aus. Doch auch hier half der Schutz nur bedingt und der Kellerraum stand dennoch einige Zentimeter tief unter Wasser. Die Familien Bühl und Eckert haben inzwischen eigene Pumpen und Hebeanlagen. Die Feuerwehr musste nur noch zur Kontrolle der Kanaldeckel vorbeikommen. 

In der Bergknappenstraße mussten mehrere Keller ausgepumpt werden. Der Kanal auf der Straße hatten die Wassermengen nicht gefasst.

In der Bergknappenstraße mussten mehrere Keller ausgepumpt werden. Der Kanal auf der Straße hatten die Wassermengen nicht gefasst. © Foto: Brigitte Grüner

Ein Team der Feuerwehr schaute sich nach dem Starkregen alle Gullideckel an, die das Wasser nicht fassen konnten. Bei Bedarf wurden diese gereinigt. In hinteren Bereich der Bergknappenstraße waren drei nebeneinander liegende Häuser betroffen. Mit Pumpen und Wassersaugern halfen die Feuerwehrleute den Bürgern. Bei Familie Friedl stand die Doppelgarage unter Wasser. Stefan Grüner ärgerte sich. Er hatte erst vor zwei Jahren seinen Hausanschluss erneuert, und dennoch hatte er erstmals Wasser im Untergeschoß. Der Kanal auf der Straße direkt vor dem Wohnhaus hatte auch hier den Starkregen nicht fassen können. Teiche zeigten sich nach dem Regen auch auf den noch freien Parzellen im gegenüber liegenden Baugebiet Hopfenoher Straße. Kommandant Sven Zocher koordinierte vor dem Gerätehaus die Kameraden, die in vier Fahrzeugen unterwegs waren.

Keine Kommentare