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Freitag, 19.07.2019

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Endlich: Bademeister für Felsenbad in Sicht

Bewerber will erst unterschreiben, wenn Personalfrage geklärt ist - 13.06.2019 12:00 Uhr

Laut Bürgermeister Stefan Frühbeißer könnte das Felsenbad eigentlich aufmachen — wenn der Bewerber tatsächlich als Bademeister eingestellt wird. © Foto: Martin Burger


Es ist bereits Mitte Juni und die Badesaison hat für viele Bäder schon vor Wochen begonnen. Deswegen und weil sie befürchtete, dass die Natur ihre Spuren am Bad hinterlässt, wollte Margit von Wintzingerode vom Förderverein Felsenbad Pottenstein (FVFP) aktiv werden.

Der Verfall sei ein normaler Vorgang, wenn man sich um so etwas über Monate nicht kümmere. "Die Zeit hinterlässt ihre Spuren – es ist ja ein Naturbad", sagt sie, "ich habe mal über die Mauer geschaut, um mir ein Bild zu machen." Und weiter: "Wir müssen uns ja auch um unsere Burg kümmern, daher kenne ich die Situation und was dort passieren kann. Sonst wuchert es." Zudem ginge es ihr um die Bürger der Stadt, die sich über Jahre für das Bad eingesetzt haben.

"Es ist eine missliche Situation", erklärt Fritz Endreß vom FVFP, "die Stadt ist natürlich dafür verantwortlich, das Bad in Betrieb zu nehmen, oder zumindest dafür zu sorgen, dass es vorangeht." Niemand könne einen Pächter herbeizaubern, deshalb bleibe der Förderverein aktiv und unterstütze. "Man sollte jetzt nicht anfangen den Förderverein kleinzureden. Wir machen viel", sagt Wintzingerode. Unabhängig davon, in welchem Umfang im Felsenbad das Unkraut wächst, sei ihr wichtig, dass das Felsenbad bald geöffnet werde. So habe sie bereits gehört, dass es wohl eine Bewerbung als Bademeister für das Bad gebe. "Ich bin jetzt einfach mal optimistisch und hoffe, dass das klappt", sagt sie und witzelt weiter, "hoffentlich wird das Bad noch in dieser Saison eröffnet."

"Es ist alles bereit"

In trockenen Tüchern sei noch nichts. "Wir hätten schon vor Wochen aufmachen können, wenn wir einen Pächter und Personal gehabt hätten", erklärt Bürgermeister Stefan Frühbeißer. "Von heute auf morgen können wir den Betrieb aufnehmen – es ist alles bereit." So sei seit Jahren die Pflege der Anlage Sache der Stadt Pottenstein gewesen – in Kooperation mit dem Pächter. Die Mitarbeiter der Stadt haben seither die Wasseruntersuchungen durchgeführt und die Technik betreut. Personal der Kläranlage habe das Bad winterfest gemacht und die Überprüfungen durchgeführt. Und die Reinigung des Regenerationsbereichs, einschließlich des Wassers, übernahm der Bauhof mit dem Förderverein.

"Die Wasserqualität ist so gut, man könnte theoretisch sofort reinspringen – das Wasser hat sogar Trinkwasserqualität", erklärt Frühbeißer. Es sei alles vorbereitet. Deshalb verstehe er die vergangene Woche getätigten Aussagen des Fördervereins nicht, dass das Bad von Unkraut bewuchert sei. Er könnte sich nur vorstellen, dass Wintzingerode die Reinigungspflanzen der Filteranlage meint. Diese müssten jedoch so hoch wachsen und wären ganz natürlich. Es sei eben ein Naturbad. Das glasklare Wasser werde nämlich zusätzlich zur Umwälzung durch die Reinigungspflanzen in Kombination mit Mikroorganismen erledigt. "Diese dürfen aber bitte nicht mit Unkraut verwechselt werden", sagt Frühbeißer.

Das Wichtigste sei, dass der Stadtrat bei der nichtöffentlichen Sitzung am Dienstag Bürgermeister Frühbeißer grünes Licht gegeben habe, damit die Fachkraft eingestellt werden kann. "Nach den Rückmeldungen sieht es so aus, dass wir erst in zwei Wochen absolute Klarheit haben", erklärt er, "sobald sichergestellt ist, dass der Interessent unterschreibt, wird auch der Pächter seinen Vertrag unterschreiben." 

MARTIN BURGER

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