Dienstag, 10.12.2019

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Engstellen sollen in Königstein beseitigt werden

Marktgemeinderat Königstein beschließt die Sanierung des einhundert Meter langen Pfarrwegs. Nussbaum soll erhalten werden. - 16.11.2019 18:55 Uhr

Der Königsteiner Pfarrweg ist ein Sanierungsfall: Engstellen, ein Gefälle von teilweise 25 Prozent, unterschiedliche Höhen von Tor- oder Garageneinfahrten und die schlechte Wasserführung bereiten zum Teil erhebliche Probleme. © Foto: Klaus Möller


Der etwa 100 Meter lange Pfarrweg zwischen der Neuhauser und der Hofgartenstraße sei eine echte Problemstraße, so der Ingenieur. Dazu trügen vor allem die Engstellen, ein Gefälle von teilweise 25 Prozent, unterschiedliche Höhen von Tor- oder Garageneinfahrten, die Y-Gabelung im oberen Bereich und die schlechte Wasserführung bei. Zudem wurden Gebäude teilweise auf Gemeindegrund errichtet. Dieses Problem müsse – auch wegen der Beseitigung der Engstellen – vorab durch Zukauf und Verkauf von Grundstücken geklärt werden.

Drei Varianten vorgeschlagen

Drei Sanierungsvarianten, die alle eine bessere Wasserführung, eine Verbreiterung sowie einen verbesserten Höhenausgleich vorsehen, schlug Graf für den Pfarrweg vor. Die erste sieht die grundsätzliche Beibehaltung des derzeitigen Straßenverlaufs vor. Der Vorschlag, den linken Teil des Weges nach der Gabelung zu einem Seitenbereich mit Zufahrtsmöglichkeiten für die Anwohner umzugestalten und nur den rechten Teil zur Fahrspur zu machen, fand den größeren Zuspruch der Königsteiner Räte.

Eine dritte Variante sieht vor, den Seitenbereich vor der Einmündung zur Hofgartenstraße zusätzlich abzuflachen. Zur Hofgartenstraße gelangt man dann über eine Treppe. Im Zuge der Sanierung soll auf jeden Fall der Abwasserkanal erneuert werden. Die Kosten dafür trägt die Gemeinde.

Den Nussbaum im Bereich der Gabelung möchte Bürgermeister Hans Koch (CSU-EL) unbedingt erhalten. Mit einer Sitzgruppe könne diese Fläche noch aufgewertet werden, so Koch bei der intensiven Diskussion um eine möglichst effektive Sanierung des Pfarrwegs mit seinen zahlreichen Problempunkten. Am Ende herrschte Einigkeit darüber, die Einwohner bei den weiteren Planungen mit einzubinden.

Die endgültigen Entscheidungen könne man jedoch nicht allein den Anwohnern überlassen, sagte Koch. Da der Markt hier das Städtebauförderungsprogramm nutzen will, müsse die Maßnahme hinsichtlich Nutzen und Optik eine deutliche Verbesserung bringen. Auf seinen Vorschlag hin einigten sich die Räte auf einige Vorgaben: Beseitigung des Nadelöhrs, keine öffentliche Fahrbahn im linken oberen zu pflasternden Seitenbereich, Absenkung des Gefälles auf 20 Prozent und eine Sitzgruppe am Nussbaum.

Unterstellhalle gebilligt

Einstimmig erteilte der Rat sein Einvernehmen für ein eventuell erforderliches Baugenehmigungsverfahren für die Errichtung einer Unterstellhalle in einem Landschaftsschutzgebiet in Königstein. Ein positives Signal gab es seitens der Gemeinde auch für die Voranfrage für die Errichtung eines Einfamilienhauses in Namsreuth, das ebenfalls in einem Landschaftsschutzgebiet errichtet werden soll.

Für die bevorstehenden Kommunalwahlen 2020 traf der Marktrat die ersten Vorbereitungen. Ohne Gegenstimme berief der Marktrat Lisa Brunner zur Wahlleiterin, den Gemeindebediensteten Tobias Schuminetz zu ihrem Stellvertreter. Das Feuerwehrhaus Königstein, das Gemeindehaus Kürmreuth und die Schule Königstein wurden als Wahllokale festgelegt. Das Briefwahllokal ist wie immer im Rathaus. Die Mitglieder der Wahlvorstände erhalten ein Erfrischungsgeld in Höhe von 50 Euro; im Briefwahlvorstand 35 Euro.

Die beachtliche Jugendarbeit der Vereine im Jahr 2018 soll wieder mit fünf Euro pro Mitglied gefördert werden. Dafür legte Jugendbeauftragter Horst Luber (CSU-EL) die erforderlichen Zahlen vor. Zum Stichtag 31.12.2018 meldeten die Vereine 194 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 16 Jahren, wobei einige in mehreren Vereinen Mitglied sind. Für die Gewährung der dafür notwendigen 970 Euro gab es keine Gegenstimme.

Gegen die Fortschreibung des Regionalplans Oberpfalz-Nord hatte der Marktrat nichts einzuwenden. Nur die Neufassung des Kapitels "Soziale und kulturelle Infrastruktur" würde laut Bürgermeister möglicherweise die Königsteiner Grundschule betreffen.

Kauf von zwei Salzsilos

Die für die Kürmreuther Dorfplatzerneuerung erforderliche Baugrunduntersuchung wurde vergeben. Außerdem wurde die Anschaffung von zwei neuen Salzsilos – Kosten 46 275 Euro – beschlossen, berichtete Koch aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung.

Da die Fördermittel für die Beschilderung des Simultanradwegs bewilligt worden seien, werden die Mitarbeiter des Königsteiner Bauhofs, wie dem Förderverein Simultankirchen versprochen, bei der Aufstellung der Schilder helfen.

Mit dem Dorfplatz in Kürmreuth gehe es voran. Nachdem der Regierung nach den letzten Planungen der Förderantrag zugeleitet wurde, könne vermutlich im April 2020 die Vergabe der Arbeiten erfolgen. Spätestens ab Mai 2020 könne dann mit dem Baum begonnen werden.

KLAUS MÖLLER

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