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Donnerstag, 23.01.2020

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Enkeltrickbetrüger am Bahnhof Pegnitz verhaftet

Taxifahrer gab wertvollen Hinweis - Sichergestellte Summe deutet auf weitere Betrugsfälle hin - 07.12.2019 16:53 Uhr

Die Masche der Enkeltrickbetrüger gleicht sich in fast allen Fällen. Es beginnt mit einem Anruf. Ein naher Verwandter benötigt möglichst schnell einen hohen Geldbetrag, um etwa einen Immobilienkauf abzuschließen. Die Abholung des Geldes erfolgt dann durch einen angeblichen Anwalt, Notar oder Mitarbeiter.

Auch die 73-Jährige aus dem Bayreuther Stadtteil Birken ließ sich am Donnerstag dazu hinreißen, einem jungen Mann 16.000 Euro zu übergeben. Kurze Zeit später überkamen sie aber starke Zweifel und sie informierte die Polizei. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung, an der sich mehrere Polizeidienststellen sowie die Bundespolizei beteiligten, meldete sich ein aufmerksamer Taxifahrer. Er hatte den Geldabholer an diesem Vormittag transportiert und sich anhand der Personenbeschreibung an ihn erinnert.

Die Angaben des Taxifahrers lieferten wertvolle Hinweise für die weiteren Ermittlungen. Schließlich gelang es Beamten der Polizeiinspektion Pegnitz, die beiden Tatverdächtigen in einem aus Bayreuth kommenden Zug am Bahnhof Pegnitz festzunehmen. Wie sich herausstellte, führten sie eine weitaus höhere Bargeldsumme mit sich, als sie bei der 73-jährigen Bayreutherin erbeutet hatten.

Die Kriminalpolizei Bayreuth übernahm die Ermittlungen. Es gelang den Beamten, die Festgenommenen mit einem weiteren Enkeltrick in Verbindung zu bringen. In diesem Fall hatte eine Seniorin aus dem nördlichen Landkreis Bayreuth am Mittwoch ebenfalls einen fünfstelligen Eurobetrag an sie herausgegeben.

In enger Absprache mit der Staatsanwaltschat Bayreuth erging auf deren Antrag hin am Freitag Haftbefehl gegen den 17- und den 19-Jährigen. Sie befinden sich mittlerweile in unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten.

Kriminalpolizei sucht weitere Opfer

Die Menge an Bargeld, die sich bei den Tatverdächtigen aus Bayreuth befand, deutet darauf hin, dass es sich dabei um die Beute aus mindestens einem weiteren derartigen Delikt handelt, das die Opfer möglicherweise noch nicht als solches erkannt und angezeigt haben. Die Ermittlungen laufen und die Kriminalpolizei Bayreuth sucht deshalb auch nach Zeugen und möglichen weiteren Opfern.

Personen, die seit Anfang Dezember derartige Anrufe erhielten und daraufhin Bargeldsummen im vier- bis fünfstelligen Bereich an vermeintliche Verwandte übergeben haben, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Bayreuth, Telefon 0921/506-0, zu melden.

Hier geht es zu allen Polizeimeldungen des Tages.


 

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