Ergebnisse zum Dorfladen Trockau liegen nun vor

25.5.2016, 16:25 Uhr

Bekanntlich hat die Stadt Pegnitz von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht. Weil sie hinter dem Vorhaben steht, für das sich ein Bürgerverein gegründet hat. Und nicht nur die Stadt: Ganz Trockau unterstützt das Ganze. Doch zunächst muss eine Hürde aus dem Weg geräumt werden. Denn bevor die Kommune aktiv wurde, hatte Simone Kaldenbach, die Insolvenzverwalterin der Immobilie, einen Kaufvertrag mit dem Pottensteiner Unternehmer Johann Hofmann unterzeichnet. Er möchte in dem Haus eine Asylbewerberunterkunft einrichten.

Kaldenbach hatte Klage eingereicht, nachdem die Stadt ihr Vorkaufsrecht wahrgenommen hatte. Zurzeit läuft immer noch die Prüfung, ob die Kommune dafür auch alle Vorgaben erfüllt. Hinter den Kulissen beraten sich die Juristen der beiden Seiten. Ein Gerichtstermin steht noch nicht fest, sagt Bürgermeister Uwe Raab. Muss es überhaupt so weit kommen? Nun, so Raab: „Eine gütliche Einigung ist von unserer Seite immer angestrebt und deshalb auch gerne möglich.“

Über konkrete Optionen, wie die Stadt vorgehen will, wenn ihr das Vorkaufsrecht streitig gemacht wird, lasse sich im Moment noch keine Aussage treffen. Auch nicht über einen Zeitpunkt, bis zu dem eine wie auch immer geartete Entscheidung fallen wird.

Optimismus bleibt

In Trockau bastelt man derweil weiter unverdrossen am Konzept für den Dorfladen. Hans Hümmer, Vorsitzender des dafür zuständigen Bürgervereins, lässt sich seinen Optimismus nicht nehmen: „Wir gehen davon aus, dass das klappt.“ Über einen Alternativstandort denke niemand nach — „weil dieser die Ideallösung darstellt“. Denn der Marktplatz sei nun einmal mit den Gasthäusern und der Metzgerei ein „großer Umschlagplatz“. Hümmer: „Da ist der doppelte Umsatz zu erwarten wie an einem anderen Platz.“

Mit der Vereinsgründung vor einigen Monaten wurde zugleich eine Umfrage gestartet (wir berichteten). Darin geht es um das von den Bürgern gewünschte Sortiment, um die Öffnungszeiten, um Zusatzangebote, um die Bereitschaft, sich finanziell am Betrieb des Ladens zu beteiligen. Experte Volker Hahn, der bereits rund 60 solche Projekte betreut hat und auch in Trockau als Berater tätig ist, sei von der Rücklaufquote geradezu begeistert, sagt Hümmer. Liege diese doch bei über 60 Prozent, „das ist der beste Wert, den er je hatte“.

Und was das Thema Geld angeht: „Die Zusagen sind für diese erste Runde gigantisch, da sind schon 20 000 Euro zusammen.“ Alles in allem werden wohl 60 000 Euro benötigt, um den laufenden Betrieb zunächst abzusichern.

Die Einrichtung und die Erstausstattung sollen über Mittel aus der Städtebauförderung oder der Dorferneuerung finanziert werden. Und wie geht es weiter? „In der nächsten Etappe müssen wir uns über die Rechtsform und die detaillierte Projektfinanzierung absprechen“, sagt Hans Hümmer. Unabhängig davon, wie sich das Vorhaben juristisch entwickelt.

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