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Ersatz-Ampel lässt auf sich warten

Nach einem Unfall im Mai muss erst der Beton im Fundament aushärten, bevor eine neue Anlage montiert wird. - 07.07.2020 08:55 Uhr

Das Provisorium an der Ampelkreuzung Neudorf auf der Bundesstraße von Pegnitz nach Auerbach wird noch zwei bis drei Wochen bleiben, bevor eine neue Ampel montiert werden kann.

© Foto: Klaus Trenz


Noch sind die Auswirkungen eines Unfalls Ende Mai an der Neudorfer Kreuzung auf der Bundesstraße zwischen Pegnitz und Auerbach zu sehen: Ein Auto mit Straubinger Kennzeichen überfuhr in Richtung Auerbach eine rote Ampel. Das bemerkte ein Peugot-Fahrer mit Bayreuther Zulassung zu spät. In der Mitte der Kreuzung kam es zum Zusammenstoß, eines der Fahrzeuge schleuderte gegen die Ampel und riss sie um. Die Folge: Zwei Leichtverletzte und eine provisorische Ampel, die seitdem dort steht.

Das wird die nächsten zwei bis drei Wochen auch noch so bleiben, wie Friedhelm Schmidt aus dem staatlichen Bauamt Bayreuth schätzt. "Als die Ampel umgerissen wurde, entstand eine Beschädigung am Fundament. Jetzt müssen wir warten, bis der Beton im Fundament ausgehärtet ist, dann können wir eine neue Ampel anbringen", erklärt Schmidt.

Gefühlt mag es an dieser Kreuzung des Öfteren krachen, doch die Unfallstatistik spricht eine andere Sprache: 5,4 Mal gab es in den vergangenen zehn Jahren an besagter Stelle einen Unfall. "So eine Zahl ist für uns ganz normal, man kann hier in keinster Weise von einem Unfallschwerpunkt sprechen", sagt der Pegnitzer Polizeichef Roland Schmitt.

Er ist nicht der Meinung, dass hier ein Tempolimit von den erlaubten 70 km/h auf 50 km/h erforderlich ist: "Ich sehe hier keine Notwendigkeit. Die Kreuzung ist sehr übersichtlich. Das Problem ist eher die Unaufmerksamkeit der Fahrer, wenn sie Autos beim Einbiegen oder das Rotlicht übersehen."

Meist Auffahrunfälle

Bei den meisten Fällen an dieser Stelle handle es sich um Auffahrunfälle — der Vordermann bremst an der Ampel noch ab, was der Hintermann aber zu spät bemerkt. In der Regel verliefen diese Unfälle glimpflich, also mit keinen oder lediglich leicht verletzten Personen. Der Zusammenstoß Ende Mai sei heuer der erste Unfall gewesen.

Geschwindigkeitsmessungen finden hier trotzdem statt. Heuer waren es drei, bei denen 18 Verwarnungen und eine handvoll Anzeigen verschickt werden mussten. Mit 106 km/h statt der erlaubten 70 war der schnellste Verkehrssünder unterwegs. Auch dabei zeige sich, dass es sich um keine auffällige Stelle handle. "18 Verwarnungen bei einem durchschnittlichen Durchlauf von 1500 Fahrzeugen ist kein auffälliger Wert", sagt Schmitt.

"Zu schnell unterwegs"

Brenzliger seien andere Stellen auf der Bundesstraße 85 von Pegnitz nach Auerbach. Etwa gleich nach dem Ortsausgang Pegnitz, wenn die Straße unter der Autobahn A 9 hindurch eine Linkskurve macht. "Da ist es früher öfter passiert, dass Fahrer, die zu schnell unterwegs waren, in den Gegenverkehr gekommen sind." Deshalb gebe es dort seit einigen Jahren ein Tempolimit von 70 km/h, so auch kurz nach der Autobahnauffahrt Richtung Nürnberg, wo es rechts nach Plech weggeht.

Zum Rasen lädt offenbar der Abschnitt durch den Veldensteiner Forst ein, wo die Beschränkung auf 70 km/h aufgehoben ist und das herkömmliche Tempolimit von 100 km/h auf Bundesstraßen gilt. Schmitt: "Hier haben wir einen Autofahrer mit 178 km/h gemessen. Daran sieht man, dass es Verrückte gibt."

 

MARCEL STAUDT

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