Donnerstag, 12.12.2019

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Erstmals Bauhofleiter für Königstein

Die Gemeinde hat dabei die Nachfolge im Blick - 21.10.2019 12:57 Uhr

Der Markt Königstein – hier vertreten durch Bürgermeister Hans Koch (li.) – hat erstmals einen Bauhofleiter eingestellt. Michael Barth (re.) aus Welluck hat seine Stelle Anfang Oktober angetreten. © Brigitte Grüner


"Das haben wir bewusst so gemacht", erklärt Bürgermeister Hans Koch. Die Gemeinde legt Wert auf eine ausreichende Einarbeitungszeit. "Wir wollten zeitig eine Nachfolgelösung." Immerhin ist der Markt mit dem Hauptort und 17 Ortsteilen sowie 42 Kilometern Gemeindestraßen recht umfangreich. Durch Krankheitsfälle sei der Winterdienst im Vorjahr von nur zwei Personen geleistet worden. "Wir wollten das Personal aufstocken." Acht Bewerbungen waren eingegangen. Bewusst entschieden sich die Markträte für einen externen Interessenten, so Koch.

Michael Barth hat am 1. Oktober seine Stelle angetreten. Der Wellucker ist gelernter Maurer und hat in diesem Beruf bis September in einem Auerbacher Betrieb gearbeitet. Er hat sich kontinuierlich fortgebildet. Der 38-Jährige ist nicht nur Maurer- und Betonbaumeister, sondern auch Betriebswirt. Ihn habe besonders die abwechslungsreiche Tätigkeit gereizt, sagt er. Auch sei er das ganze Jahr über beschäftigt, während im Baugewerbe im Winter nicht selten gestempelt werden muss. Auf die neu zu besetzende Position ist er durch ein Zeitungsinserat aufmerksam geworden.

Der Bauhof der Marktgemeinde befindet sich gegenüber des kommunalen Friedhofs in der Funkenreuther Straße. Drei Vollzeit- und zwei Teilzeitkräfte sind dort tätig, dazu kommen ein Wasserwart und eine Fachkraft in der Kläranlage. Auch im Abwasser-Bereich gab es bereits eine Neueinstellung, da der langjährige Klärwärter im nächsten Frühjahr in Ruhestand geht. In den Winterdienst sind alle Mitarbeiter eingebunden, erklärt Bürgermeister Hans Koch. Jeder sei abwechselnd in Bereitschaft.

Natürlich gibt es nicht nur in den Wintermonaten viel zu tun. Von der Grünpflege bis zur Kontrolle der Gemeindestraßen und der Entwässerungsgräben, von kleinen Reparaturen bis zu Aufgaben im Wald und der Betreuung des Friedhofs und des Kindergartens – Den Männern im Bauhof wird es nicht langweilig. Auch bei Veranstaltungen der Gemeinde sind die Mitarbeiter involviert. Sie sind zuständig für das Verlegen von Wasser- oder Stromleitungen oder die passende Beschilderung entsprechend der verkehrsrechtlichen Anordnung.

Genau diese Aufgabe mit täglich neuen Herausforderungen hat Michael Barth bewusst gesucht. Nach knapp drei Wochen in Königstein ist er noch in der Einarbeitungsphase. "Es ist vieles neu und die Aufgaben umfangreich." Er sei sehr gut aufgenommen worden, werde von den Kollegen gut unterstützt und in die verschiedenen Arbeiten eingeführt.

Fusion ist fraglich

Ob der Bauhof der Marktgemeinde Königstein irgendwann mit dem Bauhof der Nachbarkommune Hirschbach fusionieren wird, ist aktuell fraglich. Nach der Absage der Hirschbacher für eine gemeinsame Kindertagesstätte sei momentan auch der gemeinsame Bauhof ad acta gelegt, erklärt Hans Koch. Dies bedeute nicht, dass das Projekt nicht vielleicht später nochmal aus der Schublade kommt, allerdings wohl nicht mehr in der laufenden Legislaturperiode. Bekanntlich übernehmen im Mai 2020 neue Bürgermeister und neue Gemeinderäte die Verantwortung. Es sei wirklich schade, dass die Möglichkeiten einer Kooperation, wie sie mit dem Hirschbacher Bürgermeister Hans Durst vereinbart wurden, bislang gescheitert sind. "Es wäre ein Gewinn für beide Gemeinden gewesen. Beide hätten profitiert", bedauert Hans Koch.

BRIGITTE GRÜNER

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