EVP holt in der Overtime gegen Landsberg zwei Punkte

4.12.2016, 20:53 Uhr
Markus Schwindl & Co. hatten es gegen den HC Landsberg nicht leicht, gewannen aber trotzdem verdient mit 5:4 Toren.

Markus Schwindl & Co. hatten es gegen den HC Landsberg nicht leicht, gewannen aber trotzdem verdient mit 5:4 Toren. © Richard Reinl

Eishockey-Bayernliga

EV Pegnitz - HC Landsberg 5:4 n. V. (0:0/3:3/1:1) - Das Match hatte Klasse. Wer gedacht hatte, die Riverkings würden genauso pomadig beginnen wie am Freitag gegen den noch sieglosen Tabellenletzten Germering, sah sich getäuscht. Die Mannen vom Lech legten bei optimalen äußeren Bedingungen los wie die Feuerwehr und zwangen die Ice Dogs sofort in einen rasanten offenen Schlagabtausch. Dabei zeigten sich beide Teams in ihrer Abwehrarbeit diszipliniert, so dass zunächst hüben wie drüben kaum zwingende Torchancen zu notieren waren.

Auch bei den wenigen Strafzeiten konnte sich keine Mannschaft entscheidend durchsetzen. Unter dem Strich hatte der HCL im ersten Durchgang etwas mehr Spielanteile, die Stürmer konnten aber meist konsequent abgeblockt werden und was dann noch in Richtung EVP-Tor kam, war eine sichere Beute von Keeper Maximilian Müller. Sein Gegenüber Christoph Schedlbauer dagegen wurde kaum ernsthaft geprüft.

Auch im Mitteldrittel bekamen die 250 Zuschauer feinste Eishockey-Kost serviert, jetzt auch noch gewürzt mit Toren. Nach nur 19 Sekunden brachte der Kanadier Cody Freeman die Gäste per Penalty in Führung und nur eineinhalb Minuten später legte er für den Ex-Bayreuther Marcel Juhasz zum 0:2 auf. Aber die Ice Dogs ließen sich dadurch nicht entmutigen, auch wenn sie in der Folge mitunter enorm unter Druck gerieten. Stefan Hagen erzielte nach einer schönen Kombination seiner Reihe über den ganzen Platz den Anschlusstreffer. Aber nicht einmal eine halbe Minute später stellte erneut Freeman den alten Abstand wieder her.

Im weiteren Spielverlauf allerdings leisteten sich die Riverkings einige Fouls und so dauerte es bei einem Powerplay der Ice Dogs nur 37 Sekunden, ehe Stephan Schmidt zum 2:3 einnetzte. Und es ging noch schneller: Weitere elf Sekunden später sorgte Alexandrs Kercs für den 3:3-Ausgleich. Mit etwas Glück hätten die Hausherren gegen Ende dieses Durchgangs sogar noch ein oder zwei Tore mehr erzielen können, eröffneten sich doch bei weiteren Überzahlsituationen noch mehrere glasklare Einschussmöglichkeiten.

Im Schlussabschnitt kämpften beide Kontrahenten verbissen um den Siegtreffer. Erst legte Sergej Hausauer im Powerplay das 4:3 vor, dann wurde ein weiterer Treffer für Pegnitz von den Schiedsrichtern nicht anerkannt und schließlich glich Landsberg erneut durch Freeman zum 4:4 aus.

Das bedeutete Verlängerung mit jeweils drei Feldspielern: Die Ice Dogs begannen mit Schwindl, Kercs und Rothemund. Nach 43 Sekunden scheiterte Schwindl bei einem Penalty am HCL-Keeper. Doch nur drei Sekunden später schoss Simon Bogner zum hochverdienten 5:4-Siegtreffer ein. Marco Zimmer: "Eine herausragende Mannschaftsleistung, die endlich einmal belohnt worden ist. Das sind zwei eminent wichtige Punkte."

Die Torfolge: 0:1 (21.) Freeman (Penalty), 0:2 (22.) Juhasz/Freeman, 1:2 (24.) Hagen/St. Schmidt/Skarupa, 1:3 (25.) Freeman/Juhasz/Menge, 2:3 (28.) St. Schmidt/Hagen/Skarupa (5 gegen 4), 3:3 (28.) Kercs/Rothemund, 4:3 (49.) Hausauer/Schwindl/Kercs (5 gegen 4), 4:4 (55.) Freeman/Juhasz, 5:4 (61.) Bogner.

Strafen: Pegnitz vier, Landsberg 14 Minuten.

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