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EVP verliert mit "Eishockey ohne Herz" gegen Passau

82 Zuschauer waren nach lustloser Vorstellung der Ice Dogs restlos bedient - 22.02.2019 22:27 Uhr

Nur anfangs konnten die Ice Dogs gegen Passau mithalten. Nach einem erneuten Einbruch gingen sie aber auch diesmal als Verlierer vom Platz. © Reinl


Bayernliga-Abstiegsrunde

EV Pegnitz - EHF Passau 4:7 (2:2/2:3/0:2) - TV-"Fastnacht in Franken" oder Eishockey gegen Niederbayern, vor dieser Frage standen am Freitag die Fans des EVP. Der Programmablauf war in beiden Fällen ähnlich: So wie sich die Jecken in Veitshöchheim erst warmlaufen mussten, so fehlten auch beim Match in Pegnitz zunächst die Höhepunkte. Um die 10. Minute eröffneten sich den Ice Dogs die ersten Chancen, die noch vergeben wurden. Doch anschließend ging es Schlag auf Schlag.

Mit einem Schlagschuss von der blauen Linie brachte Aleksandrs Kercs seinen Mannen in Führung. Der Tusch war noch nicht verklungen, als Passau nur 19 Sekunden später im direkten Gegenzug ausglich. Bei einer Strafzeit gegen die Eishockeyfreunde kannte wiederum nur eineinhalb Minuten danach Michal Mlynek keinen Spaß und versenkte den Puck erneut im Kasten von Clemens Ritschel. Abermals währte die Freude darüber nicht lange: Eine gute halbe Minute später sorgte Philipp Müller für den 2:2-Zwischenstand.

Nach einer Pauseneinlage mit dem Zamboni, bei dem zunächst das Wasser fehlte und dann der Motor nicht ansprang, schien der EVP die Stimmung aufheizen zu wollen, als zunächst Johannes Seidinger in Überzahl und dann Benjamin Frank nach einer sehenswerten Komination auf 4:2 erhöhten. Schade nur, dass auch die Abwehr zunehmend verspielt agierte und so manch brenzlige Situation heraufbeschwor. Keeper Julian Bädermann musste in dieser Phase mehrfach in höchster Not klären.

Wie schon vor einer Woche gegen Ulm brachen die Ice Dogs auch diesmal wieder ein, nur diesmal schon nach der Hälfte der Spielzeit. Die Donaustädter dagegen nutzten die Gelegenheiten und wurden mit drei Toren in Serie zum Spaßverderber. Weil zudem Mlynek bei einem Penalty am EHF-Schlussmann scheiterte, musste Pegnitz mit einem 4:5-Rückstand den Gang in die Kabine antreten.

Schäumte zu diesem Zeitpunkt der EVP-Oldie Uwe Seeser schon über dieses "Eishockey ohne Herz" einer "lustlosen Söldner-Truppe", so sollte es im Schlussdrittel noch schlimmer kommen. Die Aktionen der Ice Dogs erinnerten mehr und mehr an ein Trainingsspiel ohne Einsatz und Feuer. Nicht einmal in Überzahl konnten Akzente gesetzt werden. Auf der anderen Seite überliefen die Niederbayern die EVP-Verteidigung in Serie. Hätten sie die Vielzahl ihrer Chancen besser genutzt, hätten die Gastgeber sogar zweistellig unter die Räder kommen können. So machte es Passau mit einem 4:7 noch gnädig. 

Die wenigen noch verbliebenen Zuschauer waren restlosen bedient, Trainer Josef Hefner verabschiedete sich wortlos in die Kabine und auch auf der Spielerbank machte sich Ernüchterung breit: "Bei einigen reicht es nicht einmal für die Landesliga."

Die Torfolge: 1:0 (12.) Kercs/Navarra, 1:1 (13.) Wawrotzki/König, 2:1 (14.) Mlynek/Jüngst/Navarra (5 gegen 4), 2:2 (15.) Müller/Wawrotzki, 3:2 (22.) SeidingerAdler/Kracht (5 gegen 4), 4:2 (26.) Frank/Seidinger/Adler (4 gegen 4), 4:3 (27.) Sulcik/Wawrotzki, 4:4 (38.) Schindlbeck/Sulcik, 4:5 (4.) Janzen/Sulcik, 4:6 (45.) Merka/Geiger, 4:7 (55.) Wawrotzki/Müller.

Strafen: EVP sechs, EHFP zwölf Minuten. 

ISI REINL

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