Feuerwehren in der Region werden vermehrt von Drohnen unterstützt

20.1.2021, 07:55 Uhr
Drohnen – wie hier auf dem Symbolbild – werden im Feuerwehralltag immer wichtiger. Die Pegnitzer Feuerwehr arbeitet seit einigen Jahren mit dem selbstfliegenden Auge am Himmel.

Drohnen – wie hier auf dem Symbolbild – werden im Feuerwehralltag immer wichtiger. Die Pegnitzer Feuerwehr arbeitet seit einigen Jahren mit dem selbstfliegenden Auge am Himmel. © Foto: Michael Matejka

Insgesamt sechs solcher Fluggeräte besitzen die Wehren im Landkreis Bayreuth, wie Kreisbrandrat Hermann Schreck auf Anfrage mitteilt: In Benk, Kirchenbirkig, Kirchenlaibach, Plankenfels, Weidenberg und in Pegnitz. Während sich die zwei letzteren Feuerwehren die Drohnen selbst besorgt haben, wurden die vier anderen als Standort von Einsatzleiter-Abschnittsfahrzeugen mit Drohnen ausgestattet.

Vielfältige Zwecke

Drohnen werden für die Feuerwehren immer wichtiger. Schreck: "Sie helfen beim Aufspüren von Glutnestern, bei der Personensuche, der Ansicht der Einsatzstelle von oben, bei der Dokumentation und der Erkundung von Einsatzstellen in unwegsamem Gelände, um nur einige Zwecke zu nennen", erklärt der Kreisbrandrat.

Der Pegnitzer Feuerwehrkommandant Roland Zahn betont, dass die Drohne aus der Arbeit der Feuerwehr gar nicht mehr wegzudenken wäre. Zuletzt war sie beim Flugzeugabsturz nahe der Autobahn kurz vor Weihnachten im Einsatz. Wie berichtet, war das Kleinflugzeug einen Tag vor Heilig Abend nordwestlich von Pegnitz nahe der Autobahn 9 in unwegsamem Gelände abgestürzt. Der Pilot, ein 28 Jahre alte Politiker aus München, kam dabei ums Leben. Er war von Landshut gestartet und wollte mit seiner einmotorigen Cesna nach Kulmbach fliegen. Bei der schwierigen Suche nach dem Wrack kam auch die Drohne der Pegnitzer Einsatzkräfte zum Einsatz.

Roland Zahn kann nicht genau beziffern, wie oft die Drohne in der jüngeren Vergangenheit gebraucht worden sei. Er geht aber mit der Aussage des Kreisbrandrats konform, der sagt, dass die Einsatzzahlen deutlich zunähmen. Schreck berichtet von zirka zehn Einsätzen im vergangenen Jahr im Bereich des Kreisfeuerwehrverbandes, Zahn erinnert sich konkret an einen Großbrand in Bindlach und einen Schulbusunfall bei Hainbronn. Auch bei den Folgen eines Sturms im Herbst vergangenen Jahres war ein Drohneneinsatz angesagt. Das Unwetter hatte das Dach sowie die Photovoltaikanlage einer Industriefirma beschädigt und es war zu befürchten, dass weitere Dachelemente herunterfallen. Mit der Drohne wurde das Dach erkundet und den Einsatzleitern "Bilder von oben" bereitgestellt.

Bei der Pegnitzer Feuerwehr sind laut Zahn fünf Kameraden speziell im Umgang mit der Drohne ausgebildet. "Da darf nicht jeder damit hantieren. Das Fluggerät war immerhin 3000 Euro teuer", sagt der Kommandant. Finanziert wurde die Anschaffung vom Feuerwehrverein. "Das hat der Stadt also nichts gekostet."

Große Preisspanne

Laut Hermann Schreck gibt es bei Drohnen eine große Preisspanne je nach Ausstattungsumfang und Qualität. "Das geht bei rund 2500 Euro los und hört bei 20 000 Euro noch nicht auf." Wer bezahlt die Drohnen im Normalfall? Schreck: "Die Träger der Feuerwehren, also die Kommunen, Sponsoren und Feuerwehrvereine sowie der Landkreis Bayreuth, der selbst vier Drohnen beschafft und die bei den Feuerwehren Kirchenbirkig, Plankenfels, Benk und Kirchenlaibach stationiert hat."

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