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Samstag, 15.05.2021

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Förderprogramm der Integrierten ländlichen Entwicklung geht in die nächste Runde

Anträge müssen bis Ende Februar gestellt werden - 19.01.2021 17:19 Uhr

An der Kapelle in Haselbrunn wurden 2020 mit Hilfe des Regionalbudgets der Integrierten ländlichen Entwicklung (Ile) Sanierungsmaßnahmen durchgeführt.

19.01.2021 © Foto: Archiv/Frauke Engelbrecht


"Es kommen wieder 10 000 Euro Eigenanteil vom Wirtschaftsband A 9/Fränkische Schweiz und 90 000 Euro vom Amt für Ländliche Entwicklung", erklärt der Geschäftsführer des Wirtschaftsbandes, Michael Breitenfelder. 

Antragsberechtigt sind Vereine, Privatpersonen, Unternehmen der Gemeinden der Integrierten ländlichen Entwicklung (Ile) und die Kommunen selbst. "Ein Kleinprojekt ist dabei ein Vorhaben, das mindestens 500 Euro bis höchstens 20 000 Euro förderfähige Netto-Gesamtkosten umfasst, in der Ile-Region umgesetzt wird und zur Erreichung der Ziele unseres Entwicklungskonzeptes beiträgt", so Breitenfelder. Außerdem muss das Projekt bis 20. September abgeschlossen und abgerechnet sein und bis 1. Oktober ein Durchführungsnachweis vorgelegt werden.

Der Fördersatz beträgt bis zu 80 Prozent, höchstens jedoch 10 000 Euro. "Die Ile entscheidet eigenverantwortlich nach den Auswahlkriterien", erklärt der Geschäftsführer. Es werde dabei auch berücksichtigt, welchen Beitrag das Projekt zur Erreichung der Ile-Ziele leistet und welche Reichweite die Wirkung des Projekts hat. Bei einer Förderung durch das Regionalbudget sei aber auch das bürgerschaftliche Engagement von großer Bedeutung. "Es sollen durch die Mittel der ländlichen Entwicklung insbesondere Vorhaben aus der Zivilgesellschaft gestärkt und unterstützt werden", betont Breitenfelder. Deshalb ist es nicht möglich, private Anfragen – wie die Sanierung von Häusern – zu stellen. Die fallen nicht unter die Förderbedingungen des Regionalbudgets. Letztendlich spiele bei der Bewilligung auch eine Rolle, ob die Antragsteller bereits im vergangenen Jahr von der Ile-Förderung berücksichtigt worden sind.

"Wir werden uns auf jeden Fall wieder bewerben", sagt der Pegnitzer Bürgermeister Wolfgang Nierhoff. Vergangenes Jahr war die Stadt mit der Erneuerung des Buswartehäuschens und der Umfeldgestaltung in Willenberg dabei. Die neue Glasversion mit Informations- und Anschlagstafel hatte 20 000 Euro gekostet. "Wir werden mehrere mögliche Projekte diskutieren", so Nierhoff. Grundsätzlich halte er das Regionalbudget für eine "gute Geschichte", mit der wichtige Sachen gefördert werden.

Das sieht auch der Pottensteiner Bürgermeister Stefan Frühbeißer so. "Die Stadt hat bereits über das Amtsblatt einen ersten Aufruf für einen Antrag durchgeführt." Erste Maßnahmen seien angedacht, welche nun tatsächlich angemeldet werden können, sei jedoch noch offen. "Nachdem wir dieses Förderinstrument bereits mit unseren Vereinen und Ortsgemeinschaften genutzt haben, sind wir natürlich von dieser Möglichkeit überzeugt und auch dankbar, dass es derartige Möglichkeiten gibt, kleinere Gemeinschaftsprojekte in dieser Weise durchführen zu können", sagt Frühbeißer. Vergangenes Jahr wurden so unter anderem ein neues Glockengeläut in der Kapelle Rackersberg und die Schaffung eines Dorfgemeinschaftsplatzes in Waidmannsgesees sowie die Sanierung der Ortskapelle in Haselbrunn durch das Regionalbudget gefördert.

Insgesamt 15 Anträge für das Regionalbudget 2020 haben eine finanzielle Förderung erhalten. Zum ersten Mal gab es die Förderung von Kleinprojekten durch diese Ile-Maßnahme. 100 000 Euro standen für das neu aufgelegte Förderangebot zur Verfügung.

INFO: Weitere Informationen sowie die Antragsunterlagen gibt es im Internet unter: http://www.stmelf.bayern.de/agrarpolitik/foerderung/234566/ Die Anfrage selber ist bis spätestens 26. Februar an die Ile-Geschäftsstelle zu richten: Wirtschaftsband A 9 Fränkische Schweiz e.V., Hauptstraße 37, 91257 Pegnitz. Weitere Fragen beantwortet Michael Breitenfelder unter regionalbudget@wirtschaftsbandA9.de oder telefonisch unter (01 75) 2 63 62 45.

FRAUKE ENGELBRECHT

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