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"FrankenPfalz"-Messeauftakt avanciert zum Selbstläufer

Knapp 70 Unternehmen warben auf der Gewerbeschau in Plech für ihre Produkte - 17.03.2018 16:53 Uhr

Auf der "FrankenPfalz"-Gewerbeschau in Plech waren über 70 Aussteller vertreten, um die Produkte und Dienstleistungen der regionalen Betriebe bekannt zu machen.

17.03.2018 © Michael Müller


Ein richtiges "Messezentrum" ist dieses Mal im Plecher Gewerbegebiet geschaffen worden, sagte Wolfgang Müller, Anzeigenberater der Nordbayerischen Nachrichten und Organisator der siebten NN-"FrankenPfalz"-Messe, bei deren Eröffnung am Samstagvormittag.

Es sei schwierig für die Messen, die alle zwei Jahre in einer anderen Gemeinde stattfinden, ein passendes Gelände zu finden. Dieses Jahr sei es ideal, weil es außen gepflastert und im Innenbereich sogar teilweise mit Teppichboden versehen ist. Die Mischung aus bewährtem Ausstellerstamm und Neulingen biete eine breite Angebotspalette, so Müller weiter.

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"FrankenPfalz"-Messe 2018 in Plech

Auf "FrankenPfalz"-Messe 2018 in Plech präsentierten über 70 Aussteller ihre Produkte. Bei der Messe sollten die Produkte und Dienstleistungen der regionalen Betriebe bekannt gemacht werden. Gleichzeitig soll den Besuchern gezeigt werden, wie vielfältig und leistungsfähig die Wirtschaft in der Region strukturiert ist.


Bei der ersten NN-"FrankenPfalz"-Messe in Plech vor zwölf Jahren musste der Schnee noch mit Radladern weggefahren werden, damit die Besucher und Aussteller genug Platz hatten, erinnerte sich Schirmherr und gastgebender Bürgermeister Karlheinz Escher bei seiner Ansprache. Sie Gewerbeschau sei fast schon ein "Selbstläufer", würde nicht so viel Arbeit dahinter stecken, sagte er augenzwinkernd.

Er betonte aber auch, dass vor allem die Bauhöfe der acht "FrankenPfalz"-Gemeinden - Auerbach, Betzenstein, Hartenstein, Hirschbach, Königstein, Neuhaus, Velden und Plech - das Konzept der Arbeitsgemeinschaft verinnerlicht hätten. Denn die Mitarbeiter waren tagelang mit dem Aufbau beschäftigt.

"Vielfältig und leistungsfähig"

Bei der Messe sollten die Produkte und Dienstleistungen der regionalen Betriebe bekannt gemacht werden, so Escher weiter. "Gleichzeitig soll den Besuchern gezeigt werden, wie vielfältig und leistungsfähig die Wirtschaft in unseren Gemeinden strukturiert ist." Es sei aber auch wichtig, dass die Bürger die Produkte der Region in Anspruch nehmen. Dies binde die Wirtschaftskraft und schaffe notwendige Arbeits- und Ausbildungsplätze.

Die "ordentliche Zahl an Ausstellern" - mit knapp 70 Unternehmen - hob der Landrat des Nürnberger Landes Armin Kroder hervor, der als Gast im Bayreuther Landkreis die Ansprache hielt. Zur Eröffnung war aus dem Nachbarlandkreis Amberg-Sulzbach in Vertretung von Landrat Richard Reisinger der Auerbacher Martin Weiß gekommen. Kroder halte es für wichtig, dass jeder einzelne nachhaltig einkaufe. "Ich frage mich zuerst immer: Gibt‘s des bei uns in der Gmaa? (Gemeinde/Kommune, Anmerkung der Redaktion) Wenn nicht, dann vielleicht im Landkreis oder in der europäischen Metropolregion Nürnberg?" Nur so könnten die vielen "Päcklafahrer" vermieden werden.

Dem schloss sich die Verlegerin der Hersbrucker Zeitung, Ursula Pfeiffer, an. Man sollte nicht nur davon reden, sondern auch wirklich lokal einkaufen. Auch wenn es in unserer theorielastigen Gesellschaft schwer falle. Die "FrankenPfalz"-Messe sei die richtige Plattform, um Produkte und Handwerkskunst zu präsentieren.

"Im Vorfeld der Messe viel geleistet"

Harald Pischitz, Sprecher der knapp 70 Aussteller der Gewerbeschau, zeigte sich optimistisch: Viele hätten im Vorfeld der Messe viel geleistet, deshalb müsse sie ein Erfolg werden.

Abschließend stelle der evangelische Plecher Pfarrer Christoph Weißmann ein weiteres "tolles Projekt für die Region vor": Die Weidenkirche, die sich fußläufig neben dem Messegelände befinde und immer einen Besuch Wert sei.

Schon an der ersten Station des darauf folgenden Rundgangs "stürzten" sich die Lokalpolitiker und Ehrengäste auf die Flyer am Stand der "FrankenPfalz"-Gemeinden, um sich über Radtouren, Klettermöglichkeiten und Wanderwege zu informieren. Bei anderen Ständen war zu bemerken, dass Bürgermeister eben nicht nur Bürgermeister, sondern auch Hausbesitzer sind: So interessierte sich der Königsteiner Rathauschef Hans Koch unter anderem für Gartenzäune und Joachim Neuß aus Auerbach für Fenster. Sein Haus sei zuletzt vor 25 Jahren renoviert worden, da müsse mal wieder was gemacht werden. Josef Springer (Neuhaus) sagte, er sei immer begeistert vom Messeangebot und finde immer etwas Neues.

Unter ihnen war auch der Liegenschaftsverwalter der Firma Witron, Manfred Reiß. Dem Unternehmen gehören die drei derzeit leerstehenden Hallen im Plecher Gewerbegebiet, die für die Messe bereitgestellt wurden. Auch er hat sich nach Fenstern umgesehen und war begeistert vom breiten Angebot der vielen unterschiedlichen Aussteller.  

Schon bevor der offizielle Rundgang abgeschlossen war, kamen die ersten Besucher auf das Messegelände, um sich an den Ständen zu informieren. Gelegenheit gibt es noch am heutigen Samstag bis 18 Uhr und am morgigen Sonntag, 18. März, von 10 bis 18 Uhr. Weitere Informationen unter www.nordbayern.de/messe

Kerstin Goetzke

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