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Sonntag, 09.08.2020

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Frankens Lieblingsmetzger: Nürnberger auf Platz zwei

Die Kunden der Metzgereien durften selbst abstimmen - 30.07.2020 21:37 Uhr

Das Team der Metzgerei Leipold mit den Inhabern Jeannette und Rainer Maisel (vordere Reihe links) mit Kreishandwerksmeister Peter Engelbrecht, Bad Bernecks stellvertretendem Bürgermeister Robert Fischer, Norbert Heimbeck von der Genussregion Oberfranken und Handwerkspräsident Thomas Zimmer (hintere Reihe von links). 

© Ulrich Förtsch/Handwerkskammer für Oberfranken Bayreuth


Dieses Experiment ist gelungen: Weil coronabedingt der Fränkische Bratwurstgipfel nicht wie sonst in Pegnitz stattfinden konnte, riefen die Veranstalter ganz einfach den Tag der fränkischen Bratwurst ins Leben. Das Besondere und gleichzeitig Corona-konforme: Das fränkische Kulturgut wurde nicht an einem zentralen Ort zelebriert, sondern dezentral bei den Metzgerbetrieben im ganzen Frankenland.

Fast 40 Metzger, Bäcker, Brauer und Direktvermarkter zwischen Aschaffenburg und Bad Alexandersbad hatten sich angemeldet. Sie präsentierten sowohl Bratwürste nach traditionellen Rezepten, als auch kreative Sorten.

Die Kunden der Teilnehmer hatten dann die Möglichkeit, per Online-Abstimmung ihren Lieblingsmetzger zu wählen. Dieses Kundenvoting entschied die Metzgerei Leipold im oberfänkischen Bad Berneck mit 423 Bewertungen ganz klar für sich. Auf dem zweiten Platz landete die Metzgerei Freyberger aus Nürnberg mit 323 Bewertungen. Dritter wurde mit 202 Bewertungen die Metzgerei Albert aus Eggolsheim.

Als Preis für die meisten Stimmen erhielt die Metzgerei Leipold nicht nur eine Auszeichnung, sondern darf mit einer "Wild card" auch am nächsten "normal" stattfindenden Bratwurstgipfel in Pegnitz teilnehmen. Unter den Abstimmenden verlosten die Veranstalter zudem Grillpakete und einen Besuch im Bratwursthotel der Familie Böbel in Rittersbach.

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In den einen ist ein rohes Ei, die anderen sind grob und kräftig gewürzt, die nächsten klein und handlich: Bratwurstsorten gibt es viele, allein in Bayern kann man zwischen mindestens fünf verschiedenen Varianten unterscheiden. Eine Einführung in die Welt des Feinbräts und der Schafseitlinge.


Dass diese Abstimmung so einfach über die Bühne ging, freut auch die Veranstalter des Ganzen; denn die hatten in diesem Jahr mit mehr Problemen zu kämpfen, als "nur" dem Coronavirus: Bereits im Vorfeld zeichnete sich ab, dass es in diesem Jahr schwierig wurde, genügend Metzger für die Veranstaltung zu gewinnen, schrieb der Vorsitzende des Vereins zur Förderung der fränkischen Bratwurstkultur Uwe Raab in einer Pressemitteilung vor einigen Wochen.

Insbesondere geschuldet sei das den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die seit Jahren gerade die kleinen Lebensmittelhandwerker stark belasten. Die Teilnahme an der Großveranstaltung stelle für viele Metzgereien in personeller und organisatorischer Hinsicht eine große Herausforderung dar, die sich nicht unbedingt finanziell rechne.

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nb/ankl

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