Fränkische Schweiz-Museum bereitet Öffnung vor

12.3.2021, 07:51 Uhr
Der Leiter des Fränkische Schweiz-Museums, Dr. Jens Kraus, sieht bei weiter sinkenden Inzidenzwerten eine baldige Öffnungsperspektive.

Der Leiter des Fränkische Schweiz-Museums, Dr. Jens Kraus, sieht bei weiter sinkenden Inzidenzwerten eine baldige Öffnungsperspektive. © Foto: Hans-Jochen Schauer/Archiv

Kraus kündigte an: "Ich mache nicht bei einer Inzidenz von 99,7 oder 90 auf." Er möchte auch noch einen Sicherheitspuffer, um nicht bei einer leicht steigenden Inzidenz wieder schließen zu müssen. Seine Zielvorstellung: ein Wert "zwischen 75 und 80". Der Museumsleiter glaubt, dass dieser "frühestens in der Woche vor Ostern" erreicht werden könne.

Frühzeitig reagiert

Das "funktionale Hygienekonzept" hatte bereits im vergangenen Jahr nach dem ersten Lockdown dazu geführt, "dass wir bei den allerersten waren, die am 12. Mai wieder aufmachen durften".

Ein Problem würden in diesem Jahr die geforderte Dokumentationspflicht und die Möglichkeit der Online-Buchung darstellen. "Da suchen wir noch nach einer Lösung." Diese solle möglichst als Hybrid-Lösung gleichzeitig analog und digital angeboten werden. Gerade diese neue Online-Buchung wäre eine "Chance für die Zukunft", ist der Museumsmacher überzeugt. "Das wäre eine feine Sache."

Im Falle einer Öffnung rechnet Dr. Kraus kaum mit Schulklassen oder Touristenbussen ("Wir freuen uns natürlich, wenn doch jemand kommt"). Den überwiegenden Einzelbesuchern wird wieder einiges geboten. "Im Moment bauen wir die Sonderausstellung auf."

Diese trägt den Titel "50 Schätze" und soll am 30. April eröffnet werden. "Gezeigt werden 50 Objekte aus der Fränkischen Schweiz." Diese sind alle schon im Museum an Ort und Stelle.

"Exquisite Handarbeit"

Darunter eine Fibel aus dem 10. Jahrhundert sowie eine Aussteuertruhe von 1691 aus der Region. Dabei handele es sich laut Kraus um eine "exquisite Handarbeit". Als weiteres Exponat dieser Sonderschau beschrieb er einen "selbst gemachten Quirl von 1945". Dieser sei "während der Flucht" angefertigt worden.

Zu den 50 Schätzen gehört auch ein Humboldt-Brief, den das Fränkische Schweiz-Museum aus Bonn erhalten hat. "Humboldt hat auch unsere Region besucht." Jedes präsentierte Objekt soll eine "eigene Geschichte" erzählen.

Das restliche Jahresprogramm ist noch mit einigen Fragezeichen versehen. Die Vorträge werden aktuell gestreamt. Vielleicht gebe es Streaming- und Präsenz-Veranstaltungen künftig parallel. Natürlich wird auch die Dauerausstellung weiterhin gezeigt.

Was aus den Klassikern im Museums-Angebot wie Handwerkermarkt oder dem Adventsmarkt werde, gilt dagegen noch je nach Impfgeschwindigkeit und Inzidenzwert als reichlich ungewiss.

Schon jetzt zeichne sich bei einer künftigen Öffnung in diesem Jahr die Einführung von Zeitslots ab. "Slot 1 könnte von 10 bis 13 Uhr und nach einer Desinfektionspause Slot 2 von 14 bis 17 Uhr dauern."

INFO: Weitere Infos beim FS-Museum telefonisch unter (0 92 42) 7 41 70 90 oder im Web unter https://fraenkische-schweiz-museum.de. Der Mail-Server des Museums ist zur Zeit nicht erreichbar.

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