Donnerstag, 21.11.2019

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Fränkische Schweiz: Naturpark-Ranger retten bedrohte Muschel

Die Naturpark-Ranger bewahrten diese vor der Trockenheit. - 31.10.2019 17:14 Uhr

Naturpark-Ranger bewahrten etwa 1600 Muscheln vor dem Austrocknen und brachten sie in Bereiche mit genügend Wasser.


 

Dieses Beispiel zeigt, dass die Menschen nicht aufhören dürfen, sich um Naturbelange zu kümmern, auch wenn man glaubt, schon viel getan zu haben. In den Bereichen um Kirchahorn und Christanz wurden in den vergangenen Jahren immerhin 20 Hektar Flächen für den Naturschutz und das Landschaftsbild gesichert und neu geschaffen.

"Die Bemühungen müssen aber weitergehen", sagt Uwe Websky, Vorsitzender des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft, vom Amt für Ländliche Entwicklung. Er übergab der Gemeinde ein sogenanntes Bewirtschaftungs- und Sicherungskonzept für die Flächen, die im Rahmen der Flurneuordnung und Dorferneuerung entstanden sind. Das Konzept beinhaltet einen Leitfaden für die Gemeinde, wie die Landschaftspflegeflächen zukünftig zu pflegen und zu bewirtschaften sind.

"Das Ziel ist es, diese Flächen für zukünftige Generationen zu erhalten und zu sichern", so Websky.

Von besonderer Bedeutung sind seiner Ansicht nach die Ailsbach-Renaturierung und der Flächenerwerb für ein Projekt zum Schutz der Bachmuschel.

Für dieses Projekt wurden Flächen erworben, die im Rahmen der Bodenordnung an den Ailsbach verlegt wurden. Die Kosten trugen das Bundesamt für Naturschutz, die Gemeinde Ahorntal und die Teilnehmergemeinschaften Kirchahorn und Christanz.

Flächen getauscht

Websky bilanziert: Die beiden Verfahren der Ländlichen Entwicklung Christanz und Kirchahorn sind jeweils kombinierte Verfahren der Flurneuordnung und Dorferneuerung. In der Flurneuordnung wurden Flächen mit dem Instrument der Bodenordnung getauscht und dadurch eine neue Einteilung der Flurstücke erreicht. Auch wurden in Kirchahorn alte Anteilsgemeinschaften aufgelöst, bei denen mehrere Personen gemeinschaftlich Eigentümer einzelner Flächen waren.

Die Flächen sind nun auf einzelne Anteilseigner aufgeteilt, so dass mögliche Unstimmigkeiten zwischen den Anteilseignern, was zum Beispiel Bewirtschaftung oder Verkauf der Grundstücke betrifft, nicht mehr entstehen können.

Zudem wurden zur verbesserten Erreichbarkeit der Flurstücke in Kirchahorn etwa 14 Kilometer Wege erneuert oder neu gebaut. In Christanz waren es rund acht Kilometer.

In der Dorferneuerung wurden in Christanz die Ortsmitte ausgebaut und das Gemeinschaftshaus errichtet.

Kirchahorn kann auf die Neuanlage eines Parkplatzes an der katholischen Kirche, auf den Neubau des Gemeinschaftshauses und die Errichtung eines Festplatzes stolz sein. Im Ortsteil Weiher sind das Buswartehaus und das Gemeinschaftshaus neu gebaut worden.

Die Gesamtkosten des Verfahrens Kirchahorn belaufen sich auf zwei Millionen Euro. Dabei entfallen auf die Flurneuordnung 1,55 Millionen Euro, auf die Dorferneuerungen 450 000 Euro. Die Gemeinde Ahorntal beteiligte sich an den Kosten mit insgesamt 150 000 Euro.

Die Gesamtkosten des Verfahrens Christanz belaufen sich auf 1,3 Millionen Euro. Die Gemeinde Ahorntal beteiligte sich an den Kosten mit insgesamt 200 000 Euro.

nn

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