Donnerstag, 29.10.2020

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Freibadsaison beendet: Gemischte Bilanz in Auerbach und Königstein

Fazit nach einer außergewöhnlichen Schwimmbadsaison 2020 - 23.09.2020 08:00 Uhr

Ein Bild vom Spaßbecken des „Schwimm-sal-a-bim Freizeitbad“ in Auerbach aus unbekümmerten Sommertagen, als das Coronavirus noch in weiter Ferne war. Fröhlich planschen durften die Badegäste aber auch in diesem Jahr, wenn auch unter Einhaltung der gängigen Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln. Eine etwas andere Badesaison.

© Foto: Klaus Trenz


Die Freibäder mussten ein Hygienekonzept aufstellen und den Einlass zum Schwimmbad-Areal sowie in das Wasserbecken streng kontrollieren, um die Abstände unter den Badegästen zu wahren. Die Mund- und Nasenschutzbedeckung spielte natürlich auch eine Rolle. Badegäste mussten diese auf den Wegen – etwa zur Toilette, den Umkleiden und zum Kiosk – tragen.

Der etwas andere Badebetrieb

Im Naturpark Königstein konnten maximal 800 Menschen auf das Gelände, davon durften jedoch nur 150 Personen gleichzeitig im Becken schwimmen und planschen. Überfüllt war das Bad allerdings zu keinem Zeitpunkt. "Die 800 Badegäste haben wir eigentlich nur einmal angerissen, mussten aber niemanden wegschicken", berichtet der Geschäftsführer der Marktwerke Königstein Oliver Berger.

Beim Freibad in Auerbach sah das etwas anders aus. Anfangs durften dort höchstens 200 Personen gleichzeitig hinein, lediglich 40 davon ins Becken. Zudem gab es drei Öffnungszyklen pro Tag; mit Reinigungs- und Desinfizier-Pausen dazwischen. Währenddessen musste gelegentlich der ein oder andere Badegast warten.

Der Auerbacher Bürgermeister Joachim Neuß berichtet von der schrittweisen Öffnung des Schwimmbads. Als die Infektionszahlen wieder etwas gesunken sind, konnte das Freibad wieder auf den normalen Ganztagsbetrieb umstellen und auch mehr Besucher einlassen. Auch das Spaßbecken wurde wieder in Betrieb genommen. Gegen Ende durften bis zu 600 Personen in den Schwimmbadbereich, davon 80 Schwimmer gleichzeitig ins Wasser.

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Wie in allen Freibädern, änderte sich auch in Auerbach und Königstein der Badebetrieb aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen. War es sonst die Aufgabe der Bademeister "nur" darauf zu achten, dass niemand im Wasser zu Schaden kommt, mussten sie nun zusätzlich auf die Einhaltung der Sicherheitsabstände unter den Badegästen achten.

In Königstein wurden hierzu zeitweise bis zu fünf Leute um das Becken positioniert. "Wir haben versucht das bestmöglich umzusetzen, aber wenn ich fünf bis sechs Kinder habe, die zusammen im Wasser spielen, ist es natürlich schwierig, die zu trennen", schildert Oliver Berger die Lage und fügt hinzu, dass in solchen Fällen eben auch oft nach Ermessen der Aufpasser entschieden wurde.

Ein Stückchen Normalität sollte bei aller Vorsicht gewahrt werden. In Königstein war der Kiosk geöffnet, der Verkauf aber etwas eingeschränkt. Es gab fast nur verpackte Waren. Auf die klassischen Pommes mit Ketschup und Mayonnaise sollten die Badegäste dennoch nicht verzichten müssen, berichtet Oliver Berger: "Die Pommes im Schwimmbad sind einfach der Klassiker und dürfen deshalb auch nicht fehlen."


Öffnung der Schwimmbäder: So sehen die Bürgermeister die Situation


Der Kiosk war der einzige Ort, an dem es stellenweise Probleme mit der Maskenpflicht gegeben hat. "Ein paar Leute mussten am Kiosk weggeschickt werden, weil sie keine Maske anhatten, aber größtenteils haben das die Leute schon eingehalten", schildert Berger den Betrieb.

Auch Bürgermeister Neuß aus Auerbach sind keine Probleme mit Badegästen bekannt, die sich vehement gegen die Maskenpflicht geweigert hätten oder festgelegte Maßnahmen nicht beachten wollten. "Ich denke, so kann man ein Miteinander in dieser Zeit gestalten", sagt der Bürgermeister lobend über die Auerbacher Badegäste.

Gemischtes Fazit

Obwohl die beiden Schwimmbäder nicht allzu weit voneinander entfernt sind, fällt das Urteil der Verantwortlichen zur Badesaison 2020 höchst unterschiedlich aus. Oliver Berger vom Naturbad Königstein zeigt sich mit den Besucherzahlen zufrieden: "Eigentlich war es ein ganz guter Sommer. Ich hatte den Eindruck, dass mehr Leute ins Bad gegangen sind, vielleicht weil auch mehr daheim waren."

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Eine These, die Joachim Neuß so nicht bestätigen kann. Wegen der Corona-Schutzmaßnahmen hatten die Schwimmbäder in diesem Jahr weniger Wochen geöffnet also sonst im Sommer. Proportional waren allerdings auch viel weniger Besucher im Auerbacher Freibad, als im Durchschnitt. Der Bürgermeister kann sich das nur so erklären, dass einige Leute lieber gleich an den See ausgewichen sind. Auch das Wetter war diesen Sommer nicht durchgängig beständig und gut, wie in den beiden Jahren davor.

Trotz der Unterschiede hat der vergangene Badesommer gezeigt, dass auch Schwimmbadbesuche in einer Pandemie möglich sind. Natürlich mit Maske und hier und da mit leichtem Murren begleitet, aber dennoch erfrischend zur heißen Sommerzeit.


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