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Dienstag, 25.02.2020

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Freie Wähler Pegnitz fahren für Kommunalwahl zweigleisig

Neben der FWG Pegnitz treten auch die Freien Wähler bei der Kommunalwahl an. - 16.11.2019 12:55 Uhr

Neben der FWG treten auch die Freien Wähler bei der Kommunalwahl an. © dpa


"Es gibt die kleinere Wählergruppe FWG Pegnitz", erklärt es Stadtrat Thomas Schmidt, der diese Liste bei der Kommunalwahl nächstes Jahr anführen will. Nun habe es Mitglieder gegeben, die sich klarer zur Parteistruktur der Freien Wähler Bayern – unter Führung der Kreisvereinigung mit Florian Wiedemann – hingezogen fühlen. Man dürfe aber keine sogenannte Tarnliste führen und deshalb trete eben nun diese zusätzliche Freie-Wähler-Liste an.

Rund 20 Kandidaten habe man für die 24 Listenplätze, so Schmidt. Die Altersstruktur werde komplett abgedeckt, von Anfang 20 bis Ende 50 Jahre sei alles dabei. Anfangs habe es noch den Gedanken gegeben, eine spezielle "Junge Liste" aufzustellen. Davon sei man aber wieder abgekommen, da bei den Mitgliedern der Wunsch nach mehr Parteiorientierung bestanden habe.

Anführen werde die Parteiliste Claus Spieler, der bei der vergangenen Stadtratssitzung als Nachrücker von Stefan Reinfelder vereidigt worden war. Auch Wolfgang Weber – bis Anfang des Jahres Pegnitzer CSU-Vorsitzender, der kürzlich aus der Partei ausgetreten ist – werde auf dieser Liste vertreten sein. Auch das ehemalige CSU-Mitglied Elvira Looshorn werde sich auf der Liste wiederfinden.

"Mitglied kann man in beiden Vereinigungen sein", sagt Schmidt. Wesentlicher Unterschied der beiden Listen sei, dass bei den Freien Wählern mehr politische Inhalte im Vordergrund stehen. "Es sind aber zwei getrennte Wahlvorschlagslisten", betont Schmidt. Dies müsse im anstehenden Wahlkampf den Bürgern vermittelt werden.

Mehr Einfluss auf Landespolitik

Für Pegnitz sehen die potenziellen Kandidaten den Vorteil, dass die politischen Interessen besser vertreten werden könnten und man zudem über die Kreis- und Land-FWG mehr Einfluss auf die Landespolitik habe.

"Die Rechtslage gibt diese Möglichkeit der zwei Listen her", sagt Schmidt. Für ihn selber sei die Parteiliste aber keine Option für die kommende Kommunalwahl gewesen. Grundsätzlich gehe aber der Trend dahin, beide Gruppierungen mal zusammenzuführen. "Aber nicht in der knappen Zeit vor der Wahl mehr", so Schmidt weiter. Er rechne mit der kommenden Legislaturperiode als zeitlichen Rahmen dafür.

"Ich finde den Gedanke der Parteistruktur gut", sagt der wahrscheinliche Listenführer Claus Spieler. Momentan vertritt er den Stadtrat noch auf der örtlichen FWG-Liste, war zuvor als Ortssprecher für Büchenbach mit allen aktuellen Themen vertraut. "Als eigene Liste haben wir mehr Ansprechpartner in der Landespolitik, einen besseren Durchgriff auf die Landtagspolitik", sieht er als wesentlichen Vorteil. Dass sich beide Listen bei der Wahl gegenseitig Stimmen wegnehmen werden, glaubt Spieler nicht. "Eine Kommunalwahl ist eine Persönlichkeitswahl", sagt er.

Pegnitzer Anliegen im Vordergrund

Für Wolfgang Weber stellt sich nicht die Frage, welche Liste besser ist. "Die Kommunalwahl ist eine reine Persönlichkeitswahl und der Wähler, sofern er mir seine Stimme geben möchte, wird mich sicher auch auf dieser Liste finden", sagt er. Für ihn stehen die Pegnitzer Anliegen im Vordergrund, nicht der Listenname.

Der einzige Vorteil der zweiten Liste sei, dass der Wähler weiteren Kandidaten des bürgerlichen Lagers Stimmen geben kann. "Die Listen sind bunt gemischt – Geschlecht, Alter, Beruf, Ehrenamt, Ortsteil, Stadt – sodass der Effekt positiv sein wird", so Weber.

InfoDie Nominierungsversammlung der Freien Wähler ist am Montag, 9. Dezember, um 19 Uhr in Willenreuth im Gasthaus Kaul. Ein Termin der FWG Pegnitz ist noch nicht fix, soll aber ebenfalls im Dezember sein.

FRAUKE ENGELBRECHT

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