Montag, 21.10.2019

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Fridays for Future: Demo in Pegnitz und Auerbach

"Zusammen auf die Straßen": Erste Kundgebung mit Kreide-Malaktion findet morgen statt. - 19.09.2019 14:55 Uhr

Emily Färber (li.) und Magdalena Huber (re.) kümmern sich um die Organisation des Klimastreiks an diesem Freitag in Pegnitz.


Um 13.15 Uhr soll es losgehen, nach der Schule. "Wir haben lange darüber diskutiert", sagt Magdalena Huber. Aber man habe überlegt, dass wahrscheinlich nicht so viele zu der Kundgebung kommen, wenn sie während der Schulzeit stattfindet. "Und es kommt auch besser rüber, nach allem, was in der Vergangenheit immer über diese FFF-Demos gesagt wurde", so die Schülerin weiter.

Gerne hätte man sich mit den Aktivisten aus Auerbach zusammengetan, dort findet nämlich am Freitag, der internationaler Streiktag ist, auch eine solche Veranstaltung statt. "Aber wir haben davon erst erfahren, als unsere Veranstaltung schon angemeldet war", sagen die beiden Jugendlichen. Für den 20. September haben sie sich entschieden, um zu zeigen: "Hey, wir sind auch hier und machen was."

Bisher seien Mitglieder der Pegnitzer Bewegung zu Veranstaltungen nach Nürnberg gefahren. "Aber da geht man als relativ kleine Gruppierung unter", so Magdalena Huber. Darum wollten sie jetzt selber was in Pegnitz machen. Es wird ein paar Reden geben. Susanne Bauer vom Unterstützerkreis, Dieter Hoch vom Bund Naturschutz (BN) und Thomas Knauber von der örtlichen BN-Gruppe werden etwas sagen. Dann soll es eine "die-in-Aktion" geben. "Wir legen uns auf den Boden und stellen uns tot", erklärt Emily Färber. Damit solle deutlich gemacht werden, was passiert, wenn in Sachen Klima nicht bald etwas passiert.

Schließlich gibt es noch die Malaktion mit Straßenkreide, die ein offenes Ende hat. "Jeder kann hier, solange er mag, bleiben und seiner Kreativität freien Lauf lassen", sagen die beiden. In Anlehnung an Klimademonstrationen in Nürnberg könnten Sprüche wie "Hopp, hopp, hopp – Kohlestopp", "Energiewende jetzt", "Mehr ÖPNV" oder "Raus aus der Kohle, rettet die Pole" aufs Pflaster geschrieben werden. "Wir machen das mit Straßenmalkreide, die wäscht es beim nächsten Regen wieder runter", sagt Magdalena Huber. "Graffiti wäre zu stark und würde uns angreifbar machen."

Wie viele Teilnehmer kommen werden, können die beiden Aktivistinnen nicht einschätzen. Sie gehen aber nach den bisherigen Rückmeldungen von mehreren aus und auch von Erwachsenen. Die Kernzeit der Kundgebung wird auf etwa eine Dreiviertelstunde geschätzt, mit eben offenem, kreativem Ende.

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