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Donnerstag, 22.10.2020

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Frühe Blüte verdirbt die Honigernte

Schwache Erträge - Bienenvölker waren zu schwach, um Vorräte zu sammeln - 02.09.2009

Adolf Oelmeier vor der 3,50 Meter hohen Sonnenblume seines Freundes in Arnleithen mit ihren 30 Blüten, die den Bienen Nahrung geben.

© Weichert


Oelmeier war unlängst zu Besuch bei seinem Imkerfreund Burkhard Baier in Arnleithen. Vor dessen Bienenhäusern gedeiht eine riesige, rund 3,50 Meter hohe Sonnenblume mit über 30 Blüten und Knospen prächtig.

Normalerweise wird die außergewöhnlich hohe und blütenreiche Sonnenblume auch sehr gerne von Baiers Honigbienen umschwärmt. Laut Oelmeier sind der Nektar und der Blütenstaub der Sonnenblume sehr gut für die Bienen.

Der Pegnitzer Adolf Oelmeier geht allerdings davon aus, dass dieses Jahr ein wenig ertragreiches für die Imker wird. Er spricht von einer sehr schlechten Honigernte, «so schlecht, wie seit Jahren schon nicht mehr».

Schwache Bienenvölker

Der Grund dafür sei, dass es im Frühjahr außergewöhnlich warm gewesen sei und alles auf einen Schlag geblüht habe. Doch habe es zu diesem Zeitpunkt noch viel zu wenig Flugbienen gegeben. «Die Bienenvölker waren daher im Frühjahr noch viel zu schwach, um genügend Vorräte ansammeln zu können,» so der Pegnitzer Imker.

Anfang Juli hätten die Imker dann sogar zufüttern müssen, «sonst wären viele Bienen verhungert», berichtete Oelmeier jetzt in einem Gespräch mit den Nordbayerischen Nachrichten.

Heuer werde es deshalb neben einer ertragsschwachen Ernte auch so gut wie keinen Waldhonig und voraussichtlich fast keinen Sommerhonig geben.

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