Freitag, 15.11.2019

|

Für 250.000 Euro: Sportheim in Auerbach wird umgebaut

Seit Jahren plant der SV 08 Auerbach den An- und Umbau des vereinseigenen Sportheims am Sand. Nun liegen die Pläne für das 246 000 Euro teure Projekt vor, und die Stadt wurde um einen Zuschuss gebeten. - 23.10.2019 05:55 Uhr

Fast eine viertel Million Euro wird der Umbau des Sportheims des SV 08 Auerbach im Ortsteil Sand kosten. Dem Stadtrat liegt ein Zuschussantrag des größten örtlichen Sportvereins für diese Maßnahme vor.


 

Ohne Kredit geht es nicht

Entsprechende Pläne vom Unternehmen HD Bau GmbH liegen bereits seit Februar 2017 vor. Geplant sei nun, spätestens im Frühjahr 2020 zu beginnen, schreibt der Vorsitzende. Der Verein rechnet aktuell mit Kosten von 246 000 Euro. Es werde deshalb nicht ausbleiben, einen Teil des Betrags fremdzufinanzieren. Auch sollen alle erdenklichen Zuschussmöglichkeiten ausgeschöpft werden. Aus diesem Grund schrieb Uwe Ditz auch an die Stadtverwaltung.

Im Angebot des Bauunternehmens wird darauf hingewiesen, dass mit einer hochwertigen Ausstattung kalkuliert wurde. So werden Kunststofffenster mit hochwertiger Verglasung eingebaut, die Heizungsanlage wird angepasst. Im neuen Anbau wird in den Räumen im Untergeschoss – dort sind Umkleiden und Sanitäranlagen für die Sportler vorgehen – und im Erdgeschoss eine Fußbodenheizung verlegt.

Auch eine hochwertige Badausstattung und qualitativ gute Fliesen sind einkalkuliert. Der neue Gastraum soll eine mobile Trennwand bekommen. Noch nicht im Angebot enthalten sind besondere Einrichtungen wie Küche, Schränke und Gastraumausstattung. Geplant ist eine schlüsselfertige Übergabe durch die Baufirma. Die Außenanlagen, die Gartengestaltung und vorher vereinbarte Tätigkeiten können in Eigenleistung eingebracht werden.

In den Hauptversammlungen des SV 08 Auerbach ist das Sportheim am Sand seit Jahren ein Thema. Renovierungsarbeiten seien nötig, und ein geschlossener Gastraum sowie eine zeitgemäße Tribünen- und Sitzplatzlösung für Zuschauer seien Vorstellungen zur Weiterentwicklung des Geländes, sagte Vorsitzender Ditz bereits 2015. Ein Jahr später erklärte er, dass die Idee nun konkretere Formen angenommen habe.

Der entstandene Planentwurf sollte zunächst im Ausschuss der Sparte Fußball und danach im Verwaltungsrat besprochen werden. Hier wurde auch die wichtige Frage der Finanzierung diskutiert. Auch den Mitgliedern sollte der Plan noch vorgestellt werden. Die Investition würde einen sechsstelligen Betrag erfordern. "Die Finanzierung wird auf verschiedene Säulen gestützt: Eigenkapital, geliehenes Fremdkapital, Zuschüsse und Sponsoring. Und vor allem: Über einen möglichst hohen Anteil an Eigenleistung", betonte der Vorsitzende vor drei Jahren. 2017 wurde schon ein Betrag genannt: Die vorgesehene Umgestaltung der Sanitärräume sowie die Schaffung eines Aufenthalts- und Versammlungsraumes und einer Küche würden rund 240 000 Euro kosten, die durch Eigenleistung, Sponsoring und eine Darlehensaufnahme geschultert werden sollten. Auch ein Zuschuss werde beantragt beim Bayerischen Landessportverein (BLSV). Eine Realisierung der Baumaßnahme werde 2017 wohl nicht möglich sein, da sich die Abklärung mit dem BLSV langwieriger gestaltete als gedacht, so Ditz damals.

"Starten statt warten"

Auch 2018 waren die geplanten Baumaßnahmen ein wichtiges Thema in den Sitzungen. Die Pläne wurden überarbeitet, da der erste Entwurf nicht optimal für einen Zuschuss durch den BLSV war. Der Vorsitzende hoffte, dass in absehbarer Zeit der formelle Förderantrag gestellt werden könne, und rechnete mit dem Beginn der Maßnahme im Herbst. "Starten statt warten", lautete im Frühjahr 2019 die Devise zur Umgestaltung und Erweiterung des Sportheims. 2018 war vom BLSV der Hinweis gekommen, dass es nach den Landtagswahlen zusätzliche Fördermöglichkeiten geben werde. "Das Sonderprogramm gibt es bis jetzt noch nicht", bedauerte Uwe Ditz bei der Hauptversammlung im April dieses Jahres. Inzwischen seien die Antragsunterlagen aber eingereicht, sodass es wohl bald losgehen kann.

Von der Stadt erhofft sich der SV08 einen Zuschuss nach den Vereinsförderrichtlinien. Wie in anderen Fällen schlägt die Verwaltung eine Förderung in Höhe von fünf Prozent der nachgewiesenen Kosten vor. Bei einem Gesamtinvestitionsvolumen von 246 000 Euro läge der Anteil der Stadt bei 12 300 Euro, die 2020 im Haushaltsplan berücksichtigt werden. Der Stadtrat stimmt heute, Mittwoch, über die Sitzungsvorlage ab. Beginn der Sitzung ist um 18 Uhr.

BRIGITTE GRÜNER

1

1 Kommentar

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Auerbach