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Fußball-Funktionärin: „Zu früh, um über Re-Start nachzudenken"

Jugendgruppenspielleiterin Kathrin Gsell aus Michelfeld sieht die aktuelle Lage eher skeptisch - 07.04.2021 12:09 Uhr

Kathrin Gsell gibt sich skeptisch in Hinblick auf einen baldigen Re-Start im Jugendfußball im Fußballkreis Amberg/Weiden.

05.04.2021 © Ralph Strobl, NN


Nach rund fünf Monaten im sportlichen Lockdown denkt Kathrin Gsell (ihr Ehemann Thomas ist Vorstand Sport und Hygienebeauftragter des ASV Michelfeld) auch über realistische Planungen nach. Auf BFV-Ebene entfällt bei den Junioren ja die Frühjahrsrunde 2021, die unterbrochene Herbstrunde 2020 soll möglichst ab Anfang Mai bis 31. Juli zu Ende gespielt werden. In Auerbach ist eine Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebs angesichts der hohen Inzidenzwerte im Landkreis Amberg/Sulzbach ziemlich heikel. Und die Hoffnung darauf, dass nach der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz Lockerungen winken, eher niedrig.

Frau Gsell, die SG Auerbach hat im Winter mit Online-Zauber-Shows und Lauf-Challenges versucht, den Kontakt zu ihren Aktiven zu halten. Wie ist derzeit die Stimmungslage und welche konkreten Maßnahmen haben Sie für einen Re-Start in der Schublade?

Kathrin Gsell: Nach wie vor finden wir es schade, dass ein Trainingsbetrieb auf dem Platz für Kinder und Jugendliche nicht möglich ist. Mit Trainern wurde soweit bereits über einen möglichen Re-Start gesprochen. Wir sind auch entsprechend in Kontakt mit den Stammvereinen bezüglich Platznutzung und Hygienekonzepte. Ich persönlich sehe es aufgrund der steigenden Inzidenzwerte eher als unrealistisch an, über einen Trainingsstart am Platz in den nächsten Wochen nachzudenken.

Im Kreis Amberg/Weiden sind die Mannschaftszahlen bei E- und F-Junioren im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit um 27 Teams zurückgegangen. Gemeinsam mit einer örtlichen Grundschule können Vereine zum Weltkindertag am 20. September Werbe-Veranstaltungen organisieren. Anlässlich des Internationalen Kindertages am 1. Juni sollen von den Vereinen Minifußball-Turniere angeboten werden. Wie ist der aktuelle Stand?
Kathrin Gsell: Zur Anzahl der teilnehmenden Schulen im Landkreis kann ich zum heutigen Datum noch nichts öffentlich sagen. Dies ist auch abhängig davon, inwiefern die Schulen bis dahin wieder öffnen können, und auch wie die Hygienemaßnahmen zu diesem Zeitpunkt umgesetzt werden können.

Der Post SV Nürnberg hatte eine Online-Petition mit dem Ziel der baldigen Wiederaufnahme des Fußball-Trainings- und Spielbetriebs in Bayern gestartet. Die nötigen 24.000 Unterschriften, damit der Antrag im Landtag eingereicht werden kann, sind erreicht. Wie stehen Sie dazu?
Kathrin Gsell: Natürlich würde ich mir nichts mehr wünschen, als dass die Kinder und Jugendlichen wieder zurück auf den Platz dürfen und habe diese Petition auch selbst unterstützt. Leider gibt es die aktuelle Pandemiesituation jetzt noch weniger her, über Lockerungen beim Mannschaftssport ernsthaft zu diskutieren.

Ihr zwölfjähriger Sohn Paul spielt seit dieser Saison bei der SpVgg Greuther Fürth im Nachwuchsleistungszentrum in der D1-Mannschaft (Förderrunde Bundesliga NLZ). Wie ist seit dem Lockdown im November der Trainings- und Spielbetrieb dort geregelt und wie geht es ihm?
Kathrin Gsell: Paul geht es wie jedem anderem fußballbegeisterten Kind, er wünscht sich nichts mehr, als auf dem Platz zurück zu dürfen. Seine Mannschaft hält sich mit Online-Seminaren und individuellen Übungen sowie Laufeinheiten fit.

Ralph Strobl

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