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FWG Pottenstein: Maria Dreßel und Stefan Frühbeißer treten an

Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Pottenstein hat in Regenthal ihre Spitzenkandidaten vorgestellt und die Liste ein Stück weit verjüngt. Zur sache - 13.01.2020 07:55 Uhr

Jünger und weiblicher: Die kürzlich vorgestellte Liste der Freien Wählergemeinschaft (FWG) Pottenstein mit den Spitzenkandidaten Stefan Frühbeißer (vorne rechts) und Maria Dreßel (3. v. re.) folgt dem politischen Bundestrend. © Foto: Thomas Weichert


Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Pottenstein ist die erste Gruppierung, die ihre Stadtratskandidaten für die Kommunalwahl am 15. März nominiert hat. Bei der Aufstellungsversammlung im Soccerpark Pottenstein in Regenthal kürten die 17 stimmberechtigten Mitglieder Stadträtin Maria Dreßel aus Waidach einstimmig zur Spitzenkandidatin und Bürgermeister Stefan Frühbeißer mit zwei Gegenstimmen zum gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten der FWG, CWU-UWV, BPU und SPD.

Weiterer und neuer FWG-Frontmann auf Listenplatz zwei ist der 41-jährige selbstständige Pottensteiner Bäckermeister Johannes Frosch, dem auf Platz drei der 24-jährige Zerspanungsmechaniker Andre Markus aus Kühlenfels folgt.

Die altgedienten FWG-Stadträte Josef Schrüfer, der Pottensteins amtierender dritter Bürgermeister ist, sowie Heinrich Plank machen jüngeren Leuten auf dem FWG-Wahlvorschlag bei den vorderen Plätzen Platz. So kandidiert Josef Schrüfer auf Platz 16 und Heinrich Plank sogar auf dem letzten Platz 20.

Das Durchschnittsalter der FWG-Kandidaten, darunter befinden sich vier Frauen, liegt bei 43,83 Jahren. Die Wahl leitete Karl Eckert, der auch zum Beauftragten für die Wählerliste gewählt wurde.

Maria Dreßel dankte Schrüfer und Plank, dass sie jüngeren Kandidaten auf den vorderen Plätzen der Liste Platz gemacht haben – aber auch dafür, dass sie wieder bereit waren, auf der FWG-Liste zu kandidieren.

Dreßel war zusammen mit Schrüfer in den letzten Wochen im gesamten Gemeindegebiet unterwegs, um geeignete Kandidaten für die FWG zu finden. "Politik, Demokratie und das Funktionieren einer Gemeinschaft sind ein kompliziertes Geschäft und eine große Herausforderung", sagte die neue FWG-Frontfrau.

Vieles gehe langsam und brauche Zeit. Entscheidend sei "ein gutes Miteinander", so Dreßel weiter, die betonte, das es gerade in der Kommunalpolitik Menschen brauche, die kritisch mitdenken, sich einmischen und mitentscheiden und mit positiver Energie Probleme gemeinsam angehen.

Mehr Ratsposten für FWG im Blick

Die Wahlziele der FWG werden nun mit den Kandidaten erarbeitet. Ziel für Maria Dreßel ist es, dass die FWG zukünftig ein bis zwei Stadträte mehr stellt als die bisher drei. Dafür habe man nun eine Liste mit guten und auch vielen jüngeren Kandidaten. Wie Schrüfer erklärte, wird das Thema "Breitband" den nächsten Stadtrat noch mindestens ein Jahr lang beschäftigen. Danach müsse man aber dringend auch wieder andere Themen angehen.

So müsse die Gemeinde für junge Familien attraktiver werden. Einer der Schwerpunkte in den nächsten sechs Jahren werde daher die Ausweisung von Bauplätzen und die Beseitigung der Leerstände in den Ortschaften sein. Ein heikles Thema ist laut Stefan Frühbeißer das Feuerwehrwesen, in dem sich in den letzten drei Jahren der finanzielle Aufawand verdreifacht habe.

Alleine die Umstellung auf die digitale Alarmierung koste rund 70 000 Euro. Auch habe man in der Stadtverwaltung nur begrenzte Personalkapazitäten, weshalb es in den letzten Jahren Umstellungsschwierigkeiten gab. "Unser aller Ziel, unsere Heimat selber zu gestalten, wird zunehmend schwieriger", so Frühbeißer, der seit 18 Jahren Pottensteiner Rathauschef ist. "Was in diesen 18 Jahren an Bürokratie aufgebaut wurde, ist der Wahnsinn", betonte Frühbeißer, der sich freuen würde, wenn möglichst viele FWG-Kandidaten in den Stadtrat gewählt würden.

Sehr dankbar sei er auch, wenn kritische Themen offen angesprochen werden. FW-Landratskandidat Florian Wiedemann, der sein Wahlprogramm für die Landratswahl vorstellte, hofft, dass viele Freie Wähler in den Stadtrat kommen.

1. Maria Dreßel, Waidach, 53, Handelsfachwirtin, Stadträtin; 2. Johannes Frosch, Pottenstein, 41, selbstständiger Bäckermeister; 3. Andre Markus, Kühlenfels, 24, Zerspanungsmechaniker; 4. Franz Stiefler, Hohenmirsberg, 54, Bankangestellter; 5. Markus Polster, 43, Kleinkirchenbirkig, Technischer Kundenbetreuer; 6. Fabian Körber, 23, Prüllsbirkig, Anlagenmonteur; 7. Marco Hofmann, 42, Regenthal, Industriemeister; 8. Sven Wiegärtner, 37, Kirchenbirkig, Erzieher i.A.; 9. Sven Bauer, 24, Elbersberg, Landwirt; 10. Bastian Brendel, Kühlenfels, 25, Maschinenbauing.; 11. Markus Grellner, Weidenhüll, 42, Schreiner; 12. Tanja Schuster, 44, Wannberg, Hausfrau; 13. Thomas Eckert, Regenthal, 29, Zerspanungsmechaniker; 14. Matthias Deinlein, Weidenloh, 53, Maschinenbautechniker; 15. Nadine Eckert, Kleinkirchenbirkig, 30, Lehrerin; 16. Josef Schrüfer, Kühlenfels, 61, Techniker, Stadtrat; 17. Peter Trenz, Kirchenbirkig, 60, Automatenbetreuer; 18. Josef Müller, Leinenfels, 68, Maschinenschlosser; 19. Annette Maier, Waidach, 52, Verkäuferin; 20. Heinrich Plank, Pottenstein, 72, Verwaltungsbeamter i. R., Stadtrat; Ersatzkandidaten: Werner Schriefer, Pottenstein, 72, Schreinermeister; Christoph Brütting, Pottenstein, 68, Technischer Angestellter.

tw VON THOMAS WEICHERT

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