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Ganz besondere Blicke auf die Fränkische Schweiz

Grafik- und Fotodesigner Frank Schneider gibt Kalender mit Naturerlebnissen aus der Region heraus - 28.11.2018 19:58 Uhr

Der Grafik- und Fotodesigner Frank Schneider hat einen Kalender „Naturerlebnis Fränkische Schweiz“ herausgebracht. Im April ist ein Motiv aus Gößweinstein mit Burg und Basilika (Bild) zu sehen. © Ralf Münch


Schon in der Schule hat den 46-Jährigen aus Hausen das Kreative gereizt, im Abitur hatte er den Leistungskurs Kunst. Seit acht Jahren ist er in seinem Ein-Mann-Betrieb selbstständig. "Man kann jeden Tag etwas anderes machen, kann in viele Branchen reinschnuppern", sagt er. Die Schwerpunkte bei seiner Fotografie sind Immobilien, Produktfotografie, Porträts und Werbefotografie. Zweimal hat er schon einen Reiseführer über die Fränkische Schweiz herausgegeben und seit diesem Jahr eben den Naturkalender.

"Beziehung zur Gegend"

Warum die Fränkische Schweiz? "Ich hatte schon früh eine Beziehung zu der Gegend", sagt Schneider. Früher war er mit seinen Eltern dort viel wandern und Ski fahren, es ist ein Stück Heimatverbundenheit. Und Landschaftsfotos sind einfach reizvoll für ihn. Die Idee mit dem Kalender hatte er, weil hier das Bild im Mittelpunkt stehe. "Hier kann ich viele Ecken aus der Fränkischen Schweiz zeigen, da ist Abwechslung drin", sagt Schneider. Nicht nur durch die Motive, sondern auch durch den Wechsel der Jahreszeiten, die auf jedem Monatsblatt zu sehen sind.

Schneider ging es darum, nicht nur Sommerbilder zu machen, sondern spannende Motive zu zeigen, zum Beispiel im Oktober die Herbststimmung zu transportieren. Eben dieses Bild zeigt die Wiesent unterhalb der Burg Rabeneck. Es ist sein Lieblingsbild in dem Kalender. "Die Stimmung von Herbst und Nebel, das ist wie ein Gemälde, ein Zwitterbild", nennt es Schneider.

Oft sind es ungewöhnliche Zeiten, zu denen er zum Fotografieren geht, um eine ganz besondere Lichtstimmung einzufangen. Da kann es schon passieren, dass er um 4 Uhr in der Früh aufs Walberla fährt, um den richtigen Moment des Vollmonds einzufangen. "Da geht es manchmal um Minuten", sagt Schneider. Die besten Bilder entstehen in der Dunkelheit oder bei Sonnenauf- oder -untergang. "Das Licht ist der Pinsel der Fotografie", nennt er es.

Die Motivauswahl ist mit viel Planung verbunden. Erst einmal fährt er durch die Gegend und sucht Orte, die sich für ein Bild eignen. Dann müssen Wetter und Sonnenstand genau geplant werden. Und wenn die optimalen Lichtverhältnisse passen, dann fährt er noch mal hin, um das eigentliche Bild zu machen. "Das ist viel Output, den ich da über das Jahr verteilt kreiere", sagt Schneider.

Bilderstrecke zum Thema

Atemberaubende Schönheiten: Die Fränkische Schweiz von oben

Aus bis zu 2.500 Metern Höhe blickte Tom Schneider, Fotograf aus Ebermannstadt, bei einer Fahrt mit einem Heißluftballon auf Dörfer, Natur und wunderschöne Ecken der Fränkischen Schweiz und des Landkreises Forchheim.


Und er achtet bei der Auswahl seiner Motive darauf, dass sie nicht schon überfotografiert sind, will Bekanntes einfach neu interpretieren. Dafür sei Entdeckergeist notwendig. Schneider zeigt als Beispiel das Septemberblatt mit einer Ansicht aus Tüchersfeld.

Aber grundsätzlich ist diese Art der Fotografie Erholung für ihn, sagt er. "Da kann es früh um 5 Uhr auch ein erhabener Moment sein", so Schneider. Und bei bestimmten Bildern, zum Beispiel bei Felsformationen, hat er einen Menschen mit auf dem Bild. So könne der Maßstab besser gezeigt werden.

Im Urlaub knipst Schneider einfach nur ein bisschen. "Meine Frau würde schimpfen, wenn ich, der sonst ständig Bilder macht, da nicht fotografieren würde", lacht er.

Der Kalender "Naturerlebnis Fränkische Schweiz" ist im Format Din A 2 für 26,95 Euro in der Geschäftsstelle der Nordbayerischen Nachrichten, Hauptstraße 20, in Pegnitz erhältlich.

FRAUKE ENGELBRECHT

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