Samstag, 07.12.2019

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Gegen Holzwürmer: Plecher Rathaus wird eingehüllt

Eine Fachfirma hat mit der Schädlingsbekämpfung im Dachstuhl begonnen. Nach der Verhüllung kommt ein Gas zum Einsatz. - 02.10.2019 08:55 Uhr

Schicht für Schicht deckten gestern Arbeiter das Plecher Rathaus mit Planen in den Nationalfarben ab. Ist die Verhüllung abgeschlossen, kommt ein technisches Begasungsmittel zum Einsatz, das Holzwürmer und Hausbockkäfer tötet. © Foto: Kerstin Goetzke


Festgestellt wurde dieser Befall im Zuge der anstehenden Heizungsmodernisierung, bei der energetischen Untersuchung des Rathauses, vor allem in den Bodenbrettern des Dachstuhls, berichtet Bürgermeister Karlheinz Escher (ÜWG).

"Für Menschen unbedenklich"

In der Folge hat eine Fachfirma aus Lauf für projektierte Kosten von zirka 40 000 Euro den Zuschlag für ein sogenanntes Begasungsverfahren bekommen. Dabei werde ein technisches Begasungsmittel verwendet, das binnen kürzester Zeit rückstandsfrei verschwinde, sodass das Gebäude schnell wieder genutzt werden könne, erläutert der Bürgermeister. Er geht deshalb davon aus, dass nach dem Abbau der Konstruktion am kommenden Mittwoch, 9. Oktober, das Rathaus sofort wieder einsatzbereit ist. Dies war auch einer der Gründe, warum sich der Marktgemeinderat im Mai für die vergleichsweise teure Maßnahme entschieden hat.

"Die Planen sind vollkommen dicht. Das Mittel ist für Menschen unbedenklich", so Escher weiter. "Nach der Begasungszeit und der Abnahme der Planen wird gemessen, ob sich das Gas rückstandslos verflüchtigt hat."

Die erfolgreiche Schädlingsbekämpfung ist aber erst der Anfang umfangreicher Instandsetzungsarbeiten im Rathaus. Vor allem energetische Sanierungen stehen an, so die Erneuerung der Heizung, die Trockenlegung des Kellers und die Isolierung des Daches.

Ob damit allerdings noch in diesem Jahr begonnen werden kann, ist derzeit noch unklar, berichtet der Rathauschef. Schließlich müssten ja im Vorfeld alle Maßnahmen erst ausgeschrieben und vergeben werden. Weitere 300 000 Euro sind dafür veranschlagt. "Aber wir sollten bis Ende 2020 fertig sein", gibt Escher einen straffen Zeitplan vor.

 

ASTRID LÖFFLER

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