Geld aus Berlin für altehrwürdige Nankendorfer Mühle

20.5.2021, 11:07 Uhr
Das Engagement der Familie Sebald, das Erbe der Familie in nächster Generation fortzuführen, hat sich gelohnt: Der Bund fördert die Sanierung der Nankendorfer Mühle.

Das Engagement der Familie Sebald, das Erbe der Familie in nächster Generation fortzuführen, hat sich gelohnt: Der Bund fördert die Sanierung der Nankendorfer Mühle. © Foto: Tobias Koch

Bei einem Besuch vor Ort hatte sich Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert (CSU) im vergangenen Jahr von dem Vorhaben, die Mühle zu sanieren und einen für die Öffentlichkeit zugänglichen Ausstellungsraum einzurichten, selbst überzeugt und sich für den Erhalt der Bundesmittel unter anderem mit einem Schreiben an die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters, und persönlichen Gesprächen eingesetzt.

Beliebtes Fotomotiv

Die erstmals 1539 urkundlich erwähnte Mühle ist eines der prägenden Gebäude im Dorf und bei Touristen ein beliebtes Ausflugs- und Fotomotiv. "Ich freue mich sehr, dass die Familie Sebald, die viel Liebe und Mühe investiert, durch den Bund unterstützt wird. Die mehrere Jahrhunderte alte Nankendorfer Mühle ist ein Stück der oberfränkischen Kultur mit einer bewegten Geschichte."

Durch die Sanierung und Einrichtung eines kleinen Museums direkt am Mühlenweg Waischenfeld können Einheimische und Touristen einen noch tieferen Einblick in die Historie dieses Kulturgutes erlangen.

Es sei, so Launert, etwas Besonderes, wenn geschichtsreiche, denkmalgeschützte Gebäude einem neuen Zweck zugeführt werden können und Eigentümer historischer Gebäude bereit sind, neue Wege zu gehen.

"Mit 200.000 Euro beteiligt sich der Bund an der Sanierung der Nankendorfer Mühle", freut sich auch die Parlamentarische Staatssekretärin Anette Kramme (SPD) in ihrer Mitteilung an die Medien. Erneut werde die Region mit Fördergeldern bedacht.

Der Haushaltsausschuss des Bundestages gab am Mittwoch die Mittel, die aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes stammen, frei. Mit dem Programm ermöglicht der Bund dringende Sanierungsarbeiten an bedeutenden Kulturdenkmälern. Die Maßnahmen erstrecken sich über das gesamte Bundesgebiet. Diese zusätzlichen Bundesmittel, die durch Kofinanzierung in mindestens gleicher Höhe von Ländern, Kommunen, Eigentümern und engagierten Projektträgern ergänzt werden, kommen vor allem kleinen und mittelständischen Bau- und Handwerksbetrieben zugute.

Die denkmalgeschützte Mühle ist im Familienbesitz und das älteste Gebäude im Dorf, hebt auch Kramme hervor und bestätigt: Sie ist ein beliebtes Ausflugsziel und Fotoobjekt. Die gesamte Sanierung wird über eine Million Euro kosten.

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