Dienstag, 22.10.2019

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Gemischte Gefühle

Die Übernahme von Beka verunsichert so manchen Mitarbeiter - 17.09.2019 16:25 Uhr

Auch das Beka-Werk im Pottensteiner Ortsteil Wannberg gehört künftig zur Timken-Gruppe. Die Mitarbeiter sehen den Verkauf mit gemischten Gefühlen. © Archiv


 Mit zirka 900 Angestellten ist die Baier und Köppel GmbH (Beka) einer der größten Arbeitgeber in Pegnitz. Seit 1927 ist die familiengeführte Firma hier ansässig. , ein global führender Hersteller von Wälzlagern und Produkten für die mechanische Kraftübertragung. Raab hat sich über die Unternehmensgeschichte informiert: "Die Firma wurde von einem ausgewanderten Bremer gegründet, die den Postkutschenbau mit metallischen Lagern revolutioniert hat."

Weltweit beschäftigt die Firma 18 000 Mitarbeiter in 35 Ländern. "Die Übernahme von Beka erweitert unsere globale Führung in diesem hoch attraktiven Markt", sagt Timken-Geschäftsführer Richard. G Kyle zur Übernahme. "Zudem erhalten wir damit eine Chance den europäischen und asiatischen Markt besser abzudecken." Die Firma versucht sich seit dem Kauf der Firma Interlube 2013 auf dem Markt besser zu etablieren. So wurde mit Groeneveld 2017 eine weitere, in den Niederlanden ansässige Firma übernommen.

Wie der Beka-Betriebsrat mitteilt, sind die Mitarbeiter überrascht, die Gefühlslage sei gemischt. Dass bei den Angestellten Ängste geweckt wurden, versteht Raab: "Immer, wenn solche Veränderungen anstehen, werden wohl Ängste geweckt, gleichermaßen gibt es auch Chancen." Dieser Aussage stimmt der Betriebsrat zu und hofft auf Positives: Man erwarte, dass die Übernahme das Wachstum fördere, zur Arbeitsplatzsicherung beitrage und den Erfolgskurs langfristig festige.

Schon länger eine Option

So habe Geschäftsführer Bernhard Köppel in den vergangenen Jahren bereits mehrfach das Thema Ruhestand und Unternehmensnachfolge thematisiert – ein Verkauf war immer eine von mehreren Optionen. "Ich vertraue auf die Erfahrung und Sachkenntnis des Marktes von Bernhard Köppel, sein Lebenswerk auch dem richtigen Partner anzuvertrauen", sagt Raab. Für 165 Millionen Dollar, derzeit umgerechnet 150 Millionen Euro, wurde die Firma, die fast 100 Jahre in Familienbesitz war, nun verkauft.

Die Timken-Gruppe vermeldete im vergangenen Jahr Umsätze von 3,6 Milliarden Dollar, derzeit umgerechnet 3,2 Milliarden Euro. Laut Pressemitteilung der Timken-Gruppe erwartet man 2019 bei Beka Umsätze in Höhe von 135 Millionen Dollar (120 Millionen Euro). Mit der Übernahme soll die Timken-Gruppe nun der weltweit zweitgrößte Produzent von automatischen Schmieranlagen sein und führender Hersteller von Wälzlagern.

Raab sieht in der Übernahme eine Stärkung des Pegnitzer Standorts und will das Gespräch mit den zuständigen Entscheidungsträgern suchen. Letztlich gehe es um die Arbeitsplätze in Pegnitz.

MARTIN BURGER

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