Donnerstag, 06.05.2021

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Genehmigt: Neue Drehleiter für die Pegnitzer Feuerwehr

Für insgesamt 670 000 Euro soll die Feuerwehr einen neue Drehleiter bekommen - 09.04.2021 05:59 Uhr

Noch etwa drei Jahre dauert es laut Verwaltung, bis die alte Drehleiter (im Bild bei einer Übung vor dem Neuen Rathaus) durch eine neue ersetzt wird. Die Ausschreibung soll nun beginnen.

08.04.2021 © Archivfoto: Klaus Trenz


Die Drehleiter der Pegnitzer Wehr ist zwar sowohl optisch als auch technisch in gutem Zustand, aber sie ist in die Jahre gekommen und ist jetzt rund 21 Jahre alt. Zwar kann sie laut Kommandant Roland Zahn und Gerätewart Walter Steger noch weitere Jahre bedenkenlos für den Feuerwehrdienst eingesetzt werden, sei aber nicht mehr ganz zeitgemäß, sprich: sie hinkt der modernen Technik mittlerweile etwas hinterher.

Außerdem ist sie im überörtlichen Gerätebeschaffungsplan des Landkreises Bayreuth von 2021 bis 2024 aufgelistet, auch weil Drehleitern mit diesem Alter in der Regel ausgemustert werden. Für die Ersatzbeschaffung hat der Kreisausschuss bereits im Dezember 2020 einen Zuschuss in Höhe von 275 000 Euro zugesagt.

Mehrere Zuschüsse sind in Aussicht

Die Kosten für die rund 670 000 Euro teure neue Drehleiter halten sich für die Stadt Pegnitz in Grenzen, zumal durch den Zuschuss vom Landkreis und vom Freistaat (rund 230 000 Euro) alleine über eine halbe Million Euro erwartet werden. Durch eine mögliche gemeinsame Beschaffung eines baugleichen Modells wird im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit nochmals ein Zuschuss von rund 23 000 Euro eingeplant. Hinzu kommt, so Bürgermeister Wolfgang Nierhoff (Pegnitzer Gemeinschaft, Peg), dass der Hersteller der alten Drehleiter deren Ankauf zugesichert habe und dafür 45 000 Euro zahlen will. Letztendlich verbleiben bei der Stadt dann nur noch Kosten in Höhe von rund 90 000 Euro. Die Verwaltung wurde damit beauftragt, in die Ausschreibung zu gehen und die entsprechenden Förderanträge zu stellen.

Zugestimmt wurde auch den Anträgen der Kommandanten der Feuerwehren der Stadt Pegnitz für die Beschaffung und Ergänzung von technischen Ausrüstungsgegenständen und der Ersatzbeschaffung von schadhafter und verschlissener Dienst- und Schutzkleidung in Höhe von insgesamt rund 200 000 Euro. Da es sich, abgesehen von dringend notwendigen Ersatzbeschaffungen, die bereits getätigt wurden, um die Wunschliste des Feuerwehrbeirats seit 2019 handelt, ist die Liste sehr lang und geht von Schutzanzügen über Zuschüsse zu Helmen und Stiefeln bis hin zu technischem Gerät für die Brandbekämpfung und der technischen Hilfeleistung sowie zu Zubehör für Atemschutzausrüstungen. Die Anträge für die Beschaffung von 37 Atemschutzausrüstungen mit Kosten in Höhe von rund 60 000 Euro und die Bezahlung von 20 Lastwagen-Führerscheinen (C-Führerschein) mit Kosten in Höhe von 40 000 Euro für die Feuerwehren Hainbronn, Büchenbach und Kaltenthal hat der Feuerwehrbeirat in das nächste Jahr verschoben.

Der einstimmige Beschluss für die Ersatzbeschaffungen wurde vorbehaltlich gefasst, da die anfallenden Kosten noch einer Haushaltsgenehmigung für 2021 bedürfen.

Der Beschluss beinhaltet auch, dass künftig die Anzahl der Atemschutzmasken nur noch in dreifacher Anzahl der Atemschutzgeräte, die sich in den Fahrzeugen befinden, entsprechen soll, jedoch maximal der Anzahl der Atemschutzträger. Alle übrigen Masken sollen bei der Feuerwehr Pegnitz gelagert und für die Atemschutzausrüstung der Feuerwehren Hainbronn und Büchenbach vorgehalten werden.

Mehrkosten für Ausrüstung sollen die Vereine bezahlen

Die von Feuerwehrfrauen und -männern oft individuell gewählten Handschuhe für die technische Hilfeleistung können von den Feuerwehrdienstleistenden selbst angeschafft werden. Es gibt dafür von Seiten der Stadt Pegnitz einen Zuschuss in Höhe von 30 Euro. Mehrkosten sollen von den Feuerwehrvereinen übernommen werden. Die Feuerwehrvereine sollen auf Empfehlung des Feuerwehrbeirats auch bei ihrer üblichen Praxis bleiben, Parkas selbst zu beschaffen und zu bezahlen.

Susanne Bauer (GU) fragte an, ob Ausrüstungsgegenstände auch beim Fairen Handel einzukaufen seien. Immerhin sei Pegnitz auch eine Fair-Trade-Stadt, ergänzte ihr Fraktionskollege Jürgen Schorner. Die Anregung wollte die Mehrheit des Stadtrats nicht in den aktuellen Beschluss aufnehmen. Dies hätte unter Umständen Auswirkung auf die Preise für die Ausrüstungsgegenstände und könnte die Ausschreibung verzögern, sagte Dritter Bürgermeister Thomas Schmidt (FWG). Hans Hümmer (FWG) wies darauf hin, dass bei den Ausrüstungsgegenständen in erster Linie deren Eignung und Materialeigenschaften im Vordergrund stehen sollten. Dennoch: Nierhoff versicherte, in dieser Hinsicht Erfahrungswerte sammeln zu wollen, sprich: in Zukunft sollen auch Preise für Ausrüstungsgegenstände aus dem Fairen Handel eingeholt und deren Eignung anhand von Mustern überprüft werden.

Die Forderung von Daniel Rasch (Peg) nach einer "Standardisierung" in der Beschaffung sei laut Nierhoff dem Feuerwehrbeirat bereits angekündigt worden.

KLAUS TRENZ

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