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"Genuß" und "Draußen unterwegs" Leitthemen im Tourismus

Fränkische Schweiz wirbt auf der Freizeitmesse mit der Hotelfachschule Pegnitz - 28.02.2018 15:56 Uhr

Bewacht von Rittern aus dem 30-jährigen Krieg ließ sich Landtags-Präsidentin Barbara Stamm von Landrat Hermann Hübner und Schulleiter Christian Länger über Anstrengungen der Hotelfachschule Pegnitz und der Tourismusregion Fränkische Schweiz in Sachen Genuss und Kulinarik informieren.

© Reinl


Die Entwicklung des Tourismus in Fränkische Schweiz und Fichtelgebirge verläuft überaus positiv. Die Zahl der Gästeankünfte legte rund um den Ochsenkopf in den vergangenen zehn Jahren um 22,8 Prozent zu, im Land der Burgen, Höhlen und Mühlen sogar um gut 30 Prozent. Die Zahl der Übernachtungen stieg im nördliche Gebiet um 9,2, entlang von Wiesent und Püttlach sogar um 23,5 Prozent. Absolut verzeichnete so das Fichtelgebirge im vergangenen Jahr 1,3 Millionen Übernachtungen, die Fränkische Schweiz gut eine Million. Dazu kommen alljährlich zusammengerechnet knapp 20 Millionen Tagesgäste. Mit einem jährlichen Umsatz von einer Dreiviertel Milliarde Euro ist der Fremdenverkehr somit ein Hauptwirtschaftszweig in der Region.

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Kulinarische Genüsse am Stand der Fränkischen Schweiz

Mit Rittern, die auf eine Ausstellung im Fränkische Schweiz-Museum zum 30-jährigen Krieg hinweisen, kulinarischen Genüssen, zubereitet von der Hotelfachschule Pegnitz und neuen Angeboten für den Aktiv-Urlaub wirbt die Fränkische Schweiz bei der Freizeitmesse in Nürnberg. Das Gebiet rund um den Ochsenkopf lockt mit dem "essbaren Fichtelgebirge", Markgräfin Wilhelmine und dem Oldtimermuseum in Fichtelgberg. Als Ehrengast an den Ständen konnte Landrat Hermann Hübner die Landtags-Präsidentin Barbara Stamm begrüßen.


All das darf aber laut Landrat Hermann Hübner nicht dazu verleiten, sich zufrieden zurückzulehnen. Vielmehr müsse man den neuen Trends gerecht werden. Für das Fichtelgebirge wurde deshalb ein Handlungskonzept zur Weiterentwicklung der touristischen Infrastruktur in Auftrag gegeben, das gegenwärtig schon Projekte im Wert von rund 38 Millionen Euro umfasst, vom Baumwipfelpfad in Mehlmeisel bis zur Modernisierung der Seilschwebebahnen am Ochsenkopf.

Die Kräuterküche aus dem "essbaren Fichtelgebirge" ist seit Jahren ein Erfolgsschlager bei den Messeauftritten der Urlaubsregion.

© Reinl


Für die Fränkische Schweiz stehen die Kulinarik, die Bierkultur sowie das Klettern, das Wandern und das Mountainbiken als Leitthemen im Mittelpunkt. Oberstes Ziel ist dabei, die Felsenlandschaft als ganzjähriges Urlaubsziel zu entwickeln. Während das Fichtelgebirge nicht nur wegen der Wintersportler derzeit nahezu ausgebucht ist, herrsche hier zwischen Betzenstein und Hollfeld noch Nachholbedarf. 

Ganz oben auf der Agenda stehen neue Infozentren zu Themenwelten, die digitale Kooperation bei der Gästeinformation, die Entwicklung von Leitprodukten in den Urlaubswelten „Genuss“ und „Draußen unterwegs“, die Schaffung eines Zertifikats „Partner der Fränkischen Schweiz“, die Ausweisung eines Fränkische Schweiz-Rundwanderwegs sowie Umsetzungs- und Produktwerkstätten in den einzelnen Gemeinden. Generell gelte es, dem Trend zum Kurzurlaub gerecht zu werden sowie dem drohenden Billig-Image mit Qualitäts- und Premiumangeboten entgegenzuwirken.

Im Bemühen, Synergieeffekte zu nützen, war beim Messeauftritt in Nürnberg erstmals die Hotelfachschule Pegnitz mit von der Partie, die für die Gäste Häppchen von der geräucherten Lachsforelle sowie schwarzgeräucherten Landschinken, krossen Schweinebauch und gefüllte Zucchini anbot. Damit sollte nicht nur den Ehrengästen wie Barbara Stamm der hohe gastronomische Standard des Genuss-Schlaraffenlands unter Beweis gestellt werden, bei einem gleichzeitigen Hinweis auf die hervorragenden Ausbildungsangebote für den Nachwuchs. 

Das „essbare Fichtelgebirge“ wirbt bereits seit Jahren mit großem Erfolg auf dieser Schiene, mit dem Vorteil, dass hier zahlreiche Betriebe innovative Angebote entwickeln, aber auch größere Hotels für Reisegruppen zur Verfügung stehen. Auf großes Interesse stießen am Messestand zwei historische Motorräder, die auf die bevorstehende Erweiterung des Oldtimermuseums in Fichtelberg hinwiesen.

RICHARD REINL

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