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Sonntag, 15.09.2019

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Gmoi-Kirwa: Große Gaudi beim Bobby-Car-Rennen

Viele Teilnehmer hatten ihre Fahrzeuge mit erhöhten Lenkern und verstärkten Radachsen aufgemotzt - 08.09.2019 18:55 Uhr

Auf die Startgeschwindigkeit kam es beim Bobby-Car-Rennen bei der Gmoi-Kirwa 2019 in Nitzlbuch an. Dazu wurden die Fahrer wie beim Rennrodeln von einem Partner angeschoben. © Brigitte Grüner


Die Veranstalter freuten sich besonders, dass das Wetter mitspielte und Zuschauer wie Rennstrecke trocken blieben. Froh war man nach rund 70 Minuten Spektakel auch, dass es zu keinem schwerwiegenden Unfall gekommen ist. Nach 2015 wurde heuer zum zweiten Mal ein Turnier mit den kleinen Kunststoff-Kinderflitzern durchgeführt.

"Es war damals schon eine mords Gaudi", begründete Moderatorin Theresia Eisend die Entscheidung. Neu war in diesem Jahr eine Helmpflicht für alle Fahrer. Diese erwies sich als sinnvoll. Denn gerade beim gemeinsamen Start von zwei Bobby-Cars und dem folgenden Kopf-an-Kopf-Rennen kam des Öfteren einer der Teilnehmer von der Fahrbahn ab und landete auf der Straße oder in den Strohquadern.

Nach dem Festgottesdienst am Sonntagmorgen war der Parcours aufgebaut worden. Gestartet wurde an der Ortsstraße, danach ging es bergab in Richtung Kapelle. Zwischen Löschteich und Dorfzentrum war das Ziel aufgebaut. Wer gut Kurven fahren konnte, war eindeutig im Vorteil.

Auch war die Startgeschwindigkeit wichtig. Dazu wurden die Fahrer wie beim Rennrodeln von einem Partner angeschoben. Wer in den Kurven bremste, musste dann vor dem Zieleinlauf seinen Flitzer mit den Füßen anschieben. Eine halbe Stunde hatten die Teilnehmer vor dem offiziellen Start Zeit für eine oder zwei Probeabfahrten. Vielen nutzten das Angebot.

Auf dem Rutscher-Lastwagen

Leider kam es bereits beim Trainingslauf zu ersten Fahrzeugschäden. Stefan Waldmann zum Beispiel tauschte kurz vor dem Rennen sein schadhaftes Bobby-Car gegen einen Rutscher-Lastwagen aus. Viele Teams hatten ihre Fahrzeuge aufgemotzt. Oft waren die Lenker erhöht und die Radachsen mit Metall verstärkt. Das GOA-Team hatte den kleinen Flitzer für eine stabilere Straßenlage sogar mit Steinen gefüllt.

Andere Teams führten laute Hupen oder kleine Schnapsflaschen in extra gebohrten Vertiefungen mit. Kurz: Die Autos waren so vielfältig wie die Fahrer. Christoph Kasseckert beispielsweise startete im Eishockey-Outfit für den Aufschwung Auerbach. Günter Pickel hatte sich mit Lederhaube und Flieger-Brille ausstaffiert. Knie-Schoner und Biker-Lederjacken waren weitere gerne genutzte Accessoires. Viel Überzeugungsarbeit war im Vorfeld nötig gewesen, um 16 Teams für den Wettbewerb zu haben, erzählte Andreas Baumann von der KLJB Nitzlbuch. Einige Starter mussten überredet werden, andere entschieden sich spontan und wegen der erwarteten Gaudi für eine Teilnahme. Für die Mehrheit zählte das bekannte olympische Motto "Dabei sein ist alles".

In der ersten Runde fuhren die Teams auf Zeit. Im zweiten Durchgang traten dann je zwei Teilnehmer gegeneinander an, wobei nur der Gewinner in die nächste Runde kam. Erster wurde das "Goashüttn Racing Team" mit Fahrer Felix Dötsch aus Ortlesbrunn. Im Finale setzte er sich gegen den Starter der "Engenthaler Kirwaleit" durch. Auf Platz Drei landete Josef "Beppo" Grüner von "Rowan Flouara von ninda Staanich".

Eine Freimaß pro Starter

Nicht nur die aufgemotzten Bobby-Cars, auch die Namen der teilnehmenden Teams waren fantasievoll. Die Preisverleihung fand später im Festzelt statt: Neben einem Bobby-Car-Pokal gab es Verzehr-Gutscheine sowie eine Freimaß pro Starter. 

BRIGITTE GRÜNER

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