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Donnerstag, 09.04.2020

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Golfhotel in Namsreuth könnte Flüchtlinge beherbergen

Landratsamt erwägt Unterbringung von 20 Personen — Königsteiner Gemeinderat bislang nur informiert - 25.09.2015 18:08 Uhr

Das Golfhotel in Namsreuth steht seit der Pleite des Golfplatzbetreibers leer. Jetzt ist es als Unterkunft für Flüchtlinge im Gespräch. 20 von ihnen könnten hier eine Unterkunft finden. © Foto: Claus Volz


Der Golfplatz Königstein bleibt im Gespräch. Es gab die Pleite, Landwirte mussten auf Gelder für die Pachterlöse warten oder ganz verzichten, Geldgeber sicherten sich bewegliches Vermögen, manche einst kurz geschorene Grasfläche wurde zum Maisfeld und nun kommt der nächste Schritt: Das Golfhotel, einst als Unterkunft für Betreutes Wohnen gedacht, dann von einem Unternehmer gekauft, der dem Verein Hilfe leisten wollte, wird nun eine Unterkunft für Flüchtlinge. Bis zu 20 Personen will das Landratsamt dort unterbringen, teilte Bürgermeister Hans Koch den Gemeinderäten mit, doch noch sei nichts endgültig entschieden.

Probleme gibt es auch mit der Entwässerungssatzung, denn laut zweitem Bürgermeister Klaus Hafner seien sicherlich 80 Prozent der Abflüsse von den Anwesen zum Kanal undicht. Daher solle die Satzung so geändert werden, dass die Hausbesitzer bis zum 31. Dezember 2025 Zeit bekommen, eine Überprüfung vorzunehmen.

Abgelehnt wurde der Verkauf des Hauses an der Sulzbacher Straße, das zunächst als Heim für Schützen und Bergwacht gedacht war. Diesen Verkauf hatten die Freien Wähler beantragt und darauf hingewiesen, dass es keinen Grund für den Kauf gegeben habe. Konter von Bürgermeister Hans Koch: „Mit Eurer Zustimmung.“

Inzwischen gebe es aber Gespräche für eine andere Nutzung, erklärte das Gemeindeoberhaupt. Eine Zweigstelle für eine Apotheke oder Domizil für Flüchtlinge seien hier im Gespräch, doch sei man auch mit der Regierung im Gespräch, das am Ortseingang dominierende Haus zu erhalten und zu sanieren. Immerhin erfülle es eine städtebauliche Funktion. Einen Verkauf lehnte der Marktrat ab, denn andere Nutzungen müssten erst überprüft werden. Marktrat Herbert Schertl (CSU/El) sprach sich für einen Verkauf aus, sollte dieser lukrativ sein.

CLAUS VOLZ

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