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Donnerstag, 25.04.2019

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Gurkenglas redet einem Geizhals ins Gewissen

Plankenfelser Theatergruppe präsentiert neues Lustspiel als Dreiakter — Premiere am 12. Januar, weitere Aufführungen in den Folgetagen - 03.01.2019 21:34 Uhr

Die Proben für den neuen Dreiakter laufen bereits auf vollen Touren im Saal des TSV-Sportheimes. Im Bild die Mitwirkenden, unter ihnen Bürgermeister Harald Wich. © Foto: Dieter Jenß


Erstmals seit ihrer Gründung 2009 präsentiert die Theatergruppe einen Dreiakter, nachdem es bisher stets zwei getrennt voneinander einstudierte Ein- beziehungsweise Zweiakter gegeben hatte.

Die Theatergruppe Plankenfels ist ein eigenständig geführter Verein unter Vorsitz von Wolfgang Batz. Die Entscheidung für die erstmalige Aufführung eines Dreiakters beruht, so Michael Maisel, der mit Michael Wittich Regie führt, darauf, dass zum einen mehrere Bühnenbilder erforderlich waren und zum anderen der personelle Aufwand für zwei voreinander aufgeführte Stücke groß war. Dafür müssen jetzt die Laienspieler mit Hauptrollen einen größeren sprachlichen Aufwand betreiben, so Maisel.

In dem Dreiakter geht es um den Gurkenfabrikaten Alois Zirngibl, gespielt von Michael Wittich, der als Despot und Geizkragen bekannt ist, und unter dessen Launen und Wutausbrüchen seine Angestellten, darunter seine Sekretärin, in deren Rolle Manuela Richter schlüpft, zu leiden haben. Aber auch seine Familie mit Ehefrau Maria (Beate Schrenker) und Tochter Anni (Melanie Richter) gehören zu den Leidtragenden.

Eines Tages wird der Fabrikant zufällig Zeuge eines Telefongespräches seiner Hausärztin (Anna Hubert): Was er hört, lässt seine Welt aus den Fugen geraten. Denn er glaubt, fortan sterbenskrank zu sein. Prompt meldet sich sein Gewissen und nimmt sogar in Form eines Gurkenglases (dargestellt von Michael Maisel) Gestalt an, um ihm höchstpersönlich die Leviten zu lesen.

Während Alois Zirngibl in der Folge zwar zähneknirschend und eher halbherzig gute Taten vollbringt, steht seine Firma am Abgrund. Das Finanzamt ist ihm auf die Schliche gekommen und schickt einen Steuerfahnder ins Haus.

Schmoren im Fegefeuer

Der Chef steht vor der schweren Entscheidung, entweder alles zuzugeben und den Fortbestand der Firma zu riskieren oder weiter zu tricksen und dafür nach seinem baldig zu erwartenden Ableben im Fegefeuer zu schmoren. Wie gut, dass Ehefrau Maria und Tochter Anni noch einen Joker in der Tasche haben. Mehr soll vorab nicht verraten werden. Weitere Mitwirkende sind Harald Wich als Pfarrer sowie Harald Schultheiß als Herr Boandl.

Die Premiere findet am Samstag, 12. Januar, um 19.30 Uhr, im Saal des TSV-Sportheimes statt. Die gleiche Uhrzeit gilt für die Aufführungen am Freitag, 18., und Samstag, 19. Januar, sowie am Freitag, 25. Januar. Lediglich am Samstag, 26. Januar, wird sich bereits um 16.30 Uhr der Vorhang heben. Saalöffnung ist jeweils eine halbe Stunde vor Beginn. Der Karten- Vorverkauf findet im Gasthaus "Goldenes Lamm" in Plankenfels statt.  

DIETER JENSS

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