Kapelle saniert

Hagenohe: "Ropperts Kappel" strahlt in neuem Glanz

24.10.2021, 08:00 Uhr
Die „Ropperts Kappel“ steht an einem Aussichtsplatz oberhalb von Hagenohe. Die geplante Freiflächen-Photovoltaikanlage wird 100 Meter Abstand halten.

Die „Ropperts Kappel“ steht an einem Aussichtsplatz oberhalb von Hagenohe. Die geplante Freiflächen-Photovoltaikanlage wird 100 Meter Abstand halten. © Foto: Brigitte Grüner

Die neue Muttergottes sitzt mit dem Kind vor einem Rosenbogen. Maria und Jesus haben sich im Vergleich zum Vorgängerbild verändert, sind zeitgemäßer geworden.

Die neue Muttergottes sitzt mit dem Kind vor einem Rosenbogen. Maria und Jesus haben sich im Vergleich zum Vorgängerbild verändert, sind zeitgemäßer geworden. © Foto: Brigitte Grüner

Der durch den Lindenast verursachte Schaden war immens. Die Rückseite war stark beschädigt. Risse im Mauerwerk waren Hinweise auf die mangelhafte Statik.

Der durch den Lindenast verursachte Schaden war immens. Die Rückseite war stark beschädigt. Risse im Mauerwerk waren Hinweise auf die mangelhafte Statik. © Foto: Brigitte Grüner

Bis vor wenigen Wochen war noch dieses Altarbild in der Kapelle zu sehen. Es stammte wohl aus der Bauzeit der „Ropperts Kappel“ vor über 180 Jahren.

Bis vor wenigen Wochen war noch dieses Altarbild in der Kapelle zu sehen. Es stammte wohl aus der Bauzeit der „Ropperts Kappel“ vor über 180 Jahren. © Foto: Brigitte Grüner

Die Kapelle wurde stabilisiert. Auch die großen Äste der Linde sind mit Gurten befestigt worden, um künftige Schäden zu vermeiden.

Die Kapelle wurde stabilisiert. Auch die großen Äste der Linde sind mit Gurten befestigt worden, um künftige Schäden zu vermeiden. © Foto: Brigitte Grüner

Ein besonderes Lob vom Ortssprecher bekam der Bauhof. Die Männer haben mit Herz und Sachverstand gearbeitet, das zeige sich nun im Erscheinungsbild der Kapelle, so Schleicher. Rund 100 Stunden wurden für Maurer-, Schreiner-, Zimmerer- und Malerarbeiten investiert, was einem Wert von etwa 5000 Euro entspreche, erklärt die Stadt in einer Presseerklärung. Hinzu kamen noch Materialkosten für Bauholz und sonstige Baustoffe im Wert von etwa 3000 Euro. Dieter Dietze, Stefan Lutz, Uwe Schlegl und Ludwig Wittmann vom Bauhof haben in den vergangenen Wochen viel Zeit investiert.

Mitte Mai hatten die Nordbayerischen Nachrichten über die marode Bausubstanz der Kapelle aus dem Jahr 1837 berichtet. Rund vier Wochen später begannen die Mitarbeiter des Bauhofs mit der Sanierung. Das gesamte Dach samt Vorbau wurde erneuert. Aufwändig war der Aufbau der rückseitigen Giebelwand. Zur statischen Sicherung wurde von den Maurern ein Ringanker betoniert.

Auch der Torbogen am Eingang wurde mit einer entsprechenden Armierung neu gestaltet. Darauf folgte die optische Erneuerung des Kirchleins. Die "Ropperts Kappel" war früher Privateigentum und befindet sich seit 1978 im Besitz der Stadt Auerbach. Das Kirchlein an der Stadt- und Landkreisgrenze – der Kirchenthumbacher Ortsteil Altzirkendorf und der Landkreis Neustadt/ Waldnaab sind nur wenige Meter entfernt – steht unter einer rund 250 Jahre alten großen Linde. Bei einem Sturm vor drei Jahren fiel ein dicker Ast auf die Kapelle und zerstörte sie teilweise. Besonders die Rückseite wurde sehr in Mitleidenschaft gezogen. Im Gebäude kam es dadurch zu Rissen im Mauerwerk. Schon die Entfernung des abgespaltenen Astes stellte die Mitarbeiter des Bauhofes seinerzeit vor große Herausforderungen, erklärt Bürgermeister Joachim Neuß.

Gefahr bei der Freilegung

Die Gefahr sei sehr groß gewesen, dass durch nicht kontrollierbare Bewegungen weiterer Schaden angerichtet wird. Nach der Freilegung des Kirchleins zeigte sich nicht nur der optische Schaden, sondern auch eine grundsätzliche statische Beeinträchtigung. Schon damals wurde klar, dass nur eine Generalsanierung Sinn machen wird.

Ortssprecher Martin Schleicher freut sich, dass der Treffpunkt für Dorfbewohner, Radfahrer und Wanderer jetzt so schön geworden ist. Vom Platz vor der Kapelle aus sieht man nicht nur die benachbarte Ortschaft Thurndorf, sondern kann sogar bis zur Hohenmirsberger Platte schauen. Um Blumen und Kerzen in der Kapelle kümmert sich Elfriede Bauer aus Hagenohe.

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