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"Halbe Sachen" in Badminton und Tischtennis

Verbände reduzieren die Saison auf eine Einfachrunde, weil die Zeit zu knapp wird - 29.10.2020 17:57 Uhr

Die halbe Miete schon eingefahren? Kenan Abel und sein Eggolsheimer Tischtennisteam könnten gegebenenfalls von einer Saisonverkürzung profitieren.

29.10.2020


Ausgestaltet wird das unterschiedlich: Beim Badminton werden allen bisher ausgetragenen Partien vor dem Re-Start annulliert, beim Tischtennis ins neue Jahr übernommen (siehe Info-Kasten). Hier gibt es Klubs, die davon profitieren und andere, die dadurch schlechter da stehen.

Beispielsweise das Tischtennis-Team der DJK-SpVgg Effeltrich in der Regionalliga. Das hat in der Vorrunde eine paar Punkte liegen gelassen, die es in der Rückrunde wieder wettmachen wollte. Das ist nun nicht mehr möglich. Sportlicher Leiter Jürgen Weninger: "Wir hatten zwar alle schweren Gegner schon, aber mit der neuen Regelung hätten wir es nicht mehr selbst in der Hand. Das ist immer ein Nachteil." Allerdings sei noch unklar, ob dieser Modus des bayerischen Verbands überhaupt vom Deutschen Tischtennisbund übernommen werde, unter dessen Regie die Regional- und Oberliga ausgetragen werde. Weninger: "Da muss ja etwas kommen nach den politischen Beschlüssen vom Mittwoch."

Klarheit erhofft sich auch der Mannschaftsverantwortliche der DJK Eggolsheim eine Klasse tiefer. Beim Oberligisten wäre die Situation genau umgekehrt: Als Neuling hat man bisher 8:0 Punkte geholt, einige dicke Brocken aus dem Weg geräumt und wäre auf dem Weg zum Durchmarsch. Für Abel und sein Team ist diese Situation auf jeden Fall schmerzlich, man habe einen guten Lauf gehabt und diesen gerne fortgesetzt. "Aber Jammern hilft ja nicht."

Alternative im Keller

Er hat mangels offiziellen Trainingsmöglichkeiten ein Alternativprogramm: Im heimischen Keller in Bad Soden spielt er jetzt ausgiebig mit seinem Sohn Jonas, der die hessische Rangliste ohnehin schon anführt. "Nach dieser nächsten Zwangspause mit vielen intensiven Einheiten wird er seinen Vorsprung vielleicht noch etwas ausbauen", scherzt der Vater.

In der Badminton-Abteilung der SpVgg Jahn Forchheim könnte man aufatmen angesichts des Verbandsbeschlusses, alle Spiele zu annullieren. Schließlich hat der Bayernliga-Aufsteiger seine bisherigen drei Partien deutlich verloren. Doch weit gefehlt: "Bei uns im Verein freut sich keiner darüber, auch wenn mögliche Niederlagen jetzt wegfallen. Der Großteil hätte gerne einfach weiter gespielt", sagt Pressewart Florian Lindner, der auch Sportwart für Oberfranken ist.

Und noch schlimmer sei, dass mit den Beschlüssen von Berlin nun auch kein Training mehr möglich sei. Lindner: "Wir haben ein funktionierendes Hygienekonzept und sind eine kontaktlose Sportart – da trifft dieses Sportverbot unsere Abteilung und unsere Spieler natürlich besonders hart."

HOLGER PETER

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