Sonntag, 05.04.2020

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Handballer haben Hausaufgaben prima erledigt

Die SG Auerbach/Pegnitz bleibt durch 36:27-Sieg gegen HC Forchheim im Aufstiegsrennen. - 08.03.2020 19:26 Uhr

Die SG Auerbach/Pegnitz (Max-Anton Seiffert im Tor) lieferten sich mit dem HC Forchheim (in Weiß) erst ein ausgeglichenes Spiel, zog aber bis zur Pause davon. © Foto: Andreas Klupp


Ein Grund, warum Kreisläufer Stephan Bruckmayer trotz der Verletzungsmisere des Teams geschont wurde: Ralph Weiss hatte sich nach langer Pause bereit erklärt, auszuhelfen. "Ralph hat uns gleich zu Beginn des Spiels mit einigen Defensivaktionen mehrere Bälle verschafft. Stephan Ziegler hat ebenfalls eine solide Leistung in der Abwehr gezeigt und auch gleich noch den ersten Treffer für uns erzielt".

Danach jedoch zeigte der HC Forchheim, warum er in den letzten Wochen im Aufwärtstrend liegt. "Forchheim ist keine Laufkundschaft. Wir haben schon im Hinspiel gesehen, wie schnell und spielerisch stark sie sein können" begründete Schnödt die Probleme, mit denen seine Spieler bis zur 20. Minuten zu kämpfen hatten. So lagen die "Flippers" in der 10. Minute mit 6:3 in Front und hielten ihre Gäste bis zur 19. Minute auf wechselndem Abstand (10:8), wobei sie sich auch von zwei Zeitstrafen nicht aus dem Konzept bringen ließen.

Die Gäste stellten ihre Abwehr von der defensiveren 6:0-Variante auf ein etwas offensiveres 5:1 um, ein Schritt, der sich bezahlt machen sollte. Als in der 22. Minute Matthias Edtbauer mit dem 10:11 die erste Führung für die SG erzielte, konnte dennoch keiner ahnen, dass er damit eine entscheidende Wende einleiten würde. Was die etwa 20 lautstarken Blau-Weißen Fans jedoch feststellen konnten, war das wechselnde Momentum im Spiel, denn nachdem der extra eingewechselte Valentin Kroher einen Strafwurf gehalten und den ersten Ausgleich seit der 4. Minute durch Alexander Tannenberger ermöglicht hatte (10:10), zeigten die Gastgeber Nerven. Ihre Fehler häuften sich, Auerbach/Pegnitz dominierte mehr und mehr und baute den Vorsprung über die Zwischenstände von 11:15 und 12:16 bis zur Pause auf 13:18 aus.

"Wir hatten damit gerechnet, dass Forchheim nach der Pause mit aller Macht kommen würde und sind deshalb sehr konzentriert in die zweite Halbzeit gestartet. Allerdings haben sie ausgerechnet in dieser Phase einige leichte Fehler gemacht" freute sich Matthias Schnödt über die Chancen, die sich seinem Team kurz nach Wiederanpfiff boten und die es dankend annahm. Vier unbeantwortete Tore in weniger als vier Minuten waren der Auftakt für einen 1:8-Zwischenspurt zum vorentscheidenden 14:25 in der 37. Minute.

 

Routiniert und ungefährdet

 

Spätestens als Julian Eckert in Vertretung für den zu diesem Zeitpunkt ebenfalls bereits geschonten Maxim Pankraz in der 44. Minute mit einem Strafwurf den höchsten Vorsprung für die Gäste erzielte (17:29), war die Partie endgültig entschieden. Die SG konnte es sich nun leisten, das Ergebnis zu verwalten und dabei einen Gang zurückzuschalten. Man ließ den Gastgebern in dieser Phase mehr Raum, was diese zunächst zu vier Toren am Stück (21:29) und letztlich zu einem 6:1-Lauf nutzten (23:30). Dann aber besann man sich im Blau-Weißen Lager eines Besseren, gestaltete den Spielstand bis zur 54. Minute wieder deutlich beruhigender (24:33) und brachte den Rest der Spielzeit routiniert und ungefährdet zu Ende.

"Wir haben jetzt noch vier Spiele, bevor die Saison zu Ende ist" blickte Matthias Schnödt voraus. "Wir werden alles geben und wollen natürlich alle vier gewinnen. Am 4. April werden wir dann sehen, ob und wofür es reicht."

HC Forchheim: Farra, Schulz (3), Halota (3), Crook (1), Mückusch (2), Thiel (1/1), Distler (2), Roth, Opitz (5), Klingert (2), Stöckl (2), Rost (6/1), Sauer, Fürch.

SG Auerbach/Pegnitz: Kroher, Seiffert, Bauer (4), Tannenberger (3), Weiss (2), Weisser (9), Podlech (3), Edtbauer (2), Eckert (2/1), Ziegler (1), Pankraz (6/2), Schalanda (4), Bruckmayer.

HARALD WEIDMANN

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