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Samstag, 04.07.2020

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Handwerker statt spielende Kinder am Buchauer Kindergarten

Die Generalsanierung des Buchauer Kindergartens geht vorwärts. Das Gebäude ist entkernt, viel zu tun gibt es weiterhin. - 31.05.2020 08:55 Uhr

Putz und Fliesen wurden von den Wänden geschlagen. In Zukunft können die Kindergartenkinder umgeben von freundlichem Grün spielen. © Foto: Ralf Münch


"Die Entkernung hat nach Ostern angefangen", sagt der Architekt Markus Geppert. Es wurde nach einem Prüfungsbericht eine Vielzahl von Mängeln festgestellt (wir berichteten). Es kam etwa heraus, dass die Böden nicht rutschfest waren. Durch das Dach hatte es stellenweise getropft, durch manche Fenster hatte es gezogen und überhaupt war das gesamte Gebäude in die Jahre gekommen.

Es ist ein großes Projekt, das hier in Angriff genommen wurde. Etwa 1,75 Millionen Euro kostet die Generalsanierung, die allerdings mit rund einer Million bezuschusst wird. Geppert: "Wenn man die ganzen Mängel beseitigt hätte, anstatt eine komplette Generalsanierung zu machen, dann hätte die Stadt Pegnitz dafür aufkommen müssen. So gibt es eben einen Zuschuss. Das ist für die Stadt günstiger."

Im Kindergarten sieht es momentan wüst aus, wie man es eben von Baustellen kennt: Die Deckenverkleidungen sind komplett entfernt, Putz und Fliesen wurden von den Wänden geschlagen. Für Kinder ist das kein Raum mehr zum Spielen und für die Erzieher kein Raum mehr zum Betreuen. Deshalb zogen die zwei Gruppen des Kindergartens in die Kinderstube, die im unteren Bereich des selben Gebäudes ist. Damit hier auch eine zweite Gruppe Platz hat, musste allerdings im Vorfeld der Mehrzweckraum zum Gruppenraum umgebaut werden. Die Kinder der Kinderstube werden momentan, vorübergehend, in anderen Räumen am Kleinen Johannes betreut.

Auch die alten Türen konnten nicht bleiben. Insgesamt wird die Generalsanierung etwa 1,75 Millionen Euro kosten. © Foto: Ralf Münch


"Das hier ist der erste Bauabschnitt. Wenn wir hier fertig sind und die Kinder wieder einziehen können, dann beginnt die Sanierung der Kinderstube", sagt Geppert und erklärt, dass der erste Bauabschnitt nach Plan Ende diesen Jahres beendet sein soll. Der zweite Bauabschnitt, die Sanierung der Kinderstube, soll schließlich im September 2021 fertig sein. Alles in allem spricht man hier über eine Fläche von rund 700 Quadratmetern, die hier bearbeitet wird.

Bereits kommende Woche wird mit dem Innenausbau und der energetischen Sanierung des Kindergartens begonnen. Strom, Wasser und Heizkörper werden neu gemacht, teilweise auch neue Fenster eingebaut und die alte Ölheizung wird durch eine moderne Pelletheizung ersetzt. Weiterhin erhält das Dach eine neue Dämmung und neue Ziegel. Ebenfalls wird die Hauswand an der Südseite abgedichtet, eine Drainage und neues Pflaster verlegt — auch daran wird bereits gearbeitet.

Ertüchtigung des Spielplatzes

Der Spielplatz der Kinderstube, gleich neben der Kirche, wird ebenfalls "ertüchtigt", wie der Architekt sagt. "Im Grunde genommen ist das einzig Alte der früheren Einrichtung, das bleibt, der Natursteinboden im Eingangsraum des Kindergartens. Und was hier auch noch gemacht wird, ist, dass in den Gruppenräumen Akustikdecken eingebaut werden. Die absorbieren Schall. Dann ist es etwas leiser", schmunzelt Deppert.

RALF MÜNCH

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