Sonntag, 08.12.2019

|

Hart erkämpfter Sieg im Handball-Landkreis-Derby

SG Auerbach/Pegnitz setzt sich auswärts gegen die HG im TV 1861 Amberg deutlich durch - 24.11.2019 21:32 Uhr

Für den letztlich unangefochtenen Derby-Sieg der SG Auerbach/Pegnitz sorgten hoch motivierte Spieler wie der Auerbacher Stephan Bruckmayer (Mitte), der hier zu einem zielsicheren Fallwurf ansetzt. © Foto: Hubert Ziegler


Handball-Bezrksoberliga

HG im TV 1861 Amberg – SG Auerbach/Pegnitz: 25:31 (14:17) - Dabei standen sich die Blau-Weißen streckenweise durch eine ungewohnt schwache Abwehrleistung selbst im Weg. "Vor allem in der ersten Halbzeit waren wir ziemlich unorganisiert und haben Amberg zu viele leichte Tore ermöglicht" resümierte Spartenleiter Paul Rupprecht nach dem Spiel.

Der Aufsteiger aus der Vils-Stadt, bei dem mit David Zilak ein wichtiger Baustein sowohl im Angriff, vor allem aber in der Defensive fehlte, nutzte jede sich bietende Gelegenheit und blieb den von Beginn an führenden Gästen eng auf den Fersen. So offen sich die blau-weiße Defensive präsentierte, so konsequent wurden auf der anderen Seite die Angriffe vorgetragen und erfolgreich abgeschlossen. Nach dem Motto "mühsam ernährt sich das Eichhörnchen" konnten die Hausherren in der fünften Minute letztmals ausgleichen (3:3), mussten ihre Serie danach aber ganz allmählich abreißen lassen.

Zunächst zwei, dann drei und in der 13. Minute schließlich vier Tore Vorsprung (5:9) schienen auf einen "standesgemäßen" Verlauf im Spiel Spitzenreiter gegen Aufsteiger hinzudeuten. Wer so dachte, hatte die Rechnung aber ohne den Kampfgeist der Gastgeber gemacht. In der 15. Minute nahm HG-Trainer Roman Will beim Stand von 7:11 seine erste Auszeit und fand offenbar die richtigen Worte, denn sein Team erzielte die nächsten drei Treffer und war zur Begeisterung der gut gefüllten Tribüne plötzlich wieder in Schlagdistanz (10:11).

"Wir hatten in dieser Phase einige unnötige Ballverluste" meint Matthias Schnödt. Dennoch ließ er keine Unruhe auf der Bank aufkommen. "Ich hatte nicht das Gefühl, dass das Spiel entscheidend kippen würde."

Eine Auszeit und zwei Tore später war der Vorsprung wieder auf ein beruhigendes Maß angewachsen (10:13). Beim Stand von 14:17 wurden die Seiten gewechselt.

Kurz nach Wiederanpfiff zeigte sich, dass die Trainer in der Kabine offensichtlich die richtigen Worte gefunden hatten, denn die SG kam deutlich besser ins Spiel als ihre Gastgeber. Innerhalb weniger Minuten erzielte sie vier unbeantwortete Tore und lag beim Stand von 14:21 schon früh vorentscheidend in Front. "Ausschlaggebend war in dieser Phase die deutlich verbesserte Leistung in der Abwehr" erklärte Paul Rupprecht den Zwischenspurt.

Sicher verwandelte Strafwürfe

Weitere gute Aktionen ließen den Vorsprung bis zur 45. Minute auf acht Tore anwachsen, wobei sich vor allem Maxim Pankraz mit Treffern aus dem Feld ebenso hervortat wie mit sicher verwandelten Strafwürfen. Selbst als der ebenfalls unermüdlich anrennende Lukas Weisser in der 47. Minute die einzige Strafzeit gegen die Gäste absitzen musste, ließ man keine Gegentore zu und hielt die Führung konstant. "Wir hatten so um die 50. Minute plötzlich fünf völlig unverständliche Ballverluste, in denen wir die Bälle regelrecht weggeworfen haben" erklärte sich Paul Rupprecht die kurze Phase bis zur 54. Minute, in der die HG noch einmal alles versuchte und bis auf vier Tore verkürzen konnte (24:28).

Als Maxim Pankraz zwei Minuten später eine Strafzeit und den fälligen Siebenmeter sowie einen weiteren Wurf aus dem Feld zum 24:30 nutzte, war die Messe gelesen. Auch den letzten Treffer markierte der beste Gästewerfer des Tages von der Siebenmeterlinie und zog so den Schlussstrich unter einen letztlich souverän verdienten Derby-Sieg.

Matthias Schnödt blickte schon kurz nach dem Spiel voraus: "Wir haben kommendes Wochenende spielfrei und deshalb zwei Wochen Zeit, uns auf unser Heimspiel vorzubereiten. Wenn wir den nächsten Gegner nicht unterschätzen und konzentriert arbeiten, sollten wir zuhause auch gegen Aufsteiger Obertraubling gewinnen können."

HG Amberg: Nachtmann (1), Sammet (2), Lehmeier, Franz (1), Kistenpfennig (1), Schaller (8), Lulla, Rössle (2), Andersch (4), Turner (5/1), Kührlings (1), Raschke, Kiener

SG Auerbach/Pegnitz: Seiffert, Kroher, Bauer (2), Tannenberger (3), Weisser (4), Podlech (1), Edtbauer (1), Eckert (2), Ziegler, Pankraz (15/8), Schalanda (1), Bruckmayer (2), Förster

Strafwürfe: 1:8 (Turner 1/1 – Pankraz 8/8); Strafzeiten: 2 : 1 (Lulla zweimal – Weisser).

Schiedsrichter: Manfred Amode, Oliver Schrempel (HSG Nabburg/Schwarzenfeld)

Zuschauer: rund 350

Spielfilm: 0:1, 1:1, 3:3, 3:5, 4:7, 5:9, 7:9, 7:11, 10:11, 10:13, 14:17 – 14:21, 19:27, 21:28, 24:28, 24:30, 25:31

HARALD WEIDMANN

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Auerbach, Pegnitz