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Dienstag, 13.04.2021

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Haus für Kinder an neuem Standort: Freie Wähler loben Bürgermeister

"Das Haus für Kinder wirkt wie ein Befreiungsschlag aus einer jahrelang missglückten Kinderbetreuungspolitik." - 05.04.2021 14:57 Uhr

Seit vielen Jahren forderten die Freien im Stadtrat ein Haus für Kinder in Pegnitz.

05.04.2021 © Ralf Münch


Das Fazit der Fraktion: "Insgesamt sind wir sehr froh darüber, dass die Verwaltung am 27. Januar 2021 das Thema Erweiterung Troschenreuth von der Tagesordnung genommen hat und uns einen schlüssigen Entwurf präsentierte. Aus unserer Sicht ist es das erste bedeutende Projekt in der neuen Amtszeit", ist Spieler voll des Lobes.

Seit vielen Jahren hätten die Freien im Stadtrat den Wunsch nach einem Haus für Kinder in Pegnitz geäußert. "Das Haus für Kinder wirkt unserer Meinung nach wie ein Befreiungsschlag aus einer jahrelang missglückten Kinderbetreuungspolitik."

Neue Trägerschaften möglich

Spieler nimmt sich in dem Positionspapier der FW/FWG-Fraktion kein Blatt vor den Mund. Das Haus für Kinder an einem neuen Standort biete stetige Erweiterungsmöglichkeiten für zukünftigen Bedarf. Und es entlastet die Mitarbeiter in der Verwaltung, die dann nicht ständig nach Notbetreuungsplätzen suchen müsste. Außerdem könne sich die Stadt dadurch neue Trägerschaften öffnen. Spieler: "Wir sind davon überzeugt, dass mit dem Betrieb keine Defizitausgleiche anfallen." Die Freien sehen außerdem die Möglichkeit, die Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) in das Haus für Kinder zu integrieren. "Damit ergeben sich viele Synergieeffekte", so der Fraktionssprecher.

Auch wenn die FW/FWG-Fraktion gegen die Erweiterung des Troschenreuther Kindergartens gewesen sei, so steht sie laut Spieler dennoch zu dieser Betreuungseinrichtung. "Wir schätzen die hervorragende Arbeit aller Beteiligten und erkennen das Platzproblem bei den Wirtschaftsräumen an." Aber es bleibt auch Kritik: Man hätte, so Spieler, das Platzproblem bei den Wirtschaftsräumen bereits im Jahr 2015 beseitigen können. "Bei der Erweiterung um damals sechs Krippenplätze für 270 000 Euro wäre der richtige Zeitpunkt gewesen." Für Spieler ist das ein weiterer Beleg für eine missglückte Kinderbetreuungspolitik.

Kein zusätzlicher Bedarf

Aus der Bedarfsermittlung beziehungsweise aus den Zahlen der Vergangenheit kann die Fraktion der Freien keinen zusätzlichen Bedarf in Troschenreuth erkennen. Im Durchschnitt seien mehr als ein Drittel der Kinder in der Troschnreuther Kita nicht direkt aus dem Ort beziehungsweise den direkt angrenzenden Ortschaften. Spieler zum Thema Troschenreuth abschließend: "Nimmt man nur die direkt betroffenen Kinder, so ist das Angebot ausreichend dimensioniert."

MICHAEL GRÜNER

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