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Haus Rosenau soll in Königstein Lebensperspektiven bieten

Regens Wagner eröffnet neue Einrichtung: Wohngruppen für Menschen mit Behinderung - 16.06.2018 09:00 Uhr

Offizielle Schlüsselübergabe mit (v.l.n.r.) Doris Frohnhöfer, stellvertretende Gesamtleitung Regens Wagner Michelfeld, Urban Meiller, em Architekten, Georg Müller, Bereichsleitung Haus Rosenau und Peter Miltenberger, Gesamtleitung Regens Wagner Michelfeld. © Gisela Leinberger


Es war ein langer und schwieriger Bauprozess, an dem rund 300 Beteiligte mitwirkten. Vor allen ihnen dankten der Bezirkstagspräsident der Oberpfalz Franz Löffler, der Landrat des Landkreises Amberg-Sulzbach Richard Reisinger und der Königsteiner Bürgermeister Hans Koch. Zirka acht Jahre hatten die Arbeiten gedauert.

Peter Miltenberger, Gesamtleiter von Regens Wagner, erinnerte an die schwierigen Gegebenheiten: Das sumpfige Gelände musste beispielsweise mit einem Betonfundament aus Holzpfählen verstärkt werden. Gerhard Reile, stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsvorstandes, bedankte sich bei allen Beteiligten für den gemeinsamen Kraftakt, der mit Gesamtkosten von 9,15 Millionen Euro realisiert wurde.

Zuschüsse vom Freistaat

Neben einer Eigenbeteiligung von Regens Wagner von rund 3,5 Millionen Euro bezuschusste die Regierung der Oberpfalz im Rahmen des Landesbehindertenplans des Freistaates Bayern das Projekt mit 4,6 Millionen Euro.

Der Bezirk Oberpfalz als zuständiger Sozialhilfeträger trug rund 775 000 Euro der Baukosten und wird auch künftig für einen wesentlichen Anteil der laufenden Kosten aufkommen, erklärte Reile. Aktion Mensch, der Markt Königstein sowie der Förderverein waren weitere Geldgeber der Wohnanlage, die sich als gegliedertes Wohnhaus harmonisch ins Ortsbild einfügt.

Die zweistöckige Wohnanlage ist dabei durch einen geschlossenen Gartenbereich fußläufig mit der angeschlossenen ebenerdigen Förderstätte verbunden. Eine Bewegungshalle bietet den Bewohnern zudem die Möglichkeit, Sport zu treiben.

Rose im Namen

Das Ziel der Stiftung, "Menschen mit Behinderung Lebensperspektiven zu eröffnen" wird künftig auch im Königsteiner Haus Rosenau verfolgt. Die Namensgebung, verriet Gerhard Reile, bezieht sich auf die Rose in Königsteins Wappen und auf deren gleichzeitig "stechende und wunderschön duftende" Eigenschaft.

Neben einer Wohnpflegegruppe mit angeschlossener Förderstätte für acht Personen finden zwei Wohngruppen für insgesamt 16 Menschen mit schwerer geistiger Behinderung und zusätzlich herausfordernden Verhaltensweisen ein Zuhause.

Begleitet und betreut werden sie von Pflegekräften und Heilerziehungspflegern, die überwiegend in der trägereigenen Fachschule in Neumarkt aus- und weitergebildet werden.

Organisatorisch ist die Königsteiner Einrichtung an das Regionalzentrum in Michelfeld angegliedert. Die pädagogische Arbeit in der Förderstätte unterstützt die Bewohner darin, ihre sozialen und emotionalen Fähigkeiten zu verbessern, hilft bei Kommunikation und Motorik. Seelsorgerische Angebote stehen ebenso auf der Tagesordnung wie eine Zusammenarbeit mit den Michelfelder Werkstätten.

Zentrale Segnungszeremonie

Die Segnung des Hauses bildete den zentralen Bestandteil des Festaktes. Die Eröffnungsrede und Segnung der Kreuze übernahm mit Pfarrer Rainer Remmele der Geistliche Direktor und Vorstandsvorsitzende der Regens-Wagner-Stiftungen.

Diakon Thomas Wiegel und Königsteins evangelischer Pfarrer Konrad Schornbaum trugen zur Feierlichkeit der Veranstaltung ebenso bei wie drei Musiker der Musikschule Sulzbach-Rosenberg. Viel Applaus bekamen die Mitglieder der Förderstätte mit ihrer musikalischen Darbietung.

Abgerundet wurde die Zeremonie durch die offizielle Schlüsselübergabe des Architekten Urban Meiller (em Architekten Amberg) an Bereichsleiter Georg Müller vom Haus Rosenau. Im Anschluss hatten die rund 60 geladenen Gäste Gelegenheit, die Einrichtung zu besichtigen, bevor am Nachmittag die Türen für alle Interessierten aufgingen. 

GISELA LEINBERGER

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