Mittwoch, 20.01.2021

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Heilige Ottilia und St. Jakobus wachen über Elbersberg

Die Pfarrgemeinde feiert ihr rundes Bestehen im Stillen - Innenrenovierung ist geplant - 01.01.2021 23:03 Uhr

Aktuell ist in der Kirche eine große Krippe vor der gemalten Kulisse des Juradorfes Elbersberg zu bewundern.

01.01.2021 © Richard Reinl


"Viele Menschen sind in dieser Kirche getauft und am Friedhof beerdigt worden. Denken wir besonders an unsere Vorfahren, die uns den Glauben vorgelebt und im steinernen Zeugnis dieser wunderbaren Kirche verewigt haben", fuhr er fort.

Einzigartiger Baustil

"Der einzigartige Baustil mit dem bemerkenswerten, eckigen Turm ist für die fränkische Region eine Besonderheit", freut sich Gerhard Looshorn über das Gotteshaus, das am Jakobsweg steht. "Unsere zweite Kirchenpatronin ist die Heilige Ottilia, diese ist am rechten Seitenaltar zu sehen", berichtet Looshorn stolz. Die heilige Ottilie ist die Schutzpatronin für Augenkrankheiten und ihr Namenstag wird am 13. Dezember gefeiert.

Heute zählt die Pfarrei Elbersberg um die 1000 Katholiken. Viele kleine Ortschaften gehören zu der aufstrebenden Pfarrei in der Fränkischen Schweiz: Geusmanns, Neugeusmanns, Wannberg, Weidenhüll, Lüglas, Willenreuth, Mittelmühle, Schüttersmühle – sowie die Diasporagebiete Bronn, Weidensees und Hüll.

"Seit 1974 haben wir eine gute Kirchenmusik, die sich inzwischen als Elwiwa Musikkapelle einen hervorragenden Namen gemacht hat", wertschätzt Gerhard Looshorn das Ensemble. Im Jahr 1996 wurde der Kindergarten St. Christophorus erbaut, dessen Träger die katholische Kirchenstiftung ist. Diese Einrichtung wird nachhaltig mit Hackschnitzeln beheizt.

In den nächsten Jahren ist eine Renovierung der nun gefeierten Pfarrkirche im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Pfarrgemeinde angedacht. "Erste Gespräche bezüglich der Innenrenovierung laufen schon mit der Erzdiözese. Exakte Planung, Finanzierung und der Haushaltsplan sind die nächsten Schritte", teilt Kirchenpfleger Edmund Looshorn mit.

Bekannt sind auch die sportlichen Ministranten, die einige Jahre beim Bayern-Cup der Ministranten die Erzdiözese Bamberg erfolgreich gegen andere Gruppen aus ganz Bayern vertreten haben. Derzeit verrichten um die 20 Ministranten abwechselnd ihren ehrenamtlichen Dienst. "Im Übrigen sind unsere Elbersberger bekannt für ihren kräftigen Gesang", weiß Gerhard Looshorn. "Auswärtige Leute sagen immer, hier singen auch die Männer mit", sagt Looshorn, der seit 2018 im Pfarrgemeinderat sitzt, schmunzelnd.

Auf große Feiern wurde verzichtet. "Wir hatten geplant, etwas größer zu feiern, doch durch die Pandemie ist es nicht möglich gewesen. Sogar die Jubiläums-Tassen konnten nicht mit Glühwein im Ausschank gefüllt werden", erzählt Looshorn. "Ein kleiner festlicher Gedenkgottesdienst allerdings konnte – im kleinen Rahmen – gefeiert werden", sagt das Pfarrgemeinderatsmitglied. "Wir hoffen, dass nach der Pandemie die Kirchenbesuche wieder so werden wie früher und die lebendige Pfarrgemeinde, die ehrenamtlich sehr aktiv ist, weiterhin so tatkräftig wirken kann."

ROSI THIEM

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