Verabschiedung

Hermann Hübner offiziell zum Altlandrat ernannt

25.7.2021, 19:40 Uhr
Ehefrau Gisela, die Enkel Ferdinand (Mitte) und Pauline, sowie die dreijährige Emmi (links) begleiteten Hermann Hübner zu seiner offiziellen Verabschiedung.

Ehefrau Gisela, die Enkel Ferdinand (Mitte) und Pauline, sowie die dreijährige Emmi (links) begleiteten Hermann Hübner zu seiner offiziellen Verabschiedung. © Foto: Gabi Schnetter

Gekommen sind (fast) alle, mit denen Hübner in den vergangenen zwölf Jahren im Bayreuther Landratsamt zusammengearbeitet hat, aber auch Altlandrat Klaus-Günter Dietel, in dessen Fußstapfen Hübner damals getreten war. Schnell füllten sich die lichten Reihen in der Halle. Alle sitzen auf Abstand. Und auch der Imbiss, der von Schülern der Hotelfachschule Pegnitz im Anschluss gereicht wird, läuft nach Corona-Richtlinien.

Blumenschmuck vor dem Podium und auf der Empore die Fichtelgebirgsmusikanten unter Leitung von Franz-Josef Pscherer, die schwungvoll mit dem Marsch "Mein Heimatland" begrüßen. Die beiden Dekane Jürgen Hacker und Michael Gräf sprechen den Segen. Hacker stellt fest: "Sie bleiben als Mensch ohne Standesdünkel in Erinnerung." Und Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz ergänzt: "Sie haben Ihre Ämter mit Herzblut ausgeführt."

Mit großem Interesse für die Bereiche Schulen und Bildung, wie sie betont. "60 Millionen Euro hat der Landkreis in Deiner Amtszeit in diese Bereiche investiert." Dazu der Tourismus als wichtiger Wirtschaftsfaktor, Breitbandversorgung und vieles mehr. Und das Bankenwesen. Für den gelernten Banker Hübner war es eine Herzensangelegenheit. "Du hast im Landkreis Spuren hinterlassen", würdigt Piwernetz. "Auch mit Deinem ausgleichenden Wesen und Deiner Fähigkeit, auf die Menschen zuzugehen."

Faires Miteinander

"Möge dein Herz warm und glücklich sein, mit einem Quäntchen fränkischen Lachens an jedem Tag, auf allen Wegen, für immer und alle Zeit." So lautet der Text auf der Verleihungsurkunde, die Landrat Florian Wiedemann (FW) seinem Vorgänger, den er schon von Kindesbeinen an kennt, überreicht. Die Eltern seien befreundet mit Hübners gewesen, und Wiedemann erinnert sich an Fußballspiele im Hübnerschen Garten zurück.

Die Lobeshymnen ergänzt Christa Reinert-Heinz (CSU), die an diesem Tag Geburtstag feiert, aber trotzdem für die Kreisräte spricht. Die Fichtelgebirgsmusikanten widmen ihr ein Ständchen. Sie dankt für ein faires Miteinander auch in den Jahren, als sie seine Stellvertreterin gewesen ist. "Ich glaube schon, dass wir ein Dream-Team waren." Ein Satz von Hübner sei ihr aus dieser Zeit in lebhafter Erinnerung geblieben: "Gute Drähte sind wichtig, aber wichtiger ist es, selbst auf Draht zu sein."

Verabschiedung aus dem Kreistag oder vom Ehrenamt: Urkunden, Geschenke und Blumen überreichte Landrat Florian Wiedemann (3. von links) an Manfred Porsch (von links), Rüdiger Bauriedel, Lieselotte Weigel, Paul Lindner und Ludwig Bäuerlein.

Verabschiedung aus dem Kreistag oder vom Ehrenamt: Urkunden, Geschenke und Blumen überreichte Landrat Florian Wiedemann (3. von links) an Manfred Porsch (von links), Rüdiger Bauriedel, Lieselotte Weigel, Paul Lindner und Ludwig Bäuerlein. © Foto: Gabi Schnetter

Hübner selbst schickt seiner Rede seinen Dank an Vorgänger Dietel voraus und erklärt: "Ich habe Dir auf meinem beruflichen Weg viel zu verdanken." Hübner war von 1982 bis 1994 persönlicher Mitarbeiter Dietels. "Zwölf Jahre, die prägen einen schon", sagt er schmunzelnd über die harte Dietel-Zeit, die ihn vorbereitet habe auf sein Amt als Bürgermeister in Bindlach und danach auf den Chefsessel im Landratsamt. Besonderen Dank spricht Hübner seinem Mitarbeiter-Team Margitta Rauh, Heidrun Conio und Anita Manger aus, die an diesem Ehrenabend ebenfalls mit von der Partie sind. Mit einem Kuss bedankt sich Hübner bei seiner Frau.

Selbst den Grundstein gelegt

"Ein böhmischer Traum", mit dieser Polka setzen die Fichtelgebirgsmusikanten das Finale für Hermann Hübner in der Bärenhalle – einer Mehrzweckhalle, für die er im Jahr 1996 selbst den Grundstein gelegt hatte.

Drei ehemalige Kreisräte, eine Kreisrätin und den Kreisheimatpfleger verabschiedet Wiedemann an dem Tag mit der Ehrenmedaille des Landkreises in Silber: 32 Jahre lang war Lieselotte Weigel aus Goldkronach für die CSU im Kreistag. "Ein Urgestein", wie Wiedemann zurückblickt und feststellt: "Vor allem die zukunftsorientierte Entwicklung unseres Klinikums lag Ihnen sehr am Herzen."

Ludwig Bäuerlein liegt die Kommunalpolitik im Blut. "Sie gehörten 24 Jahre dem Kreistag und darin verschiedenen Ausschüssen an", resümiert der Landrat. Mehr als ein Vierteljahrhundert war Bäuerlein Bürgermeister von Aufseß. Der Eichenbirkiger Busunternehmer und Kreisrat Paul Lindner war 18 Jahre im Kreistag und seinen Ausschüssen tätig, vor allem im Tourismusverband Franken und dem Gebietsausschuss Fränkische Schweiz.

Für Mundart und Volkstanz

24 Jahre lang war Manfred Porsch Bürgermeister von Speichersdorf und 18 Jahre Kreisrat. "Zahlreiche Infrastrukturprojekte hast Du auf den Weg gebracht," betont Wiedemann. 2000 war Schulamtsdirektor Rüdiger Bauriedel seinem Vater als Kreisheimatpfleger gefolgt. "Als Schulrat und Seminarrektor, als Chordirektor des Singkreises Gesees und Schriftleiter des Hummelgauer Heimatboten haben Sie sich große Verdienste erworben", lobt Wiedemann. Vor allem den Bereichen Volkslied, -musik und -tanz sowie Mundart habe sich Bauriedel angenommen.

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